Montag, 20 November 2017
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Tschadbecken: Sieben Millionen Menschen bedroht von extremer Armut

09 23 Mellia Chad24. Januar 2017 – Millionen von Menschen im afrikanischen Tschadseebecken befinden sich in einer humanitären Notlage. Mit Blick auf fehlende Geldmittel im vergangenen Jahr, hat Toby Lanzer, UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in der Sahelzone, zu mehr Solidarität mit den betroffenen Menschen aufgerufen.

„11 Millionen Menschen benötigen dringend humanitäre Hilfe, 7,1 Millionen davon haben nicht genug zu essen. Sie leben an der extremen Armutsgrenze. Viele von ihnen drohen zu verhungern und ernähren sich, wenn überhaupt, von einer Mahlzeit pro Tag“, erklärte der UN-Beauftragte vor Medienvertretern im UN-Hauptquartier in New York. Alleine 515.000 Kinder seien akut unterernährt. Ohne umgehende Hilfe, stehe ihr Leben auf dem Spiel, so Lanzer.

„Im Alleingang kann keine Regierung dieser Welt einen sicheren Zugang zu Lebensmitteln gewährleisten. Das kann nur der internationalen Gemeinschaft als Ganzem gelingen. Alle Regierungen müssen sich solidarisch zeigen, damit den Menschen geholfen werden kann“, betonte der UN-Beauftragte.

Lanzer begrüßte, dass die Sicherheitslage in der Region infolge des militärischen Vorgehens gegen Boko Haram deutlich besser geworden sei. Nun könne die humanitäre Hilfe zumindest mehr Orte und Gemeinden erreichen, die zuvor von der Versorgung abgeschnitten waren. Auch durch den friedlichen Machtwechsel in Gambia sei „eine weitere Krise verhindert“ worden.

Am 24. Februar findet in Oslo (Norwegen) eine Konferenz für die Sahelzone statt, um auf die dramatische Lage der Menschen im Tschadbecken aufmerksam zu machen. Das Tschadbecken befindet sich in Westafrika und verbindet die Länder Kamerun, Tschad, Niger und Nigeria miteinander.

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