Freitag, 24 November 2017
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Schlagzeilen

UN ​-Bericht: 7.000 Neugeborene sterben jeden Tag

20. OktobSierraLeone newborn UN06519er 2017 – Die ​Sterblichkeitsrate von Neugeborenen​ muss gesenkt werden. Das hat das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) am Donnerstag in einem Bericht gefordert. Lebensrettende Technologien und Fachkenntnisse werden vor allem in Südasien und in Subsahara-Afrika ​gebraucht​.

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren ist zwar zurückgegangen, jedoch sterben weltweit täglich immer noch 7.000 Neugeborene, ein Anstieg von 41 auf 46 %.

„Durch die Zusammenarbeit von Entwicklungshelfern und Regierungen konnten 50 Millionen Kinder unter fünf​ Jahren seit dem Jahr 2000 gerettet werden. Doch ohne verstärkte Bemühungen, auch die hohe Sterblichkeitsrate von Neugeborenen zu senken, verliert der bisherige Fortschritt an Bedeutung“, betonte der Gesundheitsdirektor bei UNICEF, Stefan Swartling Peterson, in einer Presseerklärung.

„Wir haben das Wissen und die Technologien, die
gebraucht werden, wir müssen sie nur dort nutzen, wo sie am ​nötigsten sind“, forderte er.

UNICEF und Partneragenturen bringen 5.000 Kinder im Südsudan wieder mit ihren Familien zusammen

SouthSudan Wau UN068350 20119. Oktober 2017 – Seit dem Ausbruch des Konflikts im Südsudan 2013 wurden 5.000 Kinder erfolgreich wieder mit ihren Familien zusammengeführt. Dabei helfen das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF), Save the Children und weitere Partner.

„Familien zusammenzuhalten, ist der beste Weg, Kinder zu schützen. Aus diesem Grund sind die Programme zur Suche nach Familienangehörigen und für die Familienzusammenführung so wichtig“, betonte die UNICEF-Länderbeauftragte für den Südsudan, Mahimbo Mdoe, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

„Familie gibt Kindern ein Gefühl von Stabilität, Schutz und Unterstützung. Das ist unverzichtbar, gerade in Zeiten von Konflikt- und Krisensituationen“, sagte sie weiter.

Das letzte Kind, das von den Organisationen wieder mit seiner Familie zusammengeführt wurde, ist ein 17 Jahre alter Junge, der aus Tombura im Bundesstaat Western Equatoria geflohen war und fast vier Jahre von seiner Mutter getrennt lebte.

Tausende Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar stranden nahe der Grenze zu Bangladesh

Rohinga Border RF2131177Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat sich besorgt über die humanitäre Lage der rund 15.000 Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar geäußert, die an der Grenze zu Bangladesh gestrandet sind. „Seit Sonntagnacht haben zwischen 10.000 - 15.000 Flüchtlinge die Grenze von Bangladesh bei der Stadt Anjuman Para im Südosten des Landes passiert“, teilte UNHCR-Sprecher Andrej Mahecic in Genf mit.

„Viele Rohingya sagten, dass sie anfangs, trotz der Drohung getötet zu werden, in ihren Häusern bleiben wollten. Sie ergriffen erst die Flucht, als ihre Häuser bereits in Flammen standen“, so Mahecic.

Die bisherigen Spannungen zwischen den beiden Staaten sind in den vergangenen Monaten stark gewachsen. Seit dem 25. August sind bereits über eine halbe Millionen Rohingya aus Myanmar ins angrenzende Bangladesh geflohen.

Welternährungstag: Papst Franziskus fordert politisches Handeln gegen den Klimawandel, um globalen Hunger zu beenden

Pope wide17. Oktober 2017 - Um Nahrungssicherheit für alle Menschen zu erreichen, müssen der Klimawandel angegangen und Konflikte beendet werden. Das hat Papst Franziskus bei einer offiziellen Feier zum diesjährigen Welternährungstag im Hauptsitz der UN-Landwirtschafts- und Ernährungsorganistion (FAO) in Rom gefordert. "Es ist eindeutig, dass Kriege und der Klimawandel Ursache für Hunger sind. Tun wir also nicht so, als ob Hunger eine unheilbare Krankheit ist", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in seiner Rede.

Das Motto des disjährigen Welternährungstags lautet "Migration angehen durch Investitionen in Nahrungssicherheit und ländliche Entwicklung". Der Papst rief alle Regierungen zu mehr Zusammenarbeit auf, um freiwillige und sicherere Migration zu ermöglichen. Es sei außerdem "unglücklich", dass einige Staaten aus dem Pariser Abkommen zum Klimawandel austreten wollten. "Die Glaubwürdigkeit des gesamten internationalen Systems steht auf dem Spiel", so Franziskus.

Bewerbungsphase für das UN-Programm „Young Leaders“ eröffnet

16. Okto29983820322 15dc13cd2f ober – 17 junge Führungskräfte aus aller Welt, die mit ihren innovativen und zukunftsweisenden Initiativen für die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen kämpfen. Das ist die Gruppe der „Young Leaders“, die im letzten September zum ersten Mal von einer internationalen Jury ausgewählt wurde.

