Mittwoch, 22 November 2017
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Syrien: Größter Hilfsappell aller Zeiten

4295b8097aDie UN-Hilfsorganisationen haben in Genf dazu aufgerufen, bis zum Ende des Jahres mehrere Milliarden US-Dollar an zusätzlichen finanziellen Mittel bereitzustellen, um Millionen von Syrern innerhalb und außerhalb ihres Landes helfen zu können. Insgesamt werden 2,9 Milliarden US-Dollar für die Versorgung der Flüchtlinge in den Nachbarländern gebraucht. Bei diesem Hilfseinsatz ist UNHCR federführend. Mit zusätzlich 1,4 Milliarden US-Dollar soll der Hilfseinsatz in Syrien selbst ausgestattet werden. Dieser wird vom UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) koordiniert. Darüber hinaus ruft die libanesische Regierung dazu auf, bilateral 449 Millionen US-Dollar bereitzustellen, die jordanische Regierung benötigt 380 Millionen US-Dollar. Niemals zuvor hat es vom finanziellen Umfang her einen größeren humanitäre Hilfsaufruf gegeben. Er aktualisiert einen früheren UN-Finanzierungsplan für die betroffene Region, für den bislang 1,2 Milliarden US-Dollar eingegangen sind. Bei der Vorstellung der beiden Hilfsaufrufe betonten sowohl UN-Flüchtlingskommissar António Guterres als auch UN-Nothilfekoodinatorin Valerie Amos, dass der Konflikt auf dem Rücken der Zivilbevölkerung ausgetragen wird. Über 1,6 Millionen Flüchtlinge in den Nachbarländern seit Ausbruch des Konfliktes im März 2011, geschätzte 4,25 Millionen Binnenvertriebene im Lande selbst, dazu viele weitere Menschen, die unter den Kriegseinwirkungen leiden müssten - so ihre Schreckensbilanz. "In diesem blutigen Konflikt lösen sich die zivilen Strukturen der Gesellschaft zunehmend auf, da rund die Hälfte der Bevölkerung dringend auf Unterstützung angewiesen ist", sagt Guterres. "Wir brauchen die zusätzlichen Mittel, um das Überleben der leidenden Syrer zu ermöglichen und sie sind unerlässlich für die Nachbarländer, die die Flüchtlinge aufgenommen haben."

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