Montag, 20 November 2017
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Stellvertretender UN-Generalsekretär warnt : Humanitäres System befindet sich am Scheideweg

12-03-2014Jan EliassonDer stellvertretende Generalsekretär Jan Eliasson hat beim Globalen Humanitären Forum in Genf betont, dass die Not und Bedürfnisse weltweit schneller zunehmen als die Kapazitäten der humanitären Hilfe. Im Vergleich seien heute dreimal so viele Menschen auf Hilfe angewiesen, wie noch vor zehn Jahren. Es sei daher zentral zusammenzuarbeiten, um das System der humanitären Hilfe effizienter zu gestalten.

„Wir können es uns nicht länger leisten, unabhängig voneinander oder parallel zu arbeiten, wir müssen einen horizontalen Ansatz verfolgen. In den letzten zehn Jahren ist das benötigte Budget für humanitäre Hilfe um 600 Prozent gestiegen – von drei Milliarden im Jahr 2004 auf 17,9 Milliarden heute", so Eliasson in Genf.

Die fehlenden finanziellen Mittel bringen das System an seine Grenzen und haben bereits zu Kürzungen der Unterstützung syrischer Flüchtlinge durch das Welternährungsprogramm geführt. Mit dem herannahenden Winter verschärft sich die Situation für diese Menschen zunehmend.

Der stellvertretende Generalsekretär unterstrich die Notwendigkeit einer besseren Vorbereitung auf - und Vorhersage von Risiken. Humanitäre Hilfsorganisationen müssten enger mit Entwicklungspartnern zusammenarbeiten.

„Humanitäre Hilfe kann nicht dazu genutzt werden die Finanzierungslücke in der Entwicklungshilfe zu schließen oder politische Lösungen zu ersetzen, welche so dringend gebraucht werden. Wir befinden uns an einem Scheideweg. Der jetzige Kurs ist nicht nachhaltig. Wir müssen die Art, wie wir arbeiten ändern", so Eliasson.

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