Freitag, 19 Januar 2018
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UNICEF: Kinder werden immer öfter Opfer in Konflikten

55987828.12.2017 - Kinder in Kriegsgebieten werden nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef weltweit immer stärker zur Zielscheibe. Die Konfliktparteien missachteten offensichtlich das Völkerrecht, durch das die Wehrlosesten geschützt werden sollten, sagte Manuel Fontaine, Unicef-Direktor für Nothilfe-Programme. In Konflikten in aller Welt seien Kinder zu Zielen an der Front geworden, würden als menschliche Schutzschilde verwendet, getötet, verstümmelt und für den Kampf angeworben. Vergewaltigung, Zwangsheirat, Verschleppung und Versklavung seien in Konflikten im Irak, Syrien, Jemen, in Nigeria, im Südsudan und Myanmar Taktik. Viele Millionen Kinder zahlten zudem einen indirekten Preis und litten an Mangelernährung, Krankheiten und Traumata. Kindern würden Angriffen und brutaler Gewalt in ihren Häusern, Schulen und auf ihren Spielplätzen ausgesetzt, beklagte Fontaine. Diese Angriffe setzten sich Jahr für Jahr fort. "Wir dürfen nicht taub sein. Solche Brutalität darf nicht die neue Normalität sein." Allein in Afghanistan kamen in den ersten neun Monaten 2017 nach Unicef-Angaben fast 700 Kinder ums Leben. In Nigeria und Kamerun habe die Terrorgruppe Boko Haram mindestens 135 Kinder gezwungen, als Selbstmordattentäter zu agieren. Im Irak und Syrien würden Kinder als menschliche Schutzschilde eingesetzt. Im Jemen seien nach fast 1000 Tagen Krieg mindestens 5000 Kinder getötet oder verletzt worden. Mehr als elf Millionen Kinder benötigten Hilfe.

UN-Generalversammlung stimmt für Budget-Kürzung

746398Das Budget der Vereinten Nationen wird nächstes Jahr um mehr als 285 Millionen Dollar (rund 240 Millionen Euro) zurückgehen. Das läuft auf eine Kürzung von fünf Prozent hinaus. Die UN-Generalversammlung genehmigte das reguläre Betriebsbudget für 2018 bis 2019, das eine Höhe von knapp 5,4 Milliarden Dollar (etwa 4,5 Milliarden Euro) hat. Nach Angaben des Büros von Generalsekretär António Guterres beinhaltet das neue Budget Kürzungen bei den meisten Abteilungen und Büros. Mit dem regulären Budget werden viele Aktivitäten der Vereinten Nationen bezahlt, aber nicht Friedensmissionen. Die USA leisten den größten Beitrag zu diesem Budget, sie zahlen rund 25 Prozent davon. US-Präsident Donald Trump hatte sich dafür eingesetzt, US-Beitragszahlungen an die UN zu kürzen.

UN-Generalversammlung fordert alle Staaten auf sich an die Resolutionen zum Status von Jerusalem zu halten

GA Jerusalem 746609 201722. Dezember 2017 – Mit überwältigender Mehrheit „forderten“ die Mitglieder der UN-Generalversammlung am Donnerstag alle Staaten auf, sich an die Resolutionen des Sicherheitsrats zum Status von Jerusalem zu halten. 

128 Mitgliedstaaten stimmten für die Resolution, neun dagegen (Guatemala, Honduras, Israel, Marshallinseln, Föderierte Staaten von Mikronesien, Nauru, Palau, Togo, Vereinigten Staaten), und 35 enthielten sich.

Mit der Resolution drückte die Generalversammlung „tiefes Bedauern“ über jüngste Entscheidungen zum Status von Jerusalem aus, und betonte, dass "die Frage Jerusalems eine Angelegenheit ist, über die durch Verhandlungen über den endgültigen Status im Einklang mit den einschlägigen Resolutionen der Vereinten Nationen zu entscheiden ist."

Das Vorgehen der Generalversammlung heute folgt einem gescheiterten Versuch des UN-Sicherheitsrats am Montag, einen ähnlichen Text zu verabschieden, welcher das Bedauern der Ratsmitglieder zu den „jüngsten Entscheidungen zum Status von Jerusalem“ ausdrückte. Dieser konnte wegen eines Vetos der Vereinigten Staaten, einem ständigen Ratsmitglied, nicht verabschiedet werden.

Status Jerusalems (A/ES-10/L.22)

Migration, UN-Reform und nachhaltige Entwicklung sind Prioritäten für 2018, sagt Präsident der UN-Generalversammlung

746477 Press Lajcak21. Dezember 2017 – Sichere Migration, Konfliktprävention, nachhaltige Entwicklung und UN-Reform sind die Prioritäten der 72. Generalversammlung im nächsten Jahr, sagte der Präsident der Vollversammlung, Miroslav Lajčák, am Mittwoch.

„Wir werden weiter an dem Globalen Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration arbeiten“, sagte Lajčák in einer Pressekonferenz im UN Hauptquartier. Er begrüßte die kontruktiven Debatten und die positive Atmosphäre während der ersten konsultativen Phase der Initiative.

„Die nächsten Schritte werden die zwischenstaatlichen Verhandlungen sein, welche im Februar beginnen und vor Juli abgeschlossen sein sollen“, erklärte er und teilte mit, dass er parallel Treffen mit Schlüsselakteuren aus der Wissenschaft, dem Nichtreigerungssektor und dem Privatsektor zu drängenden Fragen zum Thema sichere Migration plant, um alle Ansichten in der Gesellschaft zu berücksichtigen.

Lajčák sagte, dass er am 24. und 25. April 2018 ein hochrangiges Treffen zu Friedensförderung einberuft. „Dies wird eine gute Gelegenheit sein, um uns auf die Arbeit der UN für nachhaltigen Frieden und Konfliktprävention zu konzentrieren.“

Um mit dem globalen Momentum rund um die Agenda 2030 und die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) mitzuhalten, wird die Generalversammlung drei Verantstaltungen zwischen März und Juni organisieren.

Im Mai organisiert sie eine Veranstaltung, bei der die Jugend im Fokus steht, besonders die Themen Bildung, Beschäftigung, und Vorbeugung von Radikalisierung unter Jugendlichen. „Dies soll kein regelmäßiges Treffen werden. Wir wollen das Programm zusammen mit jungen Menschen gestalten“, sagte Lajčák, und fügte hinzu, dass es wichtig sei „nicht nur mit jungen Menschen zu reden [sondern auch] zuzuhören, was sie über die Arbeit der UN zu sagen haben.“

Im Juni wird der Präsident der Generalversammlung ein Treffen zu Entwicklungsfinanzierung einberufen. „Wir müssen die beachtlichen Finanzierungslücken für die Implementierung der SDGs ansprechen,“ erklärte Lajčák. „Die Wahrheit ist, mit dem derzeitigen Budget und Tempo werden wir die SDGs bis 2030 nicht erreichen können. Deswegen müssen wir die SDGs stärker mit den finanziellen Möglichkeiten im Privatsektors verknüpfen“, fügte er hinzu.

Er sagte, dass die vom UN-Generalsekretär initiierten Reformen auch zentraler Teil der Agenda im nächsten Jahr sind. Lajčák verkündete, dass die Generalversammlung am Mittwoch einstimmig eine Resolution zur Überholung der UN Friedens- und Sicherheitsagenda verabschiedet hat. Der Text fordert den Generalsekretär auf, einen zweiten umfangreichen Bericht zu der Reform, und zu der Entwicklung und dem Managementsystem der Organisation bereitzustellen.

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