Donnerstag, 23 November 2017
UNRIC logo - Deutsch
                

Lokale Gemeinschaften sind der Schlüssel zu effektiver Frühwarnung

UNRIC/121

Dritte Internationale Frühwarnkonferenz in Bonn, 27. bis 29. März 2006

VEREINTE NATIONEN/BONN, 29. März 2006 – Die Rolle lokaler Gemeinschaften bei effektiver Frühwarnung wurde durch alle Teilnehmer der heute zu Ende gegangenen Dritten Internationalen Frühwarnkonferenz in Bonn deutlich herausgestrichen. Sie forderten bessere regionale Zusammenarbeit und Kommunikation, die auf die menschlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist, sowie mehr Training, Gemeinschaftsvorsorge und ein gesteigertes Bewußtsein, um die anfälligsten Menschen besser zu schützen.

„Es ist ganz klar, dass Ansätze zur Frühwarnung entwickelt werden müssen, die den Menschen deutlich in den Mittelpunkt stellen. Dies muss unsere Priorität auch zukünftig sein“, sagte Salvano Briceno, Direktor des Sekretariats der Vereinten Nationen für die Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge (UN/ISDR) in seiner Schlussrede. „Bei der Verfolgung dieses Ziels, sollten wir nicht die fundamentale Bedeutung von erstklassiger Wissenschaft und Technologie vergessen. Wissenschaft und Technologie machen rasch Fortschritte und müssen Hand in Hand mit menschlichen Bedürfnissen gehen“, fuhr er fort.

Die zwei Arbeitsgruppen, von denen eine vom Generalsekretär der Weltorganisation für Meterologie, Michel Jarraud, geleitet wurde, kamen zu dem Schluss, dass ein Ansatz, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht, die Frühwarnsysteme effizienter machen kann und für mehr Verständnis bei den Gemeinschaften sorgen kann.

Die Konferenz und ihr Vorbereitungsprozess brachten zwei Hauptergebnisse: Ein „Kompendium mit Frühwarnprojekten“, das aus Projektvorschlägen aus aller Welt besteht und eine „Frühwarn-Checkliste“, ein Instrument für Praktiker, das die Effizienz von Frühwarnsystemen verbessert.

In ihrer Schlusserklärung betonten die Teilnehmer, dass effektive Frühwarnung ein integraler Bestandteil der nationalen Entwicklungsmaßnahmen sein muss. Sie begrüßten den Bericht von UNO-Generalsekretär Kofi Annan zu Frühwarnsystemen, der von Jan Egeland, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für Humanitäre Angelegenheiten, bei der Eröffnungssitzung vorgestellt wurde. Dieser Bericht enthält viele Empfehlungen, um bestehende Lücken zu schließen, nationale und lokale Einrichtungen zu stärken und er empfiehlt auch die Einrichtung eines globalen Warnsystems, das alle Gefahren und Gemeinschaften abdecken soll.

Die Teilnehmer forderten zusätzliches Geld für diesen Bereich und betonten die Effizienz der Frühwarnung. Außerdem begrüßten sie die Entwicklung des Internationalen Frühwarnprogramms (IEPW) als ein Mittel, um diesen Prozess umzusetzen. UN/ISDR hat bereits mit Partnern begonnen, nach Möglichkeiten zu suchen, wie dieses Programm und seiner Plattform zur Förderung der Frühwarnung (PPEW) in Bonn mit Leben gefüllt werden können.

Kontakt:
Brigitte Leoni
UN/ISDR Media Relations
Tel: +41 22 917 4968
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Internet: www.unisdr.org

Praktikant/-in für Bonner UNRIC-Büro gesucht

UNRIC bietet im Bonner Büro ein 8- bis 12-wöchiges Praktikum ab März 2018 an.
Bewerber/-innen sollten sich noch im Studium befinden, oder vor kurzem ihr Studium beendet haben und erste Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder im Journalismus besitzen.
Sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse sind Voraussetzung. Das Praktikum ist unbezahlt.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an:
[email protected]

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777

UN Card 2016 DE 250px front