Mittwoch, 22 November 2017
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Umweltkrisen erfordern rasches Handeln

UNIC/6
4. Juni 1996

UNO-General-Sekretär Boutros-Ghali zum Welttag der Umwelt, 5. Juni 1996

Aus Anlass des “Weltages der Umwelt“, der im Gedenken an die erste Umweltschutzkonferenz der Vereinten Nationen 1972 in Stockholm jährlich am 5. Juni begangen wird, hat der General-Sekretär der Veinten Nationen, Dr. Boutros Boutros-Ghali, nachstehende Erklärung veröffentlicht:

Der Welttag der Umwelt ist Anlass, um über den Zustand unserer zerbrechlichen Umwelt nachzudenken. Dieser Gedenktag soll darauf aufmerksam machen, auf welch verhängnisvolle Weise die Menschheit ihren eigenen Lebensraum gefährdet, und er soll unterstreichen, wie dringend unsere Einstellungen und Verhaltensweisen durch mehr verantwortungsvolles Handeln geändert werden müssen.

Der Welttag der Umwelt steht in diesen Jahr unter dem Thema “Unsere Erde, unser Lebensraum, unser Heim“. An der Schwelle zum 21. Jahrhundert erleben wir den Übergang von einem Zeitalter, in dem ein Grossteil der Bevölkerung im ländlichen Raum lebte, in eines, in dem die meisten in Städten wohnen werden. Ohne Zweifel wird sich die Zukunft der Menschheit überwiegend unter städtischen Lebensbedingungen entfalten.

Die explosionartige Zunahme und das anhaltende Wachstum städtischer Gebiete stellen die nachhaltige Stadtentwicklung heute vor grundlegende Herausforderungen. Die dichte Smogdecke, die über Metropolen wie Rio de Janeiro, Mexiko, Neu Delhi, Peking und zehntausende kleineren Städten hängt, ist Symbol für die zahlreichen dringenden Probleme, die unsere Aufmerksamkeit erfordern - von unkontrollierten Emissionen bis zu unzugänglicher Kanalisation, von chemischen Unfällen bis zu den Grossbränden in Städten.

Mit der immer rascher voranschreitenden globalen Integration werden die Terminlinien zwischen den Städten, Ländern, Regionen und Kontinenten immer verschwommener. Die Zukunft unserer Städte wird nicht nur die Zukunft der Staaten sondern auch unseres gesamten Planenten bestimmen. Wir haben der Frage der nachhaltigen Stadtentwicklung zu unserem eigenen Schaden bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit gezollt.

Wenn die Städte so wie bisher in der Geschichte der Menschheit auch weiterhin Motor des Wirtschaftswachstums bleiben sollen, dann muss ihre künftige Entwicklung von Überlegungen ausgehen, die ökologisch tragfähig sind.

Astronauten haben im Weltall gesehen, wie bedeutunglos staatliche Grenzen im Hinblick auf Biosphäre sind. Wir können nicht zulassen, dass diese Trennlinien unsere Sicht auf einen, gemeinsamen Planeten verstellen. Die Erkenntnis, dass die ganze Erde unser Heim und Lebensraum, dass ihr Geschick und ihre Zukunft auch an unsere eigene ist, kann viellleicht der erste Schritt zum Überblick sein.

Der Welttag der Umwelt ist ein Aufruf an das Gewissen und ein Ruf zum Handeln. An diesem Tag sollten wir uns diese Anliegens voll bewusst werden, nicht nur zum Vorteil unseres eigenen Lebens, sondern auch um des Wohlergehens kommender Generationen willen. Die Umweltkrisen erlauben keine weitere Verzögerung. Jetzt ist es Zeit zu Handeln.

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