Montag, 20 November 2017
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UNO - SCHLAGZEILEN

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UN-Gesandter für Jemen: „Fehlendes Interesse“ an Konfliktlösung

Yemen OCHA slum Sanaa11. Oktober 2017 – Der UN-Sondergesandte für den Jemen, Ismail Ould Cheikh Ahmed, hat den fehlenden Fortschritt auf dem Weg zu einer Lösung des Konflikts im Jemen kritisiert. Während die Menschen im Jemen unter einer menschgemachten humanitären Katastrophe litten, verstellten die Konfliktparteien weiter den Weg zu einer friedlichen Lösung, berichtete Ahmed vor dem Sicherheitsrat.

„Auf dem Schlachtfeld im Jemen gibt es keine Gewinner. Die Verlierer sind die jemenitischen Menschen, die unter diesem Krieg leiden“, sagte Ahmed. Er fügte hinzu: „Während die einflussreichen Politiker immer reicher werden, leidet die jemenitische Bevölkerung unter wachsender Armut.“ Aus Angst vor Machtverlust fehle innerhalb der Konfliktparteien vielerseits das Interesse an einer friedlichen Lösung, so der UN-Vertreter.

John Ging, Direktor des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), erklärte gestern vor dem Sicherheitsrat, dass die Hilfsmittel für das Land weiterhin sehr knapp seien. Bis zum heutigen Tag stehen nur 55% der 2,3 Milliarden US-Dollar zur Verfügung, die gebraucht werden, um die humanitäre Hilfe der zwölf Millionen hilfsbedürftigen Menschen im Jemen zu gewährleisten. Der UN-Sondergesandter Ahmed versicherte, dass die Vereinten Nationen weiterhin ihre politischen, logistischen, administrativen und beratenden Instrumente nutzen werden, um das Land auf dem Weg zum Frieden zu begleiten; jedoch könnten nur die Kriegsparteien den Frieden herbeiführen.

Zahl der Arbeitslosen steigt weltweit auf über 200 Millionen

09 10 2017 factory10. Oktober 2017 – Mehr als 200 Millionen Menschen auf der Welt haben derzeit keine Arbeit, ein Zuwachs von 3,4 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahl gab die internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) am Montag bekannt.
Sie warnt vor allem vor dem trägen Wachstum kleiner und mittelgroßer Unternehmen (SMEs). Gerade in Entