Donnerstag, 23 November 2017
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WHO verstärkt Hilfsappell für Syrien

Syrischer Flüchtling mit KindDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der medizinischen Bedingungungen in Syrien Alarm geschlagen: Die Situation der Zivilisten vor Ort hat sich in den letzten Monaten noch einmal dramatisch verschlechtert.

Große Teile der syrischen Bevölkerung sind laut WHO derzeit nicht erreichbar für eine medizinische Grundversorgung. Impfstoffe fehlen, und der Zugang zu ausreichend Trinkwasser ist nicht in allen Landesteilen gesichert. Zudem droht die Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Auch chronische Erkrankungen nehmen zu.

Schon im Februar hatte die WHO einen dringenden Hilfsappell veröffentlicht: Über eine Milliarde US-Dollar würde benötigt, um die Gesundheitsversorgung von Millionen Menschen in Konfliktgebieten zu sichern - mehr als die Hälfte des Geldes allein in Syrien.

In dem seit vier Jahre tobenden Bürgerkrieg sind über als 215.000 Menschen getötet worden, so die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, darunter mehr als 66.000 Zivilisten. Seit Anfang Februar seien in Syrien über 5000 Menschen gewaltsam ums Leben gekommen.

Kritisch ist die Lage derzeit aber auch im Irak, in Zentralafrika und im Südsudan.

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