Dienstag, 21 November 2017
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Neue Flüchtlingswelle im Südsudan

WährSouth Sudanese refugees wait to be registered at a crossing into Ethiopia earlier in 2015. Photo: UNHCR/R. Riekend der letzten zwei Monate zwangen schwere Kämpfe in den südsudanesischen Provinzen Unity und Upper Nile mehr als 100.000 Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Die Gefechte machten humanitäre Hilfsleistungen unmöglich, wie ein Sprecher des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen mitteilte.

Seit Beginn des Jahres sind bereits rund 60.000 Menschen geflohen, meist in die umliegenden Nachbarländer Sudan, Ätiopien und Uganda. Allein in der letzten Woche wurden etwa 6.000 Flüchtlinge in den Sudanesischen Provinzen White Nile und South Kordofan verzeichnet. Die angenommene Zahl Binnenvertriebener innerhalb des Südsudans liegt aktuell bei rund 1,5 Millionen. Mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung verfügt außerdem nicht über ausreichend Nahrungsmittel.

"Unser Büro in Uganda hat im letzten Monat einen Anstieg eintreffender Flüchtlinge von etwa 4.000 Personen gemeldet. Viele der Geflohenen sagten, sie seien aufgrund der Kämpfe in und um die Stadt Malakal geflohen, aber auch aufgrund wachsender Nahrungsmittelknappheit und steigender Warenpreise", gab Adrian Edwards, Sprecher des Büros des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) an.

Angesichts der verschärften Sicherheitslage und der prekären humanitären Situation auf der südsudanesischen Grenzseite bereiten sich der UNHCR und seine Partner auf weitere Flüchtlingswellen vor.

Edwards äußerte sich besorgt über unzureichende finanzielle Unterstützung: Der eigens für die Krisenbekämpfung entwickelte "2015 South Sudan Regional Refugee Response Plan" sei nur zu 10 Prozent gedeckt.
"Das führt dazu, dass für viele lebensrettende Maßnahmen nicht genügend Gelder da sind - etwa für die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser, für Sanitäränlagen, für eine ausreichende medizinische Versorgung, für Nahrungsmittel und für Unterkünfte", so der UNHCR-Sprecher.

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