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Zugang für Zivilisten: Gesprächsparteien „Welten“ von Einigung in Aleppo entfernt

12 08 2016Jibreen9. Dezember 2016 – Die Gespräche über die Lieferung dringend benötigter Hilfsgüter für die Zivilbevölkerung Aleppos gestalten sich nach wie vor schwierig.
Der UN-Gesandte Jan Egeland sprach in Genf über die Situation vor Ort: „Die Mitgliedsstaaten, die uns helfen sollten einen Zugang in Aleppo zu bekommen, sind bezüglich ihrer Einschätzung der Situation in Syrien Welten voneinander entfernt“.
"Es kann keine Rede davon sein, dass die Parteien in Syrien einer gemeinsamen Strategie humanitärer Diplomatie nachgehen. Aleppo wird daher immer schwerer zugänglich“, ließ Egeland die Reporter nach einem Treffen der Humanitären Einsatzgruppe der Internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens (ISSG) wissen.

Die ISSG hat zusätzliche Arbeitsausschüsse ins Leben gerufen, um das Krisengebiet mit humanitären Hilfsleistungen zu versorgen und einen weitgehenden Waffenstillstand zu erwirken. Seit Anfang des Jahres kommen die Arbeitsausschüsse gesondert zusammen, um einen Weg aus der Krise zu finden. Russland und die USA teilen sich den Vorsitz der Arbeitsauschüsse und der ISSG, zu der auch die Vereinten Nationen, die Arabische Liga, die Europäische Union und 16 weitere Länder gehören.

Laut Egeland hat die syrische Regierung im Dezember einem Plan zugestimmt, der den Zugang zu 800.000 der 930.000 Menschen in Syrien ermöglichen soll. Zum ersten Mal gehört auch der Osten Aleppos zu den zugelassenen Gebieten. Der UN-Gesandte bedauerte jedoch, dass der UNO nicht bereits früher Zugang zu den umkämpften Gebieten verschafft wurde. Obwohl die Waffenruhe im November vergleichsweise stabil gewesen war, wurde den Vereinten Nationen jeder Zugang verweigert.

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