Freitag, 24 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Ältere Menschen sind kostbare Ressource der Gesellschaft

UNIC/121

Grußwort zur Eröffnung des Internationalen Jahres der Senioren in Bonn

BONN, 17. September 1998 (UNIC) – Aus Anlaß der Eröffnung des Internationalen Jahres der Senioren in der Beethovenhalle in Bonn hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan heute folgendes Grußwort an die Veranstaltung gerichtet:

Bäume werden im Laufe der Jahre kräftiger. Genauso gewinnen Menschen mit zunehmendem Alter in hohem Maße umfassende und vielseitige Erfahrung und Weisheit. Aus diesem Grund sollten ältere Menschen nicht nur respektiert und verehrt werden, sondern auch als die kostbare Ressource der Gesellschaft wahrgenommen werden, die sie sind.

Weltweit steigt der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung rapide an. Obwohl dieser Prozeß in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedlich schnell voranschreitet, wird uns dieses Phänomen früher oder später alle betreffen. Es wird geschätzt, daß in den OECD-Ländern, im Jahre 2030, jeder dritte Mensch sechzig Jahre oder älter sein wird. In afrikanischen Ländern wird dieser demographische Umschwung vermutlich in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts stattfinden. Dies stellt Bürger und Politiker gleichermaßen vor noch nie dagewesene Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftliche und soziale Absicherung der älteren Menschen.

In Zusammenarbeit mit Regierungen, UNO-Sonderorganisationen, Nichtregierungsorganisationen und dem privaten Sektor, sucht das Programm der Vereinten Nationen zu Fragen des Alterns nach Wegen, um diese weltweite demographische Revolution möglichst reibungslos zu bewältigen. Da wir uns gerade in diesem Jahr besonders mit den Errungenschaften der 50jährigen Bemühungen um die Menschenrechte beschäftigen und uns vornehmen, es dort besser zu machen, wo wir bisher versagt oder nicht genug getan haben, ist es unsere heilige Pflicht, diese Herausforderung anzunehmen.

Ältere Menschen haben nicht nur Rechte, weil sie vielleicht bedürftig sind, sondern weil sie gebraucht werden. Zu Beginn des Internationalen Jahres der Senioren stellen wir fest, daß die gestiegene Lebenserwartung eine der großen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts ist. Wir sollten uns verstärkt darum bemühen, mehr aus diesem Geschenk zu machen, damit dies eine der großen Errungenschaften des 21. Jahrhunderts wird.

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