Donnerstag, 23 November 2017
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Syrien: UNRWA fordert sofortigen Stopp der Kämpfe in Wohngebieten

Gefecht in der syrischen Stadt HomsNach dem Tod eines Mitarbeiters hat das UNO-Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) die Konfliktparteien in Syrien dazu aufgefordert, alle Kämpfe in Wohngebieten sofort zu beenden. „UNRWA beklagt diesen tragischen Verlust und weist darauf hin, dass die unnötige Bedrohung der palästinensischen Flüchtlinge sowie der zivilen Bevölkerung vermieden werden muss. Alle Seiten müssen die Kämpfe in Wohngegenden einstellen und müssen ihren Verpflichtungen zur Einhaltung des Völkerrechts nachkommen", sagte ein Sprecher.

„UNRWA hat die syrischen Behörden über den Tod des Mitarbeiters informiert und wird seine Aufrufe an die Behörden so lange wiederholen bis der Schutz der Flüchtlinge und der syrischen Zivilbevölkerung garantiert wird", fügte er Sprecher hinzu. Laut UNRWA wurde der 28-jährige Mitarbeiter in den frühen Morgenstunden des 9. September in der Gegend von Or'uba, in der Nähe Hauptstadt Damaskus erschossen, als er gerade den Bus zur Arbeit nehmen wollte. In der Siedlung wohnen etwa eine Millionen Syrer. Sie dient mehr als 150.000 palästinensischen Flüchtlingen als Heimat. Seit dem Aufstand gegen Syriens Präsident Bashar al-Assad vor etwa 18 Monaten sind über 18.000 Menschen getötet worden, die meisten davon Zivilisten. In den vergangenen Wochen kam es zu besonders schweren Gewalttaten in den beiden größten Städten des Landes, Aleppo und Damaskus. „Bis zum Tod des Mitarbeiters waren die direkten Vororte noch nicht vom Granatbeschuss betroffen. So bestätigten Familienmitglieder des Opfers den Tod durch den Einschuss einer einzigen Kugel in seine Brust", erklärte der UNRWA-Sprecher. Es ist bereits der zweite Todesfall eines UNRWA-Mitarbeiters innerhalb von drei Tagen.

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