Sonntag, 19 November 2017
UNRIC logo - Deutsch
                

Schlagzeilen

72. Sitzung der Generalversammlung in New York eröffnet

732004 Lajcak13. September 2017 – Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat ihre 72. Sitzung mit dem Fokus eröffnet, sich für Frieden und ein würdiges Leben für alle auf einem gesunden Planeten einzusetzen. „Die UN wurde für Menschen kreiert“, sagte Miroslav Lajčák in seiner ersten Ansprache als Präsident der Generalversammlung. „Die Menschen, die die UN am meisten benötigen sitzen heute nicht in diesem Raum. Sie sind nicht involviert in die Verhandlungen der Resolutionen. Sie sind nicht teil von hochrangingen Veranstaltungen. Es ist eine der Aufgaben der Generalversammlung sicherzustellen, dass diese Stimmen immer noch gehört werden.“ Lajčák übernimmt die Präsidentschaft eine Woche vor Beginn der hochrangigen Debatte in der Generalversammlung. Er hoffe, so der Slowake, dass die 193 teilnehmenden Mitgliedsstaaten sich gegenseitig mit Respekt behandeln. Ein ausführliches Interview mit dem Diplomaten über seine einjährige Anstellung und seine Agenda, die von Konfliktprävention und Migration bestimmt ist, finden Sie hier
Auch UN-Generalsekretär António Guterres betonte, dass sich die Arbeit der Vereinten Nationen auf die Menschen konzentrieren müsse und unterstrich seine vorgeschlagenen Reformen zur Vereinfachung der Struktur der Vereinten Nationen. 

​Demokratische Volksrepublik Korea​ : Sicherheitsrat verabschiedet bisher strengste Resolution

731860 DPRK12. September 2017 – Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat einstimmig beschlossen schärfere Sanktionen gegen die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) zu verhängen. Dabei werden Einschränkungen im Ölexport durchgesetzt​, Textilimporte des Landes und der Zugang zu Flüssiggasen verboten und Frachtschiffe ​i​n Häfen strenger kontrolliert. In dem bewilligten Text strebt der 15-köpfige Rat an, ab Oktober raffinierte Erdölprodukte auf bis zu 500.000 Barrel zu begrenzen, ab Januar auf bis zu 2 Millionen Barrel pro Jahr . Die Beschränkung gilt für ein ​Jahr. Außerdem richtet sich die Resolution gegen Bürger der DVRK, die außerhalb des Landes arbeiten und die „ausländische Exporteinnahmen erzeugen, die die DVRK zur Unterstützung ihrer verbotenen nuklearen und ballistischen Raketenprogramme einsetzt." Die Resolution folgt auf den am 3. September durchgeführten Atomtest, den der Sicherheitsrat verurteilte und die damit verbundene Verletzung von acht Beschlüssen aus dem Jahr 2006, die "große regionale Sicherheitsimplikationen" haben könnten.

270.​000 Flüchtlinge von Myanmar nach Bangladesch: UN erhöht Notmaßnahmen

Myanmar CoxBazar Rohingya UDie UN-Migrationsagentur hat heute bestätigt, dass 270.​000 Menschen in den vergangenen zwei Wochen vor Gewalt in Myanmar nach Bangladesch geflohen sind. Die Zahl der Neuankömmlinge in Bangladesch steigt stetig.
Die Internationale Organisation für Migration (IOM) erklärt, dass die Geflüchteten bei ihrer Ankunft nach einem Platz in den bestehenden Noteinrichtungen Ausschau halten, allerdings seien die Kapazitäten dieser Einrichtungen schon ausgeschöpft. Drei neue Camps wurden deshalb errichtet, die Ausstattung dieser Zentren ist allerdings noch mangelhaft.
Der Zentrale Fonds​ für die Reaktion auf Notsituationen CERF verkündete gestern, ​sieben​ Millionen Dollar für die Hilfe der ​t​ausenden mittelosen Menschen aus Myanmar in Bangladesch zur Verfügung zu stellen.

UN leistet Hilfe nach Wirbelstürmen

Die Organisationen der Vereinten Nationen unterstützen Hilfskräfte im Zuge des Hurrikans Irma, der bereits auf Antigua und Barbuda und anderen karibischen Inseln verheerend war und nun Kurs auf die Vereinigten Staaten nimmt.

