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Dritte Internationale Frühwarnkonferenz (EWC III) in Bonn, 27. bis 29. März 2006

UNRIC/119
SPERRFRIST: Montag, den 27. März 2006, 9 Uhr MEZ

VEREINTE NATIONEN/BONN, 24. März 2006 –- Mehr als 1.200 Teilnehmer aus 140 Staaten werden zur Dritten Internationalen Frühwarnkonferenz (EWC III) in Bonn zur Diskussion über die Bedeutung von Frühwarnsystemen zur Katastrophenvorsorge erwartet.

Mehr als 200 Millionen Menschen sind jedes Jahr von Naturgefahren betroffen. Angepasste Frühwarnsysteme gelten als der beste Weg, um Menschenleben zu retten.

Veranstaltet von der Bundesrepublik Deutschland und unter der Schirmherrschaft des Sekretariats der Vereinten Nationen zur Internationalen Strategie für Katastrophenvorsorge (UN/ISDR), ist die dreitägige Konferenz aufgeteilt in zwei parallele Zweige. Auf dem Forum für Projekte und Prioritäten im Plenum illustrieren 15 Projekte die Relevanz von Frühwarnsystemen. Daneben gibt es ein Wissenschafts- und Techniksymposium mit Wissenschaftlern und Praktikern der Frühwarnung.

„Frühwarnung und gute Vorbereitung sind von entscheidender Bedeutung, um dem Verlust von Menschenleben und Sachwerten durch Naturkatastrophen vorzubeugen. Diese handlungsorientierte Konferenz wird eine Gelegenheit dazu sein, die Bedeutung von Frühwarnmechanismen für das tägliche Leben der Menschen durch die Vorstellung von konkreten Projekten vor Ort hervorzuheben,“ sagt Jan Egeland, Koordinator der Vereinten Nationen für Nothilfe, der zu den Konferenzteilnehmern sprechen wird. Er wird den Bericht zur Weltstudie über Frühwarnsysteme vorstellen, die UNO-Generalsekretär Kofi Annan im Januar 2005 in Folge des Tsunamis im Indischen Ozean gefordert hatte.

Der ehemalige US-Präsident William Clinton wird an der Bonner Konferenz in seiner Eigenschaft als Sondergesandter des UNO-Generalsekretär für die Tsunamihilfe teilnehmen. Frühwarnung ist ein entscheidendes Element des weitergefaßten Programms zur Katastrophenvorsorge und integraler Teil des Rahmenprogramms „Besserer Wiederaufbau“ von William Clinton. Der ehemalige US-Präsident wird in seiner Ansprache auf dem Forum alle Akteure aufrufen, sich dazu zu verpflichten, Katastrophenvorsorgemaßnahmen umzusetzen und den notwendigen Systemwechsel zu einer „Kultur der Prävention“ zu beschleunigen. Er wird auch über den Stand des Wiederaufbaumaßnahmen in den vom Tsunami betroffenen Länder berichten.

Unter den konkreten Ergebnissen der Konferenz werden folgende drei Punkte erwartet: Die Aufstellung einer Checkliste für praktische Maßnahmen, die Ländern und Gemeinschaften dabei helfen wird, effektive Frühwarnsysteme mit dem Menschen im Mittelpunkt zu entwickeln. Weiterhin eine Zusammenstellung von ungefähr hundert Frühwarnprojekten zur möglichen Finanzierung und Umsetzung in allen Teilen der Welt. Und schließlich die Einrichtung von langfristigen Mechanismen zur Verbreitung von Informationen über Aktivitäten und Lücken im Bereich der Frühwarnung weltweit. Die Konferenz soll als Referenz für Praktiker und zukünftige Arbeit auf dem Gebiet der Frühwarnung dienen.

“Wir können globale Bedrohungen durch Naturgefahren nur in einem multilateralen Rahmen mit einer langfristigen Strategie effektiv begegnen. Deutschland hat bereits zwei weitere Konferenzen zur Frühwarnung organisiert. „Vom Konzept zur Umsetzung – das Motto der Konferenz unterstreicht, dass wir zu greifbaren Ergebnissen bei der weltweiten Verbesserung der Frühwarnsysteme beitragen möchten, um so zahllose Leben retten zu können,“ sagt der Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Frank-Walter Steinmeier, der die Konferenz eröffnen wird.

Zum Abschluss der dreitägigen Konferenz am 29. März wird ein Schlusskommuniqué über die Bedeutung der Frühwarnung zur Katastrophenvorsorge herausgegeben.

Pressekonferenz:

Ort: Internationales Kongresszentrum Bundeshaus Bonn (IKBB)
Eingang: Görresstr. 15, 53113 Bonn
Zeit: 27.03.2006, 11:00 Uhr

Teilnehmer:
Jan Egeland, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für Humanitäre Angelegenheiten
Katherine Sierra, Vizepräsidentin der Weltbank für Infrastruktur
Dr. Irmgard Schwaetzer, Vorsitzende des Deutschen Komitees Katastrophenvorsorge (DKKV)

Kontakt:
Brigitte Leoni, UN/ISDR, Mobil: +49 (0)176-52060958
Birgit zum Kley, DKKV, Mobil: +49 (0)176-52043199

Mehr Informationen zur EWC III finden Sie im Internet unter der Adresse:
www.ewc3.org

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