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Humanitäre Krise in Mosul: UN- Partnerorganisationen „zutiefst besorgt“

Mosul 24 01 201725. Januar 2017 – In einer gemeinsamen Erklärung haben die Hilfsorganisationen der UN und Nichtregierungsorganisationen eindringlich vor einer humanitären Krise im Westen von Mosul (Irak) gewarnt. Gegenwärtig seien etwa 750.000 Zivilisten von humanitärer Hilfe abgeschnitten. Ihre Lage drohe sich zu verschlechtern, sobald die Kämpfe gegen den Islamischen Staat (IS) in den westlichen Teilen der Stadt fortgeführt werden.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte die irakische Regierung eine Militäroperation begonnen, um die Bewohner Mosuls aus den Händen der Terrorgruppe zu befreien. Bisher war dabei vor allem der Osten der Stadt hart umkämpft. Insgesamt sind etwa 180.000 Menschen aus diesem Teil der Stadt geflohen; mehr als 550.000 Zivilisten sind geblieben.

„Wir sind erleichtert, dass so viele Menschen aus dem Osten der Stadt in ihren Wohnungen bleiben konnten. Wir hoffen, dass alles getan wird, um die vielen tausend Menschen in den westlichen Teilen zu schützen. Sie sind in extremer Gefahr und müssen um ihr Leben fürchten“, sagte Lise Grande, UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Irak, stellvertretend für die Unterzeichner der Erklärung.

Humanitäre Partner hätten keinen Zugang zum westlichen Teil der Stadt. Gleichzeitig würden die Preise für Grundnahrungsmittel und Hilfsgüter unentwegt steigen. Auch die Versorgung mit Wasser und Strom sei unterbrochen und viele Familien ohne Einkommen hätten nur eine Mahlzeit pro Tag zur Verfügung, so Grande.

„Weltweit liegt die Aufmerksamkeit auf der Militäroperation im Irak. Doch auch wenn diese abgeschlossen ist, befinden sich die Menschen weiterhin in einer humanitären Notlage“, unterstrich die UN-Beauftragte. Schätzungen zufolge könnten bis zum Ende des Konflikts drei oder sogar vier Millionen Iraker gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen.

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