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Moderne Formen der Sklaverei

Hintergrundinformation

Internationaler Tag zum Gedenken an den 200. Jahrestag der Abschaffung des transatlantischen Sklavenhandels, 25. März 2007

New York/Vereinte Nationen – Das Gedenken an den 200. Jahrestag der Abschaffung des transatlantischen Sklavenhandels ist auch eine Mahnung daran, dass heutige Formen der Sklaverei, wie beispielsweise Menschenhandel, Zwangsprostitution, Kindersoldaten, Zwangsarbeit und der Einsatz von Kindern im internationalen Drogenhandel nach wie vor zunehmen. Sie sind das Ergebnis von Diskriminierung, sozialer Ausgrenzung und Verwundbarkeit durch Armut.

“Wir sollten immer daran denken, dass auch heutzutage noch viele Millionen Menschen sklavereiähnlichen Praktiken unterworfen sind. […] Trotz allem, was wir in unserer Arbeit für die Menschenrechte erreicht haben, bleibt uns  noch immer viel zu tun.“
Ban Ki-moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen


  • Nach Schätzungen werden zur Zeit 300.000 Kinder als Kindersoldaten in mehr als 30 Krisengebieten weltweit ausgebeutet. Viele der entführten Mädchen, die zu Kindersoldaten gemacht werden, werden auch zur sexuellen Sklaverei gezwungen.
  • Die internationale Organisation für Migration schätzt, dass jährlich 700.000 Frauen, Mädchen, Männer und Jungen über Landesgrenzen hinweg verschleppt werden.
  • Die internationale Arbeitsorganisation berichtet, dass 191 Millionen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren wirtschaftlich aktiv sind. Fast 40 Prozent von ihnen – 74 Millionen Kinder – haben gefährliche Arbeiten zu verrichten.
  • Schätzungsweise 5,7 Millionen Kinder sind Opfer von Zwangsarbeit, auch als Leibeigenschaft bekannt, und 1,2 Millionen Kinder sind Opfer von Kinderhandel.
  • In Zusammenhang mit dem Handel steht die kommerzielle Ausbeutung von Kindern, von denen eine Millionen – in der Hauptsache Mädchen – jedes Jahr zur Prostitution gezwungen werden. Die Mädchen werden in Industrie- und Entwicklungsländer für Sex verkauft oder für Kinderpornographie missbraucht.

„Es können verzweifelt glaubwürdige Vergleiche im Bezug auf Ausmaß und Leiden mit dem transatlantischen Handel von Afrikanern nach Amerika gemacht werden, bei dem 12 Millionen Menschen innerhalb von 400 Jahren gewaltsam über das Meer geschafft wurden. Es ist unsere große Schande, dass, wenn unsere heutigen Statistiken stimmen und 700.000 Menschen jährlich über Grenzen verschleppt werden, wir diese Zahl in gerade einmal 20 Jahren erreicht haben werden.“
Ndioro Ndiaye, Stellvertretende Generaldirektorin der Internationalen Organisation für Migration


Es ist unser aller Verantwortung, dass wir die Wurzeln der Sklaverei angehen, um den Opfern Hilfe und Schutz anzubieten und um sicherzustellen, dass es keine Straffreiheit für die gibt, die diese Praktiken weiterhin anwenden.

Weitere Informationen:
Büro des Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte
www.un.org/special-rep/children-armed-conflict/English/index.html

Internationale Arbeitsorganisation, The end of child labour: Within reach (2006)
www.ilo.org/public/english/standards/relm/ilc/ilc95/pdf/rep-i-b.pdf

Rede der Stellvertretenden Generaldirektorin der Internationalen Organisation für Migration (5. März 2007)
www.iom.int/jahia/Jahia/cache/offonce/pid/1336?entryId=13281

 

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