Dienstag, 21 November 2017
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Hochrangiges UNO-Treffen zur Globalisierung

UNIC/120

Sonderveranstaltung der Generalversammlung der Vereinten Nationen über die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Globalisierung – 17./18. September 1998

NEW YORK, 15. September 1998 -- Vor dem Hintergrund einer schweren wirtschaftlichen Rezession in vielen Ländern, eines verlangsamten Wirtschaftswachstums und einer Kettenreaktion von Finanzkrisen wird sich die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 17./18. September in New York in einem hochrangigen Sondertreffen mit den wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Globalisierung und mit den daraus folgenden politischen Implikationen befassen.

Die internationalen Meinungen über die Ursachen der gegenwärtigen Wirtschaftsschwierigkeiten gehen weit auseinander. In vielen Entwicklungsländern und Staaten mit Übergangswirtschaft tauchen Zweifel daran auf, ob die in engem Zusammenhang stehenden Kräfte der Globalisierung und Liberalisierung unabwendbar oder überhaupt wünschenswert sind. Manche Länder führen wieder Maßnahmen der Währungskontrolle und der Regulierung der Finanzflüsse ein. Selbst in Industriestaaten wird die Selbstverständlichkeit, mit der man bisher für die Globalisierung und Liberalisierung eintrat, in Frage gestellt.

Der in dieser Woche von der Gruppe der Sieben Industriestaaten gefaßte Beschluß, vielschichtige Maßnahmen zur Wiederbelebung des Wachstums auf globaler Ebene zu ergreifen, steht im Einklang mit den vom Handels- und Entwicklungsbericht der Vereinten Nationen in dieser Woche empfohlenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen und ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber ein wirklich internationales Vorgehen mit dem Ziel, die beispiellosen Vorteile der Globalisierung maximal zu nützen und gleichzeitig vor den nur schwer vorhersagbaren Gefahren dieser Entwicklung auf der Hut zu bleiben, kann nicht nur von sieben Ländern in die Wege geleitet werden.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen ist das wichtigste internationale Forum, in dem reiche und arme, große und kleine Länder zu einem gleichberechtigten Meinungsaustausch zusammentreffen können. Nach der Einberufung der Weltkonferenzen über Umwelt, Frauen, Bevölkerungs- und andere Entwicklungsfragen in den 90er Jahren, ist die Generalversammlung wie kein anderes Forum dazu berufen, Fragen der Gerechtigkeit und der Bestandfähigkeit an die vorderste Stelle der politischen Beratungen zu setzen.

Neben einer Plenardebatte sieht das Sondertreffen der Generalversammlung Mitte September auch verschiedene Runde Tische auf Kabinettsebene vor, die einen offenen Meinungsaustausch der hochrangigen Ländervertreter ermöglichen sollen. Außerdem sind Podiumsdiskussionen vorgesehen, bei denen auch die Ansichten der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft Gehör finden werden.

Als Grundlagendokumente der Veranstaltung dienen der Weltwirtschafts- und Sozialbericht der Vereinten Nationen 1998 – mit einem bisher noch nicht veröffentlichten Vorwort des Untergeneralsekretärs der Vereinten Nationen für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten, Nitin Desai – und der vor kurzem von der Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD) herausgegebene Handels- und Entwicklungsbericht 1998.

Programm

Donnerstag, 17. September:

10.00 - 13.00 Uhr
Eröffnungserklärungen durch den Präsidenten der 53. UNO-Generalversammlung, Didier Opertti; die stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen, Louise Frechette; und von nationalen Delegationen

14.00 - 16.00 Uhr
Expertenpodium über „Die Bestandsfähigkeit des wirtschaftlichen Wachstums“; Moderator: Untergeneralsekretär Desai

16.00 - 17.00 Uhr
Fortsetzung der Plenarsitzung der Generalversammlung

Freitag, 18. September

9.00 - 11.00 Uhr
Expertenpodium über „Die Beseitigung der Armut“; Moderator: Untergeneralsekretär Desai

11.00 - 13.00 Uhr
Runder Tisch auf Kabinettsebene über „Nationale Antworten auf die Globalisierung“

15.00 - 17.00 Uhr
Runder Tisch auf Kabinettsebene über „Internationale Antworten auf die Globalisierung“

17.00 - 19.00 Uhr
Bericht der Runden Tische an die Generalversammlung, Erklärung von Generalsekretär Kofi Annan, und Schlußwort des Generalversammlungspräsidenten.

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