Samstag, 18 November 2017
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Generalsekretär Kofi Annan: Toleranz, Achtung und Gleichberechtigung in der Familie bestimmen die Werte von Gesellschaft und Nationen

UNIC/99

Erklärung zum Internationalen Tag der Familie

NEW YORK, 15. Mai – 1993 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen, den 15. Mai zum Internationalen Tag der Familie zu erklären. Die Mitgliedsländer wurden aufgefordert, den Themen, die für Familien von Bedeutung sind, größere Beachtung zu schenken und die gesellschaftlichen Einrichtungen so zu verbessern, daß die Politik Lösungen für familienbezogene Probleme anbieten kann. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat aus Anlaß des diesjährigen Internationalen Tages der Familie folgende Erklärung veröffentlicht:

In diesem Jahr ist der Internationale Tag der Familie den Beziehungen zwischen Familie und Menschenrechten gewidmet. Diese Thema bietet sich an, da wir 1998 sowohl den 50. Jahrestag der Annahme der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte begehen als auch die Halbzeit der UNO-Dekade für Menschenrechtserziehung erreicht haben.

Die Art und Weise, in der Familien gebildet werden, funktionieren und sich weiterentwickeln, ist von Land zu Land verschieden, ebenso wie die Einschätzung der Rolle der Familie in der Gesellschaft. Aber in allen Kulturen bietet die Familie den natürlichen Rahmen, in dem Individuen – vor allem die Kinder – jene emotionale, finanzielle und materielle Unterstützung erhalten, die für ihre Entwicklung unentbehrlich ist.

In ihrer Familie lernen die Kinder die Werte, die sie den Rest ihres Lebens leiten werden. In ihrer Familie formen sie ihre frühesten Beziehungen, lernen sie, mit anderen zu kommunizieren und in Verbindung mit ihrer Umwelt zu treten. In der Familie wird die Idee der Menschenrechte zur täglich gelebten Realität. Wenn Toleranz, Achtung und Gleichberechtigung Grundlagen des Familienlebens sind, dann schaffen sie damit auch die Werte, auf denen Gesellschaften, Nationen und die Welt aufbauen.

Der Mikrokosmos der Familie hat die gleichen Rechte und erleidet das gleiche Unrecht, wie jede Gesellschaft um sie herum. Eine Gesellschaft, die von Instabilität, wirtschaftlicher Not oder Gewalt geprägt ist, wird es auch der Familie schwer machen, ihre wichtigsten Aufgaben zu erfüllen: nämlich ihre Mitglieder zu bilden, zu schützen und zu fördern. Der Familie zu ermöglichen und ihr zu helfen, diese Aufgaben wahrzunehmen, sollte Schwerpunkt jeder Sozialpolitik sein.

Wenn wir in diesem Jahr unser Bekenntnis zu den Menschenrechten bekräftigen, sollten wir uns auch erneut der Aufgabe widmen, die Familie zur vordersten Bastion des Fortschritts und der Demokratie zu machen. Denn letztendlich beruht das Glück jeder Gesellschaft auf dem Wohlergehen der Familien, die in ihr leben.

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