Irma 0809
Nach Angaben des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat Irma, ein Sturm der Kategorie 5, in den frühen Morgenstunden des 6. September die nordöstlichen karibischen Inseln erreicht; betroffen sind Antigua und Barbuda, Anguilla, die Britischen Jungferninseln, Saint-Barthélemy, St. Martin, die Amerikanischen Jungferninseln und weitere Inseln im östlichen Karibischen Meer.

Etwa 49 Millionen Menschen, darunter mehr als 10,5 Millionen Kinder, könnten direkt vom Kurs des Wirbelsturms betroffen sein. Der neue UN-Nothilfe-Koordinator Mark Lowcock betonte: "Schon bevor der Sturm die Karibikinseln erreichte haben die humanitären Organisationen Vorkehrungen getroffen, um nationale und regionale Hilfsmaßnahmen vor Ort zu unterstützen." Erste Schätzungen deuten darauf hin, dass schon 74.000 Menschen –  darunter 20.000 Kinder –  von den Schäden des Hurrikan betroffen sind.

Lokale Behörden erklärten, Kommunikationsnetze seien in vielen betroffenen Gebieten entweder ganz oder teilweise beschädigt. Straßen, Brücken, Krankenhäuser und Schulen sind ebenfalls unterschiedlich stark von den Sturmschäden betroffen.

Gestern bestätigte das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP), dass es mehrere Experten in die Krisengebiete schickt, um die Bevölkerung bei den Wiederaufbaumaßnahmen zu unterstützen."Der Hurrikan könnte die Lebensgrundlage der Menschen direkt beeinflussen und überlebenswichtige Aktivitäten der Menschen, Gemeinden und Länder stark beeinträchtigen; so z.B. die Landwirtschaft, das Fischereigewerbe sowie kleine und mittlere Unternehmen", sagte Jessica Faieta, UNDP Regionaldirektorin für Lateinamerika und die Karibik.

Vor ​Hurrikan Irma: ​UNICEF legt ​Vorräte ​an und schafft Kommunikationswege zu Jugendlichen

697656 hurricane7. September 2017 – Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hat davor gewarnt , dass Hurrikan Irma innerhalb weniger Stunden verheerende Schäden auf den karibischen Inseln anrichten und die Leben tausender Kinder bedrohen könne. „Obwohl sich die Ausmaße Irmas in der Region noch nicht vollständig abzeichnen, liegt die Sorge von UNICEF hauptsächlich auf der Wasser- und Nahrungsversorgung, sowie auf der gesundheitlichen Versorgung und dem Schutz von Kindern und Jugendlichen“, hieß es in einer Stellungnahme von UNICEF. Die UNICEF​-Büros in der Region haben ​mit der Notfall​planung begonnen und arbeiten mit den Regierungen zahlreicher kar​i​bischer Inseln zusammen, darunter Antigua und Barbuda, der Dominikanischen Republik, Haiti und Kuba. Vorräte an Trinkwasser, unverderblichen Lebensmitteln und Medikamenten, sowie Notfallpakete stehen in den am stärksten betroffenen Gebieten zur Verteilung bereit. ​UNICEF hat auch seine "U-Report"-Plattform aktiviert, mit der dringende Mitteilungen über Facebook und andere soziale Kanäle ausgetauscht werden können.

Das Verschwindenlassen von Menschen – noch heute ein Verbrechen

Enforced DisappearancesDas erzwungene V​erschwindenlassen ist kein Verbrechen der Vergangenheit - es geschieht noch heute. Stellte das Verschwindenlassen in der Vergangenheit weitgehend ​eine Praxis in ​Militärdiktaturen dar, so ist das Verbrechen heutzutage häufig auch ein Mittel der politischen Unterdrückung. Es ist ein globales Problem, das sich nicht auf eine bestimmte Region der Welt beschränkt und in vielen Ländern zunimmt. Diese Praxis wirkt sich nicht nur auf die Opfer und ihre Familien aus, sie hat auch Auswirkungen auf die Gesellschaft als Ganzes indem sie die Verbreitung von Terror fördert und ein Gefühl der Unsicherheit innerhalb einer Gemeinschaft hervorruft. Um auf dieses globale Problem aufmerksam zu machen, wählte die UN-Generalversammlung im Jahr 2010 den 30. August zum Internationalen Tag der Opfer des Verschwindenlassens.

