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Schlagzeilen

UN Bericht: Mangel an guten Möglichkeiten erschwert Arbeitssuche junger Menschen

11 21 2017 ILO youth21. November 2017 – Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) warnt, dass Menschen im arbeitsfähigen Alter immer noch unbeteiligt am wirtschaftlichen Wachstum sind und junge Menschen weiterhin unter anhaltender Arbeitslosigkeit und Mangel an guten Arbeitsmöglichkeiten leiden.

„Diesen anhaltenden sozialen Herausforderungen für junge Frauen und Männer entgegenzuwirken, ist überaus wichtig, nicht nur für nachhaltiges und inklusives Wachstum, sondern auch für die Zukunft der Arbeit und des sozialen Zusammenhalts“, sagt die stellvertretende ILO-Generalsekretärin Greenfield zur Veröffentlichung des neuen ILO-Berichts zur Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit. 

Laut dem Bericht ist die heutige Zahl von ungefähr 70,9 Millionen arbeitslosen Jugendlichen 2017 zwar eine deutliche Verbesserung zum kritischen Spitzenwert von 76,7 Millionen 2009. Aber es wird erwartet, dass diese Zahl bis 2018 wieder um 200,000 auf 71,1 Millionen steigt.

Außerdem leben rund 39 Prozent der jungen Arbeiter in Schwellen- und Entwicklungsländern – 160,8 Millionen Jugendliche – in moderater oder extremer Armut (mit weniger als $3,10 Einkommen pro Tag), und mehr als zwei von fünf jungen Menschen im Arbeitsmarkt sind entweder arbeitslos oder beschäftigt aber arm.

Am meisten betroffen sind junge Frauen, dessen Beteiligung am Arbeitsmarkt um 16,6 Prozent hinter der Beteiligung junger Männer liegt. Auch die Arbeitslosigkeit ist laut ILO unter Frauen signifikant höher als unter Männern.

Der Bericht hebt auch die Veränderungen im Beschäftigungssektor hervor, denn eine steigende Zahl junger Arbeitssuchender und Unternehmer nutzen das Internet, um neue und diverse Arbeitsformen zu finden, wie z.B. Plattform- und Apps-basierte Arbeit („crowd work“). Aber auch hier gibt es große Risiken, wie niedrige Löhne, keine Jobgarantie und keinen Zugang zu arbeitsbezogenen Leistungen.

Unter diesen Aspekten fordert die ILO mehr Investitionen in gute Ausbildung und Training, und gleichzeitig müsse die Politik die rasanten Veränderungen in der Arbeitswelt, welche nun durch Technologie beschleunigt wird, in Betracht ziehen, um jungen Frauen und Männern einen Vorteil zu verschaffen.

UN–Botschafterin Kristin Davis drängt auf Hilfe für Rohingya

Kristin Davis21. November 2017 – Am Weltkindertag hat die Schauspielerin und UN-Botschafterin des Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Kristin Davis, mehr Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung gefordert, damit Rohingya Flüchtlingskindern in Bangladesh lebensnotwendige Hilfe bereitgestellt werden kann.

„An der Rohingya Flüchtlingskrise schockiert mich am Meisten die große Zahl von Kindern, die Ihr Zuhause verlassen mussten,“ sagte Davis nach Ihrem Besuch des Kutupalong Flüchtlingslagers in Bangladesh.

„Über die Hälfte der Flüchtlinge in diesem Lager sind Kinder. Manche von Ihnen haben einen oder beide Elternteile verloren und sind auf sich alleine gestellt“, ergänzte sie. Davis sagte, dass sie jede Hilfe bräuchten, inklusive Unterkunft, Wasser und Essen.

Laut UNHCR sind die Rohingya eine staatenlose Minderheit in Myanmar. Seit dem Ausbruch der Gewalt in Myanmars Rakhaing-Staat am 25. August 2017, mussten mehr als 600,000 Menschen nach Bangladesh fliehen. 54 Prozent der Gesamtbevölkerung sind Kinder.

UNHCR braucht $83,7 Millionen bis Februar 2018, um auf diese humanitäre Krise zu antworten und akute Grundbedürfnisse von geflüchteten Kindern, Frauen und Männern zu decken. UNHCR hat bisher weniger als die Hälfte der geforderten finanziellen Mittel.

