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Syrien: UN-Sicherheitsrat tagt zu mutmaßlichem Einsatz von Chemiewaffen

04 05 2017 Council06. April 2017 – Bei einer Krisensitzung des UN-Sicherheitsrats infolge des mutmaßlichen Giftgas-Angriffs im syrischen Chan Scheichun hat ein hochrangiger Vertreter für Abrüstungsfragen der UN betont, dass weitere Informationen zur Aufklärung benötigt würden.

„Im Falle einer Bestätigung würde es sich um den größten Angriff mit chemischen Waffen in Syrien seit dem Angriff auf Ost-Ghouta im August 2013 handeln“, erklärte Kim Won-soo, der Hohe Beauftragte für Abrüstungsfragen der Vereinten Nationen.

„Laut Berichten wurde der Angriff durch einen Luftangriff auf ein Wohngebiet ausgeführt, aber die Trägermittel des mutmaßlichen Angriffs können zu diesem Zeitpunkt nicht endgültig bestätigt werden“, merkte Kim an.

Weiterhin informierte Kim den Sicherheitsrat über Berichte, die die Symptome der Opfer unmittelbar nach dem Angriff beschreiben. Dazu gehören Atemnot, Erbrechen, Ohnmachtsanfälle sowie Schaum vor dem Mund und Pupillenverengung.

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge sind in Chan Scheichun mindestens 70 Menschen gestorben, hunderte Bewohner wurden beeinträchtigt. Die WHO hält einen chemischen Angriff aufgrund von mangelnden äußeren Symptomen der Opfer für wahrscheinlich.

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