Schon 1992 nahm die Generalversammlung der Vereinten Nationen in ihrer Resolution 47/133 die Erklärung über den Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen an, 2010 trat das Internationale Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen in Kraft. Anders als die Erklärung ist das Übereinkommen ein rechtlich bindendes Instrument, das die Einführung von spezifischen internationalen Handlungsinstrumenten ermöglicht, so geschehen mit der Entstehung des Ausschusses für das Verschwindenlassen. Das Übereinkommen stellt einen bedeutenden völkerrechtlichen Fortschritt dar, da es die Praxis des Verschwindenlasssens präzise definiert, nämlich als eine "Verhaftung, Inhaftierung, Entführung oder irgendeine andere Form der Freiheitsentziehung durch Staatsangehörige oder Gruppen von Personen, die mit einer Ermächtigung, Unterstützung oder Zustimmung des Staates handeln". Das Verbrechen kann dank der Konvention gezielt adressiert und effektiver bekämpft werden.

Zweifellos ist das erzwungene Verschwinden eine der abscheulichsten Menschenrechtsverletzungen. Die Opfer dieser Praxis werden häufig gefoltert, sie leben in ständiger Angst um ihr Leben. Ihre Familien sind unwissend über das Schicksal ihrer Lieben, ihre Gefühle wechseln zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

Bis zum heutigen Tag haben 57 Länder das Übereinkommen ratifiziert, bis 2022 sollen insgesamt 114 Länder ihre Unterschrift unter die Konvention gesetzt haben, erklärte das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Menschenrechte (UNHCHR).

Nordkorea: Guterres warnt nachdrücklich vor Krieg

731265 guterresDas Risiko eines Nuklear-Konflikts mit Nordkorea ist nach Ansicht von UN-Generalsekretär Guterres die derzeit gefährlichste Krise. Ein Krieg müsse unbedingt verhindert werden, sagte Guterres vor Journalisten in New York. Die möglichen Konsequenzen einer Militäraktion seien zu schrecklich. Zugleich verurteilte der Generalsekretär erneut den nordkoreanischen Atomtest vom Sonntag, bei dem das kommunistische Land nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe gezündet hatte. Guterres rief das Land auf, sich an internationale Verpflichtungen zu halten. Nach den Worten des nordkoreanischen UN-Botschafters Han Tae Song wird sich Pjöngjang niemals irgendwelchen Sanktionen beugen. Solange die feindliche Politik der USA andauere, werde man keinen Zentimeter von der eigenen Nuklearpolitik abrücken, erklärte Han.

COP23: Unterzeichnung des Abkommens für die Klimakonferenz im November

IMG 1997Der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Walter J. Lindner und Patricia Espinosa, Exekutivsekretärin des Sekretariats des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) haben in Bonn das „Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Sekretariat des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen, des Kyoto-Protokolls und des Übereinkommens von Paris über die Konferenz der Vereinten Nationen über Klimaänderungen – November 2017“ unterzeichnet.
Staatssekretär Lindner sagte anlässlich der Unterzeichnung des Abkommens zur COP23: „Klimawandel verknappt oft Wasser- und Nahrungsvorräte, führt zu Konflikten um Land und Ressourcen und erzeugt so Flucht- und Migrationsdruck. Die Klimakonferenz COP23 in Bonn hat deshalb eine besondere und weltweite Relevanz.“ Exekutivsekretärin Espinosa fügte hinzu: „Bonn ist VN-Stadt und wird jetzt immer mehr auch zu einem echten Zentrum für Nachhaltigkeitspolitik. Im November wird Deutschland für die Teilnehmer - Staatschefs, Minister, Vorstandsvorsitzende großer Unternehmen, Vertreter der Zivilgesellschaft und Jugendliche - zum klimapolitischen Dreh- und Angelpunkt werden.“
Das bilaterale Abkommen zwischen dem Auswärtigen Amt und dem Klimasekretariat UNFCCC bildet den Rechtsrahmen für die Durchführung der 23. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention (COP23), die vom 6. bis 17. November in Bonn stattfindet. In diesem Jahr hat der Inselstaat Fidschi die Präsidentschaft der Konferenz inne, während Deutschland als „technischer Gastgeber“ fungiert und bei der Organisation der COP23, zu der etwa 20.000 Teilnehmer erwartet werden, unterstützt.

Seite 7 von 166

7

Praktikant/-in für Bonner UNRIC-Büro gesucht

UNRIC bietet im Bonner Büro ein 8- bis 12-wöchiges Praktikum ab März 2018 an.
Bewerber/-innen sollten sich noch im Studium befinden, oder vor kurzem ihr Studium beendet haben und erste Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder im Journalismus besitzen.
Sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse sind Voraussetzung. Das Praktikum ist unbezahlt.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an:
[email protected]

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777

UN Card 2016 DE 250px front