UN-Weltklimakonferenz: Delegierte einigen sich auf nächste Schritte

COP23 photo20. November 2017 - Das Pariser Abkommen bleibt auf Kurs. Die Delegierten aus über 190 Ländern haben am Freitagabend die nächsten Schritte Richtung Klimaschutzziel festgelegt.

Unterstützt durch eine Vielzahl positiver Ankündigungen von Regierungen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft, einigten sich die Delegierten auf der Konferenz in Bonn (COP23) auf ein 12-monatiges Engagement mit Fokus auf den Fragen „Wo sind wir, wo wollen wir hin und wie schaffen wir es dorthin?“

Das zentrale Ziel des Pariser Abkommens ist, den globalen Temperaturanstieg im Durchschnitt unter 2 Grad Celcius und so nahe wie möglich bei 1,5 Grad zu halten.
Die untere Grenze gilt für viele kleine Inseln und gefährdete Länder als überlebenswichtig.

Frank Bainimarama, Präsident der COP23 und Premierminister von Fidschi, sagte: „Ich freue mich sehr, dass die Konferenz ein solcher Erfolg war. Wir haben die Aufgabe übernommen, die uns übertragen wurde, nämlich die Durchführungsrichtlinien des Pariser Abkommens voranzubringen.“

In den kommenden Monaten werden die nationalen Klimaschutzpläne für die bevorstehende Konferenz 2018 in Polen noch einmal überarbeitet, um den Weg für das langfristige Klimaschutzziel zu ebnen.

UN-Generalsekretär Guterres: Durch Einheit, Solidarität und Zusammenarbeit gegen den Terrorismus

11 16 Guterres SOAS17. November 2017 – In einer Rede an der Universität London hat UN-Generalsekretär António Guterres gefordert, den Terrorismus durch stärkere internationale Zusammenarbeit zu bekämpfen.

„Terrorismus bedeutet grundsätzlich die Vernichtung von Menschenrechten“, sagte er im Hinblick auf die 11.000 Terroranschläge in mehr als 100 Ländern im letzten Jahr.

„Der Terrorismus war in verschiedenen Formen über Jahrhunderte hinweg präsent", sagte Guterres in seinem Vortrag über Terrorismusbekämpfung und Menschenrechte an der School of Oriental and African Studies der Universität London. „Der moderne Terrorismus wird jedoch in einem ganz anderen Ausmaß geführt, insbesondere in seiner geographischen Ausdehnung. Kein Land kann behaupten, immun zu sein ", fügte er hinzu.

Im vergangenen Jahr starben 25.000 Menschen durch Terroranschläge, weitere 33.000 wurden verletzt. „Wenn wir die Menschenrechte schützen, bekämpfen wir die Ursachen des Terrorismus. Die Macht der Menschenrechte ist stärker, als die Macht des Terrorismus", betonte Guterres.

COP23: UN-Generalsekretär Guterres fordert schnellere Umsetzung des Pariser Klimaabkommens

IMG 2588Generalsekretär António Guterres hat erklärt, dass ein Wechsel zu saubereren Energien das Wirtschaftswachstum eher behindern würde. Dies betonte er am Mittwoch auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP23) in Bonn vor Vertretern von fast 200 Nationen.

Er forderte außerdem mehr Ehrgeiz, mehr Führung und mehr Partnerschaften zur Bekämpfung des Klimawandels.
„Der Klimawandel ist die entscheidende Bedrohung unserer Zeit. Unsere Pflicht gegenüber zukünftigen Generationen besteht darin, Ehrgeiz zu wecken", sagte Guterres bei der Eröffnung des hochrangigen Segments der COP23.

An der Konferenz nahmen auch Staats- und Regierungschefs teil, darunter der französische Präsident Emmanuel Macron, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Premierminister von Fidschi, Frank Bainimarama, der auch Präsident der COP23 ist.

Die Regierungen sollten einen Preis für die Kohlenstoffemissionen festsetzen, um die globale Erwärmung zu bekämpfen, betonte Guterres. Er erklärte außerdem, dass die Welt nur fünf Jahre habe, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, das ehrgeizige Ziel zu erreichen, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu halten.

