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Nigeria: Reintegration von entführten Boko Haram Opfern ist „wesentlich“ für den Frieden

06 12 2015Boko Haram25. Januar 2016 - Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen haben die nigerianische Regierung aufgefordert, bei der Rehabilitation und Reintegration von Frauen und Kindern zu helfen, die der Terrorgruppe Boko Haram entkommen konnten oder befreit worden sind. „Da die Region sich gerade erholt, ist es wichtig, Wiedereingliederungsmaßnahmen zu fördern, Menschenrechtsnormen zu etablieren und die Folgen der regionalen Konflikte auf Frauen und Kinder zu begutachten", sagten die drei UN-Sonderberichterstatter über den Verkauf von Kindern, Maud de Boer-Buquicchio, Urmila Bhoola und Dainius Puras. „Diese Maßnahmen müssen die Gesellschaft grundlegend verändern und den Blick auf die unmittelbaren Bedürfnisse der Frauen und Mädchen richten", so die Experten. „Vor allem die Grundursachen, wie Diskriminierung, Benachteiligung, Ausgrenzung und Ungleichheit der Geschlechter müssen thematisiert werden." Die Sonderberichterstatter lobten die bisherige Initiative der Regierung, wiesen aber darauf hin, dass „die Durchsetzung von Gesetzen unabdingbar sei, um eine wirkliche Verbesserung der Lebensbedingungen, vor allem für Frauen und Kinder garantieren zu können." Es gebe große Fortschritte in den Lagern für Binnenvertriebene (IDPs). Außerdem seien Rehabilitations-Programme eingeführt worden. Allerdings müsse das Gesundheitssystem gestärkt werden, um die physische und psychische Betreuung der Vertriebenen zu gewährleisten, so die Einschätzung der Spezialisten. „Während unserer Besuche in den Lagern in Maiduguri, wurden wir selbst Zeugen der gesundheitlichen und sozialen Folgen des Konflikts. Wir trafen uns mit Frauen und Mädchen, die nur begrenzten Zugang zu ausreichender vollwertiger Nahrung hatten und dringend psychologische Betreuung brauchen", sagten die UN-Sonderberichterstatter.

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