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Eine Welt ohne Landminen ist bereits in Jahren statt Jahrzehnten erreichbar

UNRIC/122

Internationaler Tag für Aufklärung über Minengefahr und Unterstützung von Minenprogrammen wird am kommenden 4. April erstmals begangen

VEREINTE NATIONEN/BONN, 30. März 2006 –Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 4. April zum Internationalen Tag für die Aufklärung über Minengefahr und die Unterstützung von Minenprogrammen erklärt. Dieser Tag soll für die Bedrohung durch Landminen und Fortschritte bei deren Beseitigung sensibilisieren.

„Wir sind im Begriff, den Kampf gegen Landminen zu gewinnen. Einige Staaten gelten bereits als minenfrei. Der Sieg wird allerdings vom unermüdlichen Engagement der Regierungen jener Staaten abhängen, in denen die Gefahr von Landminen noch nicht gebannt ist, sowie von der anhaltenden Unterstützung der internationalen Gemeinschaft“, so Max Gaylard, Direktor des Antiminenprogramms der Vereinten Nationen.

„Räumung und Vernichtung von Landminen sind gewaltige Aufgaben. Sofern jedoch die betroffenen Staaten alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um minenfrei zu werden, und Geberstaaten und Organisationen ihr Interesse und ihre finanzielle Unterstützung aufrecht erhalten, kann dieses Ziel bereits innerhalb von Jahren statt Jahrzehnten erreicht werden“, sagt Gaylard. „Im Unterschied zu zahlreichen globalen Problemen der heutigen Zeit kann dieses gelöst werden. Der 4. April stellt eine Gelegenheit dar, die Welt daran zu erinnern, dass es ein Licht am Ende des Tunnels gibt.“

„Die internationale Gemeinschaft muss jedoch nicht nur das Landminenproblem bewältigen, sondern auch das Problem der explosiven Kampfmittelrückstände, die in einigen Ländern sogar eine noch größere Gefahr darstellen“, so Gaylard. Zu explosiven Kampfmittelrückständen gehören auch nicht zur Wirkung gelangte Kampfmittel wie beispielsweise Clustermunition, die beim Einschlag nicht detoniert ist, oder Granaten und Raketen, die von abziehenden Streitkräften zurück gelassen wurden. Der 4. April gibt Gelegenheit dazu, für dieses Thema zu sensibilisieren.

Laut dem Bericht Landmine Monitor Report 2005 sind 84 Staaten zu einem gewissem Maße von der Gefahr betroffen, die von Landminen und nicht zur Wirkung gelangten Kampfmitteln ausgeht. Jährlich werden zwischen 15.000 und 20.000 Kinder und Erwachsene auf diese Weise getötet oder verstümmelt. Ende der Neunziger Jahre waren es noch schätzungsweise 26.000 Opfer jährlich. 14 Organisationen, Programme und Fonds der Vereinten Nationen helfen bei Suche und Vernichtung dieser Kampfmittel und leisten andere Unterstützungsdienste bei Antiminenprogrammen in 30 Ländern und drei Hoheitsgebieten.

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