Montag, 20 November 2017
UNRIC logo - Deutsch
                

UN verlängert Mission in Darfur

Die VereintenDarfur, Sudan, UN, Konflikt Nationen warnen vor den Auswirkungen der andauernden Gewalt in Darfur für die Zivilbevölkerung. "Die Sicherheitslage ist sehr ernst", so der beigeordnete Generalsekretär für Friedenssicherungseinsätze, Edmond Mulet, im UN-Sicherheitsrat. Zunehmende Angriffe auf Friedenssicherungskräfte und humanitäres Personal seien "äußerst besorgniserregend".

Die nur begrenzten Fortschritte im Friedensprozess behindern humanitäre Hilfsleistungen und den Schutz der zivilen Bevölkerung. Für sie seien die Auswirkungen der andauernden Konflikte "besonders verheerend".
Die zweite Phase der militärischen Offensive der Regierun habe allein in diesem Jahr zur Vertreibung von mindestens 78.000 Menschen aus ihren Heimatorten geführt. Es gebe außerdem Berichte von willkürlichen Angriffen auf Zivilisten sowie von anderen Menschenrechtsverletzungen und Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht, erklärte Mulet.

Kämpfe um Ressourcen und politische Spannungen führten regelmäßig zu Gewaltausbrüchen. Die große Anzahl paramilitärischer Gruppen und Milizarmeen, die weite Verbreitung von Kleinwaffen, hohe Kriminalitätsraten und die Passivität lokaler Autoritäten verschärften die Sicherheitslage zusätzlich.

Nach Berichten des gemeinsamen Sonderbeauftragten der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen für Darfur sei der Friedensprozess derzeit festgefahren. Die größte Herausforderung bestehe dabei im "Widerwillen der sudanesichen Regierung, in Verhandlungen mit den bewaffneten Bewegungen zu treten". Die Regierung sei davon überzeugt, den Krieg militärisch gewinnen zu können.

Die Afrikanische Union und die Vereinten Nationen halten einen tiefgreifenden politischen Prozess für nötig, um den seit über einem Jahrzehnt andauernden Konflikt zu beenden.

Trotz der schwierigen Umstände und trotz der Blockadehaltung der Konfliktparteien bliebe die United Nations Mission in Darfur (UNAMID) "resolut in ihrem Vorgehen", versichterte Mulet.

Die größten Erfolge der Mission seien bisher die Einrichtung von Schutzgebieten und die Kontrollen betroffener Gegenden sowie Hilfseinsätze gewesen.
In Abstimmung mit dem Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union habe das Sekretariat der Vereinten Nationen daher beim Sicherheitsrat die Verlängerung des UNAMID-Mandates um ein weiteres Jahr, bis Juni 2016, beantragt.

Praktikant/-in für Bonner UNRIC-Büro gesucht

UNRIC bietet im Bonner Büro ein 8- bis 12-wöchiges Praktikum ab März 2018 an.
Bewerber/-innen sollten sich noch im Studium befinden, oder vor kurzem ihr Studium beendet haben und erste Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder im Journalismus besitzen.
Sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse sind Voraussetzung. Das Praktikum ist unbezahlt.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an:
[email protected]

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777

UN Card 2016 DE 250px front