Er sagte Verhandlungsführern und Ministern, dass dies zwar drastische Einschnitte bei den Treibhausgasemissionen einfordern werde, diese Schritte jedoch immer noch erreichbar seien.

Guterres forderte die Staats- und Regierungschefs auf, bei der Bekämpfung des Klimawandels „Mut zu zeigen, wenn es darum gehe, tief verwurzelte Interessen zu bekämpfen": „Zeigen Sie Weisheit, indem Sie in die Zukunft investieren. Zeigen Sie Mitgefühl bei der Sorge, welche Welt wir für unsere Kinder errichten.“

Die Klimakonferenz, die am 6. November 2017 begonnen hat, findet ein Jahr nach dem Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens statt. Die Verhandlungen in Bonn werden am kommenden Freitag abgeschlossen.

 

Bonn: Investitionen in kohlenstoffarme Zukunft stehen bei UN-Klimakonferenz im Mittelpunkt

WorldBank Solar 200714. November 2017- Auf der UN-Klimakonferenz (COP23) in Bonn hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gefordert, Investitionen in den Klimaschutz zu erhöhen. Um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, müssten insbesondere Entwicklungsländer stärker unterstützt werden.

„Wir brauchen alle Finanzakteure - öffentlich, privat, national, international - Märkte und Aufsichtsbehörden, um effektiv zusammenzuarbeiten. Jedes Jahr sollten mindestens 1,5 Billionen Dollar für die Klimafinanzierung mobilisiert werden", sagte Eric Usher, Leiter der Finanzinitiative des UN-Umweltprogramms.

Im Rahmen des "Finance for Climate Day" auf der COP23 betonten hochrangige Vertreter ihre Bemühungen, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen und den durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg deutlich unter 2 Grad Celsius zu halten.

Sie betonten, dass jeder Dollar, der in die Senkung der Treibhausgasemissionen und die Anpassung an den Klimawandel investiert wird, wertvoll ist, weil er gleichzeitig die Agenda 2030 der internationalen Gemeinschaft für nachhaltige Entwicklung unterstützt.

Bonn: UN-Klimakonferenz rückt die Rolle von Frauen im Klimaschutz in den Fokus

11 12 2017 Climate Lesotho13. November 2017 – Bei der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 23) in Bonn, hat die fidschianische Präsidentschaft eine Einigung über einen Gender-Aktionsplan angekündigt. Die Rolle von Frauen im Klimaschutz soll laut dem Plan hervorgehoben werden.

Auf einer Pressekonferenz verkündeteten der Präsident der COP 23 und der Premierminister von Fidschi, Frank Bainimarama, dass der Plan zur Verabschiedung bereit stehe.

„Der Plan erkennt die wichtige Rolle der Frauen im Klimaschutz an", so Bainimarama. „Es geht um die Geschlechterintegration in die Arbeit rund um die Klimapolitik - sowohl national als auch international", fügte Nazhat Shameen Khan hinzu, Hauptverhandlungspartner der COP 23-Präsidentschaft.

Der UN-Generalsekretär, António Guterres, sowie Staats- und Regierungschefs werden vom 15. bis 16. November ebenfalls an der Konferenz in Bonn teilnehmen.

COP 23: Die Weltklimakonferenz in Bonn geht in ihre zweite und entscheidende Woche

une cop23 cle8cfcd1 1Bonn, 13. November 2017 – Bis Freitag wollen sich die Delegationen aus 195 Ländern darüber einigen, wie das Pariser Klima-Abkommen umgesetzt werden kann. Festgelegt werden muss zum Beispiel, wie der Kohlendioxid-Ausstoß künftig gemessen und angegeben wird. Ab Mittwoch finden die Gespräche auf Ministerebene statt. Auch UN-Generalsekretär Guterres, Bundespräsident Steinmeier, Kanzlerin Merkel und der französische Präsident Macron werden noch in Bonn erwartet. In den vergangenen Tagen waren prominente Gäste, unter anderem Al Gore und Arnold Schwarzenegger, bei der COP 23.

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