Samstag, 18 November 2017
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Schlagzeilen

Emissions Gap Report 2017: Noch viel Arbeit

Emission NeuDas Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat die Ergebnisse des „Emissions Gap Report 2017“ am deutschen Stand bei der Klimakonferenz in Bonn (COP23) vorgestellt. Die Autoren des Berichts, die ihre jeweiligen Schwerpunktgebiete präsentierten, gehen dabei in dem seit 2010 jährlich erscheinenden Bericht der Frage nach, ob es eine Lücke zwischen den Verpflichtungen der Länder und den nationalen Umsetzungsplänen gibt. Der diesjährige Bericht untersucht dies unter der Berücksichtigung der Ziele des Pariser Klima-Abkommens. „Es ist wichtig, dass wir jetzt die genauen Implementierungs-Richtlinien festlegen“, sagte Karsten Sach, Leiter der Abteilung „Klimaschutz, Europa und Internationales“ im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Dabei sei insbesondere die Transparenz der verschiedenen Maßeinheiten von großer Bedeutung. Die Analyse legt neben einigen positiven Entwicklungen dennoch offen, dass große Emissionslücken vorliegen und setzt unter anderem auf erneuerbare Energien, höhere Kosten für Kohle und modernere Technologien als mögliche Lösungsansätze. 

COP23 startet mit Appell zum Pariser Klimaabkommen

DN8LAVnW0AAQSrf.jpg large6. November 2017 - Die diesjährige UN-Klimakonferenz hat heute mit einem starken Appell in Bonn begonnen. Viele Redner forderten, dass es oberstes Ziel bleiben müsse, den Weg des Pariser Klimaschutzabkommens gemeinsam zu beschreiten.

Die Eröffnung der diesjährigen Konferenz (COP23) findet vor dem Hintergrund zahlreicher Naturkatastrophen statt, die allesamt die Ernährungssicherheit bedrohen.

"Überall auf der Welt leiden viele Menschen - verwirrt von den gegen sie gerichteten Kräften. Unsere Aufgabe als Führungskräfte ist es, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln auf das Leid zu reagieren", sagte der neu gewählte Präsident der COP23, der fidschianische Premierminister Frank Bainimarama. „Das bedeutet, dass wir unsere Verpflichtungen in vollem Umfang erfüllen und uns nicht von ihnen zurückziehen", forderte er.


Die UN-Exekutivsekretärin des Klimasekretariats, Patricia Espinosa, betonte in ihrer Eröffnungsrede: „Mit der Agenda für nachhaltige Entwicklung haben wir einen klaren Weg vor uns, den Klimawandel und die nachhaltige Entwicklung gemeinsam anzugehen."

Fast 900.000 mutmaßliche Cholera-Fälle im Jemen

3. November 20Lowcock Yemen cholera17 - Der kriegszerrüttete Jemen hat derzeit mit der am schnellsten wachsenden Cholera-Epidemie zu kämpfen. Das Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (OCHA) hat am 1. November knapp 900.000 Verdachtsfälle registriert, darunter viele Kinder. Insgesamt gab es seit dem 27. April fast 2.200 Todesfälle.

OCHA warnt davor, dass der Jemen vor dem größten Nahrungsnotstand der Welt stünde. Nach mehr als zwei Kriegsjahren benötigten fast 21 Millionen Menschen dringend Hilfe, von denen sieben Millionen unter schwerer Hungersnot leiden.



„Die humanitäre Antwort auf die schlimmste Hungerkrise der Welt und den schlimmsten Cholera-Ausbruch muss mit allen Mitteln ausgestattet werden", sagte UN-Nothilfekoordinator, Mark Lowcock, während seiner jüngsten Mission im Jemen. „Der humanitäre Aktionsplan der Vereinten Nationen wird bis jetzt nur zu 56 Prozent finanziert. Ich weiß, dass wir mehr können."

Vor diesem Hintergrund forderte er die Geberländer auf, ihre Unterstützung für den Aktionsplan zu verstärken, um damit wirksam gegen die schwere Krise im Land vorzugehen.

Aktueller UNICEF-Bericht über Gewalt gegen Kinder

Honduras violence children 2. November 2017 - Etwa 300 Millionen Kinder weltweit sind Opfer von Gewalt. Zu diesem Ergebnis kommt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Demnach sind drei Viertel der zwei- bis vierjährigen Kinder zu Hause psychologischer Aggression oder körperlicher Gewalt ausgesetzt.

„Die Gewalt, die Kindern auf der ganzen Welt zugefügt wird, verursacht einen enormen Schaden", sagte UNICEF-Chef für den Kinderschutz, Cornelius Williams, in einer Pressemitteilung. Außerdem heißt es in dem Bericht "A Familiar Face: Violence in the lives of children and adolescents“, dass weltweit 176 Millionen Kinder bei einer Mutter leben, die ebenfalls Opfer von Gewalt durch ihren Partner ist.

Um die Gewalt gegen Kinder zu beenden ruft UNICEF alle Regierungen dazu auf, umgehende Maßnahmen zu ergreifen und nationale Aktionspläne zu verabschieden. Weitere Empfehlungen betreffen die Beschränkung des Zugangs zu Waffen, die Ausbildung von Kindern, Eltern und Lehrern sowie eine verbesserte und konsequente Datenerhebung zu Missbräuchen.

