Freitag, 24 November 2017
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Schlagzeilen

Guterres ​"​ schockiert ​"​ über Guatemalas Entscheidung Anti-Korruptionsermittler auszuweisen

Ivan Velasquez28. August 2017 – UN-Generalsekretär António Guterres ist schockiert darüber, dass der guatemaltekische Präsident Jimmy Morales eine Stellungnahme veröffentlicht hat, in der er den Vorsitzenden der unabhängigen Anti-Korruptionskommission, die von den Vereinten Nationen unterstützt wird, als ‚Persona non grata‘ bezeichnet. „Er [Guterres] erwartet dass Iván Velásquez von den guatemaltekischen Behörden aufgrund seiner Funktion als internationaler Staatsbeamter mit entsprechendem Respekt behandelt wird, “ heißt es in einer Stellungnahme der Vereinten Nationen.Außerdem habe die Internationale Kommission gegen die Straffreiheit in Guatemala (CICIG) unter der Führung von Velásquez einen entscheidenden Beitrag geleistet, Institutionen im Justizbereich in Guatemala zu stärken und in zahlreichen Fällen für Gerechtigkeit zu sorgen. Bei einem Treffen mit Präsident Morales im Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York vor einigen Tagen betonte Guterres wiederholt das Engagement der Vereinten Nationen, Straffreiheit und Korruption zu bekämpfen, und die anhaltende Unterstützung der UN für den Auftrag der CICIG.

UNHCR: Weniger Flüchtlinge kommen nach Europa aber Überfahrt bleibt tödlich

11 11 2015Asylum Seekers25. August 2017 – Weniger Flüchtlinge und Migranten sind im letzten halben Jahr in Europa angekommen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen auf ihrem Weg nach Europa sterben ist weiterhin „alarmierend hoch“, berichtete das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und rief zu erneuten Maßnahmen auf, die Menschen zu beschützen. Laut dem Bericht Desperate Journeys sind 2.253 Menschen gestorben oder auf See verloren gegangen und mindestens 40 auf Landwegen nahe der Europäischen Grenze gestorben.
„Maßnahmen zu ergreifen, um die Zahl der Flüchtlinge und Migranten, die in Europa ankommen, zu reduzieren, ohne gleichzeitig Friedensförderung, Entwicklung und sichere Wege zu verstärken, ist moralisch inakzeptabel", sagte Filippo Grandi, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen. „Wir können es uns nicht leisten, solche Verstöße, die offensichtlich stattfinden, zu ignorieren, nur weil sie nicht direkt vor unseren Augen passieren.“
Im Hinblick auf die Überfahrt zeigt der Bericht, dass die Mittelmeer-Überquerungen im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark zurückgingen, was vor allem auf einen Rückgang von 94 Prozent der Menschen, die den Seeweg von der Türkei nach Griechenland nutzen, zurückzuführen ist. Unterdessen sind die Überquerungen von Nordafrika nach Italien auf dem gleichen Niveau wie im vergangenen Jahr geblieben, sagte das UNHCR und fügte hinzu, dass Gewalt und Missbrauch auf der Reise weit verbreitet sind. Etwa 11.400 derjenigen, die in der ersten Jahreshälfte nach Italien kamen, waren nach den jüngsten Zahlen Kinder ohne Begleitung oder getrennt von ihren Familien. Der UNHCR-Bericht zeigt auch einen Anstieg der Ankünfte in Spanien, wobei in diesem Jahr 9.500 Menschen das Land erreichten, verglichen mit 4.936 in den ersten Monaten des Jahres 2016.

Australierin Jane Connors zur ersten UN-Vertreterin für Opfer sexuellen Missbrauchs ernannt

