Dienstag, 21 November 2017
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Generalsekretär Boutros Boutros-Ghali: Solange Menschenrechte mißachtet werden, wird es keinen Frieden und keine Entwicklung geben

UNIC/28

Botschaft zum “Tag der Menschenrechte“, 10. Dezember 1996

Am heutigen Tag der Menschenrechte verpflichtet sich die internationale Gemeinschaft erneut zu dem universellen Ziel, die Grundfreiheiten zu verteidigen und die Menschenrechte zu fördern, wo immer sie bedroht sind. Wir betonen, daß die Menschenrechte ein Grundpfeiler der Charta der Vereinten Nationen und der von ihr verkündeten zivilen Ordnung sind.

Frieden, Menschenrechte, Demokratie und Entwicklung gehören zur täglichen Arbeit der Vereinten Nationen. Überall auf der Welt bemühen sich die Vereinten Nationen intensiv darum, Konflikte zu vermeiden und zu lösen sowie Millionen von Menschen neue Hoffnung auf eine bessere und friedlichere Zukunft zu geben.

Ohne fundamentale Menschenrechte kann es keinen Frieden und keine Entwicklung geben. Das Recht auf Leben, der Schutz vor Mißhandlungen und Folter, die Gleichheit vor dem Gesetz und die Meinungsfreiheit sind sehr verwundbare Grundrechte, die permanenten Schutz und Wachsamkeit verlangen. Gleichermaßen braucht eine dauerhafte und sinnvolle Entwicklung das Engagement für grundlegende wirtschaftliche und soziale Rechte, wie das Recht auf Nahrung, auf Wohnung, auf Arbeit, auf Bildung und auf Gesundheitsversorgung.

Die Vereinten Nationen haben in den vergangenen fünfzig Jahren hart daran gearbeitet, präzise internationale Menschenrechtsnormen festzulegen, neue Wege und Methoden zu finden, um die Achtung der Menschenrechte innerhalb der Mitgliedstaaten zu verbessern und überall dort, wo es nötig ist, einzugreifen und die Opfer von Menschenrechtsverletzungen zu schützen. Unzählige Gruppen und tausende von Menschen haben sich an die Vereinten Nationen gewandt, um Hilfe gegen Diskriminierung, Folter, Hinrichtungen, Verschwindenlassen, willkürliche Verhaftung und religiöse Intoleranz zu finden. Und jedes Jahr erhalten die Mitgliedstaaten praktische und bildungspolitische Unterstützung in Menschenrechtsangelegenheiten, die für sie besonders wichtig ist.

Die Menschenrechte stehen ganz im Zentrum der Anliegen, mit denen sich die Weltorganisation befaßt. Aber ein Erfolg hängt nicht alleine von den Vereinten Nationen ab. Vielmehr liegt es an jedem einzelnen von uns, sich der Menschenrechte bewußt zu sein und ihre Achtung für uns und andere einzufordern. Der Erfolg hängt von unserem Eintreten für die Freiheit und das Wohlergehen unserer Mitmenschen ab. Vor allem aber hängt der Erfolg davon ab, daß wir uns erneut für die Menschenrechte und ihre Verteidigung auf internationaler und nationaler Ebene einsetzen.

Die Präambel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sagt uns zu Recht, daß jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich bemühen müssen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung dieser Rechte und Freiheiten zu fördern und ihre tatsächliche Anerkennung und Verwirklichung zu gewährleisten. Dies ist eine Verpflichtung, die wir alle teilen. In diesem Sinne lade ich jeden einzelnen von Ihnen dazu ein, sich aktiv um die gemeinsame Sache der Freiheit zu bemühen und die Ziele der Vereinten Nationen für eine offenere, tolerantere und harmonischere Welt zu unterstützen.

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