Dienstag, 21 November 2017
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UNO mahnt Weltgemeinschaft zu Hilfe im Kampf gegen Boko Haram

Nigerian refugees at the Minawao camp in Cameroon's Far North region. Fresh fighting has forced thousands to flee to the region. Photo: UNHCR/D. MbaioremDer UN-Menschenrechtsrat hat die Weltgemeinschaft zu einer stärkeren Unterstützung der afrikanischen Staaten im Kampf gegen die islamistische Miliz Boko Haram aufgerufen. In einer einstimmig verabschiedeten Erklärung forderte der Rat die internationale Gemeinschaft auf, Kamerun, den Tschad, Niger, Nigeria und andere durch Boko Haram bedrohte Staaten "aktiver und vielfältiger" zu unterstützen.

Der neu gewählte nigerianische Präsident Muhammadi Buhari hatte am Mittwoch einen entschlossenen Kampf gegen Boko Haram angekündigt. Ein Vertreter des nigerianischen Außenministeriums betonte jedoch vor dem UN-Menschenrechtsrat, sein Land könne den Kampf nicht allein führen: "Wir haben es mit gesichtslosen Monstern zu tun", sagte Danjuma Nanpon Sheni in Genf.

Pierre Buyoya von der Afrikanischen Union warnte, die Islamistenmiliz sei nicht nur eine regionale, sondern eine weltweite Bedrohung. Boko Haram kämpft mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit dem Jahr 2009 tötete die Gruppe bei Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen nach UN-Angaben mehr als 15.000 Menschen. Das nigerianische Militär wird im Kampf gegen Boko Haram mittlerweile von Truppen aus den Nachbarländern Kamerun, Niger und Tschad unterstützt.

Neben tödlichen Anschlägen habe Boko Haram auch zahllose Kinder, Frauen und Männer entführt, misshandelt und zwangsrekrutiert, sagte der UN-Menschenrechtsbeauftragte Zeid Ra'ad Al Hussein. Frauen und Mädchen seien Opfer "besonders grauenvollen Missbrauchs einschließlich der sexuellen Versklavung", klagte er. Das "verabscheuungswürdige Gemetzel" durch Boko Haram müsse gestoppt werden.

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