Donnerstag, 23 November 2017
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Herausforderungen für UN-Friedenssicherung

Von Mali bis inUN-Friedenssicherung, Blauhelme, Mali den Südsudan, den Nahen Osten und darüber hinaus - die Friedenssicherungskräfte der Vereinten Nationen stehen weltweit vor Herausforderungen mit zunehmend globalem Ausmaß und wachsender Intensität.
UN-Untergeneralsekretär Hervé Ladsous bat bei einer Sitzung des Sicherheitsrats die internationale Gemeinschaft dringend um die volle Unterstützung für die Blauhelme der Vereinten Nationen. Diese, so Ladsous, stellten sich den vielfältigen Bedrohungen des internationalen Friedens und der Sicherheit dieser Welt.

Bei der Eröffnung der Sitzung des Sicherheitsrates zum Schutz von Zivilpersonen und zu operativen Leistungen und Bedrohungen im UN-Hauptquartier in New York, stellte er die Befehlshaber der Mission der Vereinten Nationen im Südsudan (UNMISS), der Mehrdimensionalen integrierten Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali (MINUSMA) und der Organisation der Vereinten Nationen zur Überwachung des Waffenstillstands (UNTSO) vor.

Die sich weiter verschärfende Krise im Südsudan hat mehr als zwei Millionen Menschen zur Flucht im eigenen Land gezwungen und rund 4,6 Millionen in eine schwere Nahrungsmittelunsicherheit gestürzt. UNMISS Befehlshaber, Generalleutnant Yohannes Gebremeskel Tesfamariam, erklärte den Ratsmitgliedern, dass der Schutz von Zivilisten nicht nur die Gewährleistung von Sicherheit, sondern auch die Garantie von Bewegungsfreiheit beinhalte.

Mehr als 140.000 Menschen haben derzeit in einem der UNMISS Stützpunkte des Landes Zuflucht gesucht.
Hier suchen sie Sicherheit und humanitäre Hilfe.
Der Generalleutnant warnte jedoch, dass die für den Schutz von Zivilpersonen eingerichteten UN Standorte „vermehrt selbst zu Angriffszielen werden". Die operativen Möglichkeiten der Mission würden durch diese und andere Sicherheitsbedrohungen durch den seit zwei Jahren andauernden Konflikt zunehmend belastet.

Tesfamariam und Generalmajor Michael Lollesgaard, MINUSMA Befehlshaber in Mali, drängten auf die Bereitstellung besseren Equipments mit größerer Reichweite. Die MINUSMA Kräfte würden regelmäßig von bewaffneten Gruppen angegriffen, die im gesamten Land operierten.

"Wir müssen vollständig in der Lage sein, diesen schwierigen Bedingungen in allen Bereichen zu trotzen," erklärte der Generalmajor. „Das umfasst die Tauglichkeit, feindlichen bewaffneten Gruppen entgegen zu treten, die sich inmitten der Bevölkerung verstecken und klimatische, geografische und infrastrukturelle Schwierigkeiten zu überwinden.

Dazu sei unter anderem eine ordnungsgemäße Ausbildung vor dem Einsatz, eine angemessene Ausrüstung, die Unterstützung durch eine starke Logistik und die Bereitstellung gut gesicherter Camps von Nöten.
"Ich weiß, dass klingt viel," gab er zu, "aber das ist es, was wir brauchen, um in einer asymmetrischen Umgebung (Bedrohungslage?) zu überleben."

Generalmajor Michael Finn ist Missionsleiter der UNTSO, dem ersten Friedenssicherungseinsatz der Vereinten Nationen. Er sprach von politischen Hindernissen und nationaler Vorbehalte als „signifikante Einschränkungen" von multinationalen Einsätzen weltweit. Sie bedeuten, so Finn, eine „ernste Behinderung der Führungs- und Handlungsgewalt aller Missionen der Vereinten Nationen und beschneiden die Fähigkeit der Kommandanten, Befehle auszuführen und Kontrolle in Einsatzgebieten zu übernehmen". Damit behinderten sie potentiell die effektive Arbeit der Blauhelme.

"Ich verstehe die nationalen Interessen, die solche Einschränkungen bewirken, befürchte aber auch, dass sie einen Keil zwischen die beteiligten Nationen treiben könnten. Das könnte die Friedenssicherungseinsätze und auch die Beobachtungsfähigkeit der Vereinten Nationen gefährden."

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