626408 connors24. August 2017 – UN-Generalsekretär António Guterres hat Jane Connors, eine australische Rechtsanwältin und langjährige Menschenrechtsaktivistin, zur ersten UN-Vertreterin für die Rechte der Opfer sexuellen Missbrauchs ernannt.
Die Ernennung steht im Einklang mit dem Versprechen des Generalsekretärs, das er in seinem Bericht über besondere Maßnahmen zum Schutz vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch gegeben hatte. Darin betonte er, dass die Vereinten Nationen die Rechte und die Würde der Opfer an die Spitze ihrer Bemühungen im Bereich Prävention und Reaktion setzen werden. Connors, derzeit International Advocacy Director, Law and Policy, für Amnesty International in Genf, bringt eine langjährige und facettenreiche Karriere im Bereich der Menschenrechte und humanitären Hilfe, der Wissenschaft, den Vereinte Nationen und Zivilbehörden mit in ihr Amt. Sie wird mit staatlichen Institutionen, der Zivilgesellschaft und nationalen, rechtlichen und Menschenrechtsorganisationen zusammenarbeiten, um Netzwerke für Unterstützung zu schaffen und dafür zu sorgen, dass die volle Wirkung der lokalen Gesetze, einschließlich der Mittel für die Opfer, ausgeübt werden.Bevor sie zu Amnesty International kam, war sie Direktorin der Abteilung für Forschung und Recht auf Entwicklung beim UN-Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR). Von 1996 bis 2002 war sie Vorsitzende der Frauenrechtsabteilung für die Förderung der Frauen in der UN-Abteilung Wirtschaft und Soziales in New York.

Syrien: UN verurteilt Angriffe auf Zivilisten und Infrastruktur durch Bombenangriffe in Raqqa

06 28 2017 UN06603923. August 2017 – Vertreter der humanitären Organisationen der Vereinten Nationen in Syrien haben ihre tiefe Besorgnis über Berichte geäußert, denen zufolge viele Zivilisten bei Bombenangriffen und weiteren Attacken vor einigen Tagen in Raqqa getötet wurden. In der Stadt kämpfen Koalitionskräfte gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). „Die UN verurteilen die Attacken, die gegen Zivilisten und die zivile Infrastruktur gerichtet waren. Die humanitäre Gemeinschaft erinnert alle beteiligten Parteien daran, ihre Verpflichtungen nach internationalem, humanitärem Recht einzuhalten, um Zivilisten zu beschützen und alle Anstrengungen zu unternehmen, um zivile Opfer zu verhindern“, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Schätzungen zufolge wurden 75.000 Menschen in Raqqa aus ihrer Heimat vertrieben. Es bleiben jedoch 18.000 bis 25.000 Menschen in der Stadt eingeschlossen, die dem Risiko ausgesetzt sind von IS-Schützen oder Minen getötet zu werden, falls sie fliehen sollten oder als menschliches Schutzschild benutzt zu werden, sollten sie in Raqqa bleiben.

ILO startet Globale Kommission zur Zukunft der Arbeit

01 28 2015Worker Turkey22. August 2017 – Die Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) hat eine hochrangige, internationale Kommission ins Leben gerufen, welche den Weg in eine Zukunft der menschenwürdigen und nachhaltigen Arbeitsmöglichkeiten für alle erfassen soll und die Herausforderungen der sozialen Gerechtigkeit in der heutigen, schnelllebigen Arbeitswelt bewältigen soll. „Es ist extrem wichtig, dass wir uns diesen Herausforderungen stellen und erkennen, dass die Zukunft der Arbeitswelt nicht im Vorhinein festgelegt ist“, sagte Guy Ryder, Generaldirektor der ILO bei der Präsentation der Globalen Kommission zur Zukunft der Arbeit. Laut ILO soll die Kommission detaillierte Untersuchungen über die Zukunft der Arbeit durchführen, die die analytische Basis für soziale Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert liefern können. Besonders die Beziehung zwischen Arbeit und Gesellschaft, die Herausforderung, angemessene Arbeitsplätze für alle zu schaffen, die Organisation von Arbeit und Produktion und die Kontrolle der Arbeit sollen genauer untersucht werden. „Es ist eine Zukunft, die wir nach unseren Werten und Präferenzen gestalten müssen und die wir durch gemeinsam entworfene Gesetze realisieren“, fügte Ryder hinzu.
Während der Vorbereitungen für das internationale Gremium in den vergangenen 18 Monaten nahmen die drei Bestandteile der ILO – Regierungen, Arbeitgeber und Arbeitsorganisationen – an nationalen Gesprächen in über 110 Ländern teil. Ihre Ergebnisse werden in den unabhängigen Ergebnisbericht einfließen, der auf der Internationalen Arbeitskonferenz der ILO 2019 vorgestellt wird.