Kohlendioxid-Gehalt in der Erdatmosphäre erreicht neuen Höchstwert

Die CO205 24 2016AirPollute-Emissionen haben im Jahr 2016 im Rekordtempo neue Höchststände erreicht. Dies gab die Weltorganisation für Meteorologie der Vereinten Nationen (WMO) am Montag bekannt.

Petteri Taalas, Generalsekretär der WMO, hatte die Zahlen in Genf während der Präsentation des WMO Greenhouse Gas Bulletin veröffentlicht.

„Wir haben noch nie einen so großen Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in einem Jahr erlebt, wie 2016", warnte Taalas. Es sei an der Zeit, dass die Regierungen ihre Zusagen erfüllen, die sie 2015 im Rahmen des Pariser Klimaabkommens festgelegt haben.

Zwei Jahre nach der Konferenz in Paris (COP21) treffen sich ab der kommenden Woche tausende Teilnehmer bei der Weltklimakonferenz (COP23) in Bonn, um die Umsetzung des historischen Abkommens voranzutreiben.

UN-Forum zur Stärkung von Partnerschaften zwischen Regierungen und Unternehmen

30. Okto09 15 2016Bahrainber 2017 - Am Dienstag beginnt in Bahrain das World Entrepreneurs Investment Forum mit mehr als tausend Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Akademie. Das Ziel des Forums ist, globale Partnerschaften, Unternehmertum und Investitionen für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu stärken. Organisiert wird die Veranstaltung von der Organisation für industrielle Entwicklung der Vereinten Nationen (UNIDO) in Zusammenarbeit mit der Regierung von Bahrain.

„Mit der zunehmenden Vernetzung unserer Welt kann kein einziges Land alleine den Herausforderungen der Entwicklung gerecht werden", sagte der Präsident der Generalversammlung, Miroslav Lajčák, der ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmen wird.

„Das Forum bietet eine einmalige Gelegenheit, Unternehmertum und Innovation zu fördern. Beides kann uns dabei helfen, Dynamik für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu schaffen", fügte er hinzu.

Syrien: Neue Gespräche Ende November

de Mistura May27. Oktober 2017 – Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, hat eine weitere Verhandlungsrunde zur Lösung des Syrienkonflikts angekündigt. Dem UN-Sicherheitsrat teilte de Mistura in einer Videokonferenz mit, dass die mittlerweile achte Runde der inner-syrischen Gespräche am 28. November in Genf stattfinden wird.
„Ich habe Konzentration und Realismus eingefordert, denn wir müssen die Parteien zu echten Verhandlungen bewegen in Bereichen, in denen Hoffnung auf Annäherung besteht“, so der Sondergesandte gegenüber dem Sicherheitsrat. „Die Zeit spielt gegen uns“, fügte er hinzu.
De Mistura bestätigte gegenüber dem 15-köpfigen Gremium, dass sich die UN weiterhin für die territoriale Einheit Syriens einsetzen und das Ziel eines landesweiten Waffenstillstandes verfolgen.
„Meine Erwartung als Vermittler ist, dass wir in dieser achten Runde der Gespräche bei einigen Aspekten konkrete Fortschritte erzielen können und von Sondierung zur Verhandlung wechseln werden“, sagte de Mistura und unterstrich insbesondere die Notwendigkeit eines Fortschritts im Bereich gefangener, entführter und vermisster Personen in Syrien.

Zentralafrikanische Republik: UN-Generalsekretär Guterres warnt vor religiöser Spaltung

25 10 2017 CAR26. Oktober 2017 – Am zweiten Tag seines Besuches in der Zentralafrikanischen Republik hat UN-Generalsekretär António Guterres die internationale Gemeinschaft zur Solidarität mit dem krisengeplagten Land aufgerufen.
„Dieser Besuch ist nicht nur ein Besuch der Solidarität, es geht um aktive Solidarität“, sagte Guterres während einer Pressekonferenz im Anschluss an sein Treffen mit Präsident Touadéra. Die internationale Gemeinschaft müsse sich aktiv engagieren um die Möglichkeit einer „neuen Zentralafrikanischen Republik, die sicher, friedlich und wohlhabend ist“, zu realisieren.
Gleichzeitig warnte er davor, dass bisher ungekannte religiöse Spaltungen die Gewalt im Land weiter verschärfen könnten.

In diesem Zusammenhang betonte der Generalsekretär erneut die Notwendigkeit die MINUSCA Friedensmission im Land zu verstärken, um die Sicherheit der Bevölkerung zu garantieren. Während eines vorhergehenden Besuchs bei dem Sitz der Mission in Bangassou hatte Guterres einen Kranz zu Ehren der verstorbenen Blauhelmsoldaten niedergelegt. „Ich bin hier, um meine Dankbarkeit, meine Solidarität und meine Bewunderung auszudrücken“, sagte Guterres während eines Treffens mit Militär- und Polizeipersonal der MINUSCA-Mission.

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