Dienstag, 21 November 2017
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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung anlässlich des 21. Jahrestags des Unglücks von Tschernobyl (26. April)

UNRIC/185

Die folgende Erklärung wurde von der Sprecherin des Generalsekretärs herausgegeben:


New York/Vereinte Nationen – Der 21. Jahrestag des Unglücks von Tschernobyl – der schlimmste Unfall in einem Atomkraftwerk in der Geschichte der Menschheit – bietet Anlass, den hunderten von Helfern zu gedenken, die damals ihr Leben riskiert haben; den Tausenden, die gezwungen wurden, einen Schutzschild um den beschädigten Reaktor zu bauen; den mehr als 330.000 Menschen, die aus ihren Dörfern und Städten fliehen mussten; den 5000 an Schilddrüsenkrebs erkrankten Kindern sowie den Millionen, die mit ihrer Angst vor möglichen Langzeitschäden für ihre Gesundheit und Existenz alleine zurückblieben. Die Welt darf diesen Schaden und Schmerz nie vergessen. Doch während wir der Vergangenheit gedenken, müssen wir auch der Gegenwart Aufmerksamkeit schenken und in die Zukunft blicken.

Die Wissenschaft hat gezeigt, dass nach zwei Jahrzehnten eine Rückkehr zu einem normalen Leben für die Menschen in den von Tschernobyl betroffenen Regionen realistisch ist. Um dieses Ziel zu erreichen, bedürfen diese Gebiete eine nachhaltige soziale und ökonomische Entwicklung, Arbeitsmöglichkeiten für die dort lebenden Menschen, neue Investitionen und die Wiederherstellung eines Gemeinschaftssinns und der Selbstversorgung. Große Fortschritte wurden gemacht, aber die internationale Unterstützung bleibt unentbehrlich. Deswegen bin ich froh, dass Maria Sharapova, eine der weltbesten Tennisspielerinnen, zugesagt hat, als Botschafterin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen tätig zu werden und dabei mitzuhelfen, dem Wiederaufbau in Tschernobyl eine globale Stimme zu verleihen.

Die vom Unglück von Tschernobyl betroffenen Gemeinden haben eine große Belastbarkeit gezeigt, um das riesige Desaster zu bewältigen. Der UNO-Generalsekretär fordert die internationale Gemeinschaft auf, ihnen zu helfen und ihren Teil beizusteuern, um die Region wieder in die Normalität zurückzuführen.

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