Syrien: Mehr als 350.000 Kinder gegen Kinderlähmung geimpft

Syria polio 2016 UN01810221. August 2017 – Eine Kampagne der Vereinten Nationen in Syrien zur Impfung gegen Kinderlähmung hat mehr als 355.000 Kinder unter 5 Jahren in zwei Bezirken erreicht, in denen Gewalt den Zugang besonders erschwert hatte. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und weitere Partner haben als Reaktion auf den jüngsten Ausbruch von Polioviren eine erste Runde der Impfkampagne in Deir er-Zor und Raqqa durchgeführt.„UNICEF bedankt sich bei allen lokalen Partnern und Gesundheitsmitarbeitern für ihre außerordentlichen Bemühungen und ihr Engagement bei der Impfung der Kinder gegen diese schwere Krankheit“, sagte Fran Equiza, UNICEF Vertreter für Syrien, in einer Stellungnahme. „Kein Kind sollte mit den verheerenden Folgen von Polio leben müssen.“ Das ist der zweite Polio-Ausbruch in Syrien seit Beginn des Konflikts 2011. Die anhaltende Gewalt hat auch die Gesundheitsinfrastruktur zerstört und den normalen Impfbetrieb unterbrochen, besonders in Deir ez-Zor und Raqqa. Vor der Krise war Syrien frei von Polio mit einer Immunisierungsrate von über 80 Prozent. Inzwischen liegt die nationale Impfabdeckung bei gerade einmal über 40 Prozent.

Erneuter Hilfeaufruf: Südsudan-Flüchtlinge in Uganda übersteigen eine Million

Uganda SouthSudan 726739 2018. August 2017 – Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat erneut zu verstärkter Unterstützung für Flüchtlinge aus dem Südsudan in Uganda aufgerufen. Die Anzahl der Flüchtlinge in Uganda war vor kurzem auf über eine Million gestiegen. „In den letzten 12 Monaten sind im Schnitt täglich 1.800 Südsudanesen in Uganda angekommen“, hieß es in einer Stellungnahme des UNHCR. „Zusätzlich zu den Flüchtlingen dort sind eine weitere Millionen oder sogar mehr Flüchtlinge aus dem Südsudan im Sudan, in Äthiopien, in Kenia, in der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik untergekommen.“ Mehr als 85 Prozent der Flüchtlinge, die in Uganda angekommen sind, waren Frauen und Kinder unter 18 Jahren. UNHCR betonte, dass obwohl 674 Millionen Dollar für die Versorgung der Flüchtlinge aus dem Südsudan in Uganda benötigt werden, lediglich ein Fünftel des Betrags – 21 Prozent – erhalten wurde. Der Rückstand in den Zuschüssen in Uganda macht sich nun deutlich bemerkbar und führt dazu, dass überlebenswichtige Hilfe und die Grundversorgung für die Flüchtlinge gefährdet ist. „Im Juni sah sich das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) gezwungen, die Essensrationen für Flüchtlinge zu kürzen. In den Unterkünften im Norden Ugandas sind medizinische Versorgungsstätten gezwungen medizinische Versorgung mit zu wenig Ärzten, Gesundheitsmitarbeitern und Medizinern durchzuführen“, hieß es in der Erklärung des UNHCR.

Guterres ernennt früheren Bundespräsidenten Köhler zum Sonderbeauftragten für Westsahara

121728 kohler17. August 2017 – Generalsekretär António Guterres hat Horst Köhler, Deutschlands ehemaligen Bundespräsidenten, zum UN-Sonderbeauftragten für den Westsahara-Konflikt ernannt. Der neue Sonderauftragte folgt auf den Amerikaner Christopher Ross, der seine Mission am 30. April 2017 beendete. Guterres ist Ross für seine unermüdlichen Bemühungen und sein Engagement sehr dankbar. Ross half die Verhandlungen zwischen den Parteien zu herzustellen, um eine gerechte, dauerhafte und für alle akzeptable Lösung zu finden, die den Menschen in Westsahara die Selbstbestimmung ermöglichen soll. Köhler bringt mehr als 35 Jahre an Erfahrung in der Regierung und internationalen Organisationen mit, darunter als Bundespräsident (2004-2010), als geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington, D.C. (2000-2004), und als Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) in London (1998-2000). Außerdem diente er als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium (1990-1993) bevor er zum Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands ernannt wurde (1993).

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