Samstag, 25 November 2017
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Regierungen bestätigen UNEP's Rolle als Umweltgewissen der Vereinten Nationen

UNIC/146

NEW YORK/NAIROBI, 15. Dezember (UNEP) – Verstärkte politische Unterstützung für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und eine breite Bestätigung seiner Rolle als Umweltgewissen der Weltorganisation: Das sind die klaren Aussagen der in diesen Tagen zu Ende gehenden 53. UNO-Generalversammlung.

“Die Diskussionen der Generalversammlung über Umwelt und nachhaltige Entwicklung haben fraglos den richtigen Ton für die bevorstehende 20. UNEP-Ratstagung angegeben und sind ein gutes Vorzeichen für ihr Gelingen“, sagte UNEP-Exekutivdirektor Klaus Töpfer.

In ihrer laufenden Tagung lagen der Generalversammlung drei Berichte zur Beratung vor, die UNEP besonders betrafen: Sie befaßten sich mit den Ergebnissen der Sondertagung des UNEP-Verwaltungsrates im Mai dieses Jahres, mit dem Bericht des Generalsekretärs über die Durchführung der Konventionen zur Umwelt und zur nachhaltigen Entwicklung und mit dem Bericht des Generalsekretärs zu den Empfehlungen seiner Sonderarbeitsgruppe für Umwelt- und Siedlungsfragen, die von Herrn Töpfer geleitet wurde.

Resolutionen der Generalversammlung

Bis auf die zuletzt genannte Frage wurden von der Generalversammlung bzw. ihren Hauptausschüssen bereits eine Reihe von Resolutionen zu Umweltthemen und Fragen der nachhaltigen Entwicklung verabschiedet. Dazu gehören Entschließungen über den Bericht des Verwaltungsrates, die Koordination internationaler Konventionen, die Folgemaßnahmen nach dem Erd-Gipfel und seiner Überprüfung nach fünf Jahren 1997, die Empfehlung der Vertragsparteien zu den drei “Rio“-Konventionen (Klimaveränderung, Biodiversität, Wüstengebiete), über kleine Insel-Entwicklungsländer, das El NiÒo-Phänomen, die Nutzung von Solarenergie und andere Fragen.

Die Diskussion über den Bericht der Sonderarbeitsgruppe des Generalsekretärs und über Form und Inhalt der diesbezüglichen Empfehlungen der Generalversammlung wird unter dem Tagesordnungspunkt UNO-Reform fortgesetzt. Bei der formellen Beratung dieses Berichts vor zwei Wochen wurde zwar bereits klar, daß die meisten Regierungen sehr positiv zu diesem Bericht standen – vor allem was die Bildung einer, das ganze UNO-System umfassenden Umwelt-Managementgruppe (unter dem Vorsitz des UNEP-Exekutivdirektors) betraf – doch scheint eine eingehendere Diskussion dieser Frage im kommenden Jahr notwendig zu sein.

Anerkennung für die Bemühungen des Exekutivdirektors und die Rolle von UNEP

In einer Resolution zum Bericht des UNEP-Verwaltungsrates über seine fünfte Sondertagung hat die Generalversammlung die Bemühungen des Exekutvdirektors zur Wiederbelebung und Umstrukturierung des Programms besonders anerkannt und die positive Rolle von UNEP auf dem Gebiet des Umweltmanagements für Chemikalien begrüßt. Die Versammlung wies dabei vor allem auf die erfolgreiche Annahme der Konvention über den Vorausgehenden Konsens im Internationalen Chemiehandel (PIC) und die Aufnahme internationaler Gespräche über beständige organische Schadstoffe (POPs) hin.

UNEP bleibt führendes Organ der Vereinten Nationen im Umweltbereich

Vor allem aber bekräftigte die Generalversammlung, daß UNEP weiterhin das Hauptorgan der Vereinten Nationen für Umweltfragen bleiben muß. UNEP soll die führende globale Umweltbehörde werden, die die globale Agenda des Umweltschutzes festlegt und innerhalb der Vereinten Nationen für eine kohärente Durchführung der Umweltaspekte einer nachhaltigen Entwicklung sorgt.

“Die Generalversammlung muß zwar noch zum wichtigen Bericht der Sonderarbeitsgruppe Stellung nehmen, aber die abgelaufene Tagung hat sich schon jetzt als außerordentlich wichtig für UNEP erwiesen, denn sie hat auf höchster Ebene ihre politische Unterstützung für die laufenden Reformbemühungen – sowohl im Programm- wie im Verwaltungsbereich – zum Ausdruck gebracht“, betonte Klaus Töpfer. „Und ich bin sicher, daß die Reform und die Wiederbelebung des UNEP einen weiteren positiven Schritt nach vorne machen wird, wenn der Verwaltungsrat im Februar zusammentritt“.

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Hinweis für Journalisten: Eine weitere wichtige Resolution der Generalversammlung befaßte sich mit „Internationalen institutionellen Vorkehrungen im Umwelt- und Entwicklungsbereich“. Darin hob die Versammlung ihre eigene Rolle als Motor des Fortschritts bei der Durchführung der drei Rio-Konventionen hervor und trat für eine stärkere Vernetzung der vielfältigen zwischenstaatlichen Beratungen durch eine bessere politische Koordination ein. Der Generalsekretär soll zu dieser Frage einen Zwischenbericht vorlegen, an dem UNEP im Rahmen seines neuen Programms für Umweltkonventionen maßgeblich mitarbeiten wird. In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Vertragsstaatenkonferenzen oder Leitungsgremien der Konventionen soll dieses Programm vor allem die Entwicklung kohärenter Verbindungen zwischen den Konventionen fördern. Außerdem koordiniert das Programm die Unterstützung UNEPs für diese Bereiche, vor allem was die programmatischen Zusammenhänge betrifft.

Der UNEP-Verwaltungsrat tritt vom 1. – 5. Februar 1999 am Sitz des Umweltprogramms in Nairobi zu seiner 20. Tagung zusammen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Tore Brevik, Direktor der Abteilung für Information und Öffentlichkeitsarbeit, UNEP, Nairobi: Telefon: (254-2) 623292, Fax: (254-2) 623692 oder an Robert Bisset, Pressereferent, Telefon: (254-2) 623084, e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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