Montag, 20 November 2017
UNRIC logo - Deutsch
                

UNO-Generalsekretär Kofi Annan: „Weltweite Konflikte beinträchtigen auch immer die Umwelt“

RUNIC/91


Erklärung zum Internationalen Tag für die Verhütung des Missbrauchs der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten, 6. November 2005
 
VEREINTE NATIONEN/NEW YORK, (2. November 2005) –  Neben den tragischen menschlichen und wirtschaftlichen Folgen von Kriegen sind auch die Konsequenzen für die Umwelt oft schwerwiegend. Manchmal werden natürliche Ressourcen aus taktischen Gründen mutwillig zerstört. Oft leidet die Umwelt durch Gewalttaten. Die Armen leiden – wie immer – unverhältnismäßig stark, da sie besonders von einer intakten Umwelt abhängen. Nicht nur wegen der Nahrungsmittelversorgung, sondern auch aus medizinischen Gründen und weil sie mit natürlichen Ressourcen ihre Existenz sichern und Material für ihre Unterkünfte benötigen.

Die Schäden an der Umwelt zu beseitigen, die durch Kriege entstanden sind, ist ein integraler Aspekt des Wiederaufbaus nach einem Konflikt. Diese Arbeit rückt auch immer mehr ins Zentrum der Aktivitäten der UNO.

  • Nach dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien säuberte das Umweltprogramm der UNO (UNEP) vier chemisch verseuchte Orte in Serbien und Montenegro. 
  • Zur Zeit hilft UNEP in Afghanistan dabei, eine Umweltschutzbehörde aufzubauen und hat detaillierte Studien zur Existenzsicherung im Land vorgelegt. 
  • Die Marschgebiete zwischen Euphrat und Tigris, die im Gebiet des Iraks und Irans liegen, waren im Jahr 2002 fast komplett zerstört. Hunderttausende Menschen mussten ihre Heimat verlassen und ihr traditionelles Leben aufgeben. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden konnten die Marschgebiete wieder bis zu 40 Prozent geflutet werden und 80.000 Bewohner konnten zurückkehren.

Indem wir denjenigen, die sich in einem Konflikt befinden, helfen, ihr Land und ihre Existenz zurückzugewinnen und sie so wieder zu Bewahrern ihrer Umwelt werden, geben wir ihnen die Mittel an die Hand, um einen nachhaltigen Frieden zu schaffen, der die beste Verteidigung ist. An diesem Internationalen Tag rufe ich alle Beteiligten auf, ihre Anstrengungen bei der Verhinderung von Ausbeutung und Umweltzerstörung während Kriegen zu verdoppeln.

Praktikant/-in für Bonner UNRIC-Büro gesucht

UNRIC bietet im Bonner Büro ein 8- bis 12-wöchiges Praktikum ab März 2018 an.
Bewerber/-innen sollten sich noch im Studium befinden, oder vor kurzem ihr Studium beendet haben und erste Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder im Journalismus besitzen.
Sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse sind Voraussetzung. Das Praktikum ist unbezahlt.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an:
deutschland@unric.org

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777

UN Card 2016 DE 250px front