Samstag, 25 November 2017
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Trauer um Boutros-Ghali

6999217. Februar 2016 (UNRIC) - Der frühere UN-Generalsekretär Boutros Boutros-Ghali ist tot. Der ägyptische Diplomat sei im Alter von 93 Jahren gestorben, teilte der UN-Sicherheitsrat am Dienstag in New York mit. Der versierte Diplomat hatte unter anderem den Friedensvertrag seines Landes mit Israel ausgehandelt. Andererseits bleibt er der einzige UN-Generalsekretär mit nur einer Amtszeit.

Der derzeitige Ratspräsident, der venezolanische UN-Botschafter Rafael Ramirez, verkündete die Nachricht zu Beginn einer Sitzung, in der es um den Konflikt im Jemen gehen sollte. Danach gedachten die 15 Ratsmitglieder in einer Schweigeminute des Ägypters, der zwischen 1992 und 1996 der sechste Generalsekretär der Vereinten Nationen war.

Er sei "sehr traurig" über den Tod von Butros-Ghali, sagte der derzeitige UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon. "Er war ein berühmter Kenner des internationalen Rechts und hat bemerkenswerte Erfahrung und intellektuelle Fähigkeiten für die Aufgabe mitgebracht, die Vereinten Nationen durch eine der turbulentesten und herausforderndsten Zeiten ihrer Geschichte zu steuern."

Geboren wurde Butros-Ghali 1922 in eine Familie koptischer Christen in Kairo. Er studierte Jura in seiner Heimatstadt und in Paris. Bald danach wurde er Staatsminister und später stellvertretender Minister im ägyptischen Außenministerium. Als Diplomat machte er sich rasch einen Namen. Butros-Ghali gilt als einer der wesentlichen Architekten des Camp David-Abkommens zur Friedenssicherung im Nahen Osten und des anschließenden Friedensvertrags zwischen Israel und Ägypten.

1991 wählte ihn die Vollversammlung der Vereinten Nationen zum Nachfolger des Peruaners Javier Pérez de Cuéllar als Generalsekretär. Anfang 1992 trat er sein Amt an. Doch die Voraussetzungen waren schwierig: Die politischen Zeiten waren unruhig, gerade war die Sowjetunion zusammengebrochen und später in seiner Amtszeit folgten der Völkermord in Ruanda und der Krieg auf dem Balkan. Dass er die Massaker in Ruanda nicht habe verhindern können, sei "der größte Misserfolg seiner Amtszeit", sagte er später einmal in einem Interview.

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