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Film- und Videoproduktionen der Vereinten Nationen in Venedig

UNIC/63

Retrospektive beim Internationalen Filmfestival, 30. August – 1. September 1997

BONN, 29. August 1997 (UNIC) – Eine Retrospektive von Film- und Videoproduktionen der Vereinten Nationen wird auf dem 54. Internationalen Filmfestival von Venedig vom 30. August - 1. September 1997 zu sehen sein. Zu den gezeigten Produktionen gehören sowohl die neuesten Videos, die von der UNO-Hauptabteilung Presse und Information (DPI) hergestellt wurden, als auch Programme, die schon über vierzig Jahre alt sind. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, wird das Filmfestival am 30. August besuchen.

Filme und Videos spielten schon immer eine wichtige Rolle in der Öffentlichkeitsarbeit der Vereinten Nationen. Bekannt ist das Bild der Vereinten Nationen aus den Fernsehnachrichten. Dabei wird viel Material verwendet, das von DPI in New York täglich zur Verfügung gestellt wird. Weniger bekannt ist die Tatsache, daß die Vereinten Nationen auch zahlreiche Dokumentarfilme produzieren, die über ein halbes Jahrhundert hinweg ein weltweites Publikum erreicht haben.

Kurz nach der ersten Generalversammlung in London 1946, haben die Vereinten Nationen damit begonnen, ihre Arbeit auf Film zu dokumentieren. Für die Berichterstattung wurde in jenen Tagen 35mm Material benutzt. Eine der frühen 35mm-Produktionen der Vereinten Nationen, ein kurzer Dokumentarfilm über ein behindertes Kind, das Laufen lernt, mit dem Titel „First Steps“, erhielt 1947 den Akademiepreis. Als Beispiel aus der Zeit der 35mm-Produktionen zeigt die Retrospektive den Film “Overture“, der für den Akademiepreis nominiert wurde. Viele bekannte Persönlichkeiten der Film- und Fernsehindustrie haben ihr Können in den Dienst der Vereinten Nationen gestellt. Zu ihnen gehören der Regisseur Roberto Rosselini, der Autor John Hersey und der Fernseh- und Radiostar Alistair Cooke, der in den 50er und 60er Jahren eine Reihe von UN-Dokumentarfilmen präsentierte.

Mit dem technologischen Wandel, änderten sich auch die Produktionen der Vereinten Nationen. Die 35mm-Produktionen wurden von den 16mm-Filmen verdrängt. Die leichtere 16mm-Ausrüstung erleichterte es auch den Vereinten Nationen, über ihre Aktivitäten vor Ort zu berichten. Die Filme „Footnotes to a War“ (1980) und „Free Namibia“, die in der Retrospektive gezeigt werden, erzählen ihre Geschichte auf 16mm. 

Auch mit Trickfilm wurde die Botschaft der Vereinten Nationen unterstützt. „Boom“, ein Trickfilm über Abrüstung, gewann 1979 eine Goldene Palme beim Filmfestival von Cannes. In der Retrospektive ist „Asimbonanga“ (1989) zu sehen, ein Trickfilm gegen die Apartheidpolitik.

Ende der 80er Jahre hielt die Hochqualitätsvideoausrüstung ihren Einzug in die Fernsehstudios der Vereinten Nationen. „Situation Report“ (1989) war eine der ersten Featureproduktionen in dieser neuen Technik. „Secret in the Sand“ und „A Cyber-Tale of Three Cities“, beide aus 1997, sind die jüngsten Featureproduktionen der Vereinten Nationen im Videoformat.

Filme und Videoproduktionen der Vereinten Nationen haben im Laufe der Jahre mehr als 75 internationale Auszeichnungen gewonnen. Erst vor kurzem wurden auf einer Konferenz der Ko-Produzenten für den CNN World Report in Atlanta zwei neue Featureproduktionen des UNO-Fernsehens (UNTV) aus der Reihe „UN in Action“ mit neuen Preisen ausgezeichnet.

Nach der 1996 aus Anlaß des 50jährigen Bestehens der Vereinten Nationen im New Yorker Museum of Modern Art gezeigten Filmretrospektive ist die Einladung zur Mitwirkung am Filmfestival von Venedig in diesem Jahr ein weiterer Beweis für die Anerkennung der Filmindustrie für die Film- und Fernsehdokumentationen der Vereinten Nationen.

Mehr als 100 Film- und Videoproduktionen der Vereinten Nationen sind derzeit im Umlauf.

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WEITERE INFORMATIONEN: Auskünfte über die täglichen Fernsehproduktionen der Vereinten Nationen erteilt Joe McCusker, Tel: (+ 1 – 212) 963-7472; Auskünfte über die Featureproduktionen sind erhältlich bei: Barbara Sue-Ting-Len, Tel.: (+ 1 – 212) 963-6982. 

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