Die Programm-Teilnehmer/innen haben die unterschiedlichsten Hintergründe und kommen aus den Bereichen Ernährung, Mode und Wirtschaft. Gemeinsam motivieren und aktivieren die Blogger, Designer und Führungspersonen junge Menschen für die 17 SDGs einzustehen.

Für das kommende Jahr werden wieder 17 junge „Weltveränderer“ gesucht, die mit ihren Initiativen bereits ein Zeichen gesetzt und junge Menschen erfolgreich in ihre Arbeit integriert haben. Als Young Leaders haben Sie die Chance, ihre Arbeit in einem größeren Kontext fortzusetzen und in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen weitere Kampagnen zu entwickeln.

Die Bewerbungsfrist ist der 3. November 2017. Weitere Informationen über das Programm und zur Bewerbung finden Sie unter: http://sdgyoungleaders.org/about/.

„Der Austritt der USA aus der UNESCO ist ein Verlust für den Multilateralismus“

13. Oktober 07 15 2016Heritage2017 – Die Generaldirektorin der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), Irina Bokova, hat ihr tiefes Bedauern über die Entscheidung der USA, aus der UNESCO auszutreten, geäußert: „Das ist ein Verlust für die UNESCO, aber auch für die gesamte Familie der Vereinten Nationen und für den Multilateralismus.“

Auch wenn „die Allgemeinheit die Mission der UNESCO, den internationalen Frieden herzustellen, den Kampf gegen Hass und Gewalt zu stärken und die Menschenrechte zu verteidigen kritisch sieht, wird die UNESCO für ihr Ziel einer friedlichen und gerechten Welt im 21. Jahrhundert weiter kämpfen", so Bokova.

Die Generaldirektorin stellte außerdem klar, dass sie davon überzeugt sei, dass die USA trotz ihres Austritts weiterhin die Handlungen und Ziele der UNESCO unterstützen werden.

 

Roboter Sophia zu Gast bei UN-Sitzung zur künstlichen Intelligenz und nachhaltigen Entwicklung

12. Oktob737776 Amina roboter 2017 – Grund für langanhaltenden Applaus hat bei der UN-Veranstaltung: Die Zukunft von allem – nachhaltige Entwicklung im Zeitalter des rapiden technologischen Fortschritts, der menschenartige Roboter Sophia geboten, der mit der stellvertretenden UN-Generalsekretärin Amina J. Mohammed interagierte.

Auf die Frage von Mohammed, was die UN tun könne, um Menschen in vielen Teilen der Welt zu helfen, die keinen Zugang zu Elektrizität oder dem Internet haben, antwortete Sophia: „Die Zukunft ist jetzt. Doch gerade haben wir eine Ungleichverteilung auf der Welt und künstliche Intelligenz könnte dabei helfen die vorhandenen Rohstoffe auf der Welt, wie Essen und Energie gleichmäßiger zu verteilen.“

In ihrer Eröffnungsrede bekräftigte die stellvertretende UN-Generalsekretärin aber, dass „ der Einfluss von Technologien auf unsere Gesellschaft durch die Handlungen von uns Menschen bestimmt werden sollten, nicht durch Maschinen.“

UN-Gesandter für Jemen: „Fehlendes Interesse“ an Konfliktlösung

Yemen OCHA slum Sanaa11. Oktober 2017 – Der UN-Sondergesandte für den Jemen, Ismail Ould Cheikh Ahmed, hat den fehlenden Fortschritt auf dem Weg zu einer Lösung des Konflikts im Jemen kritisiert. Während die Menschen im Jemen unter einer menschgemachten humanitären Katastrophe litten, verstellten die Konfliktparteien weiter den Weg zu einer friedlichen Lösung, berichtete Ahmed vor dem Sicherheitsrat.

„Auf dem Schlachtfeld im Jemen gibt es keine Gewinner. Die Verlierer sind die jemenitischen Menschen, die unter diesem Krieg leiden“, sagte Ahmed. Er fügte hinzu: „Während die einflussreichen Politiker immer reicher werden, leidet die jemenitische Bevölkerung unter wachsender Armut.“ Aus Angst vor Machtverlust fehle innerhalb der Konfliktparteien vielerseits das Interesse an einer friedlichen Lösung, so der UN-Vertreter.

John Ging, Direktor des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), erklärte gestern vor dem Sicherheitsrat, dass die Hilfsmittel für das Land weiterhin sehr knapp seien. Bis zum heutigen Tag stehen nur 55% der 2,3 Milliarden US-Dollar zur Verfügung, die gebraucht werden, um die humanitäre Hilfe der zwölf Millionen hilfsbedürftigen Menschen im Jemen zu gewährleisten. Der UN-Sondergesandter Ahmed versicherte, dass die Vereinten Nationen weiterhin ihre politischen, logistischen, administrativen und beratenden Instrumente nutzen werden, um das Land auf dem Weg zum Frieden zu begleiten; jedoch könnten nur die Kriegsparteien den Frieden herbeiführen.

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