Mittwoch, 22 November 2017
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Granaten treffen Flüchtlinge in UN-Mädchenschule

485861Bei neuen israelischen Angriffen auf Ziele im Gazastreifen sind in der Nacht mindestens 27 Menschen getötet worden, viele davon in einer als Zufluchtsstätte genutzten Mädchenschule des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) in Dschabalija. Das UNRWA sprach nach dem dortigen Angriff mit Panzergranaten von 16 Toten, Ärzte gaben die Zahl der Toten mit 20 an. Zwei Klassenräume des Schulgebäudes im Lager Dschabalija wurden von Panzergranaten verwüstet. Das UNRWA verwaltet mehr als 80 Schulen. Angesichts israelischer Aufforderungen zum Verlassen bestimmter Angriffszonen suchen Tausende von Palästinensern in den Schulgebäuden Zuflucht. Am 24. Juli waren bei einem Angriff auf eine UNRWA-Schule bei Beit Hanun mindestens 15 Menschen getötet und 200 verletzt worden. Am Dienstag hatten Mitarbeiter der Vereinten Nationen im Gazastreifen in einer von ihnen verwalteten Schule ein Waffenlager gefunden. Die Organisation beschuldigte militante Palästinenser, "die Neutralität einer unserer Einrichtungen verletzt" zu haben. Die Schule werde derzeit nicht genutzt. Das Hilfswerk UNRWA betreibt in Gaza 85 Notunterkünfte, zumeist in Schulgebäuden. Diese sind eigentlich für palästinensische Zivilisten, die vor den israelischen Bombenangriffen geflohen sind. Der Verdacht besteht allerdings, dass die radikal-islamische Hamas die Gebäude als Verstecke für Kämpfer und Waffen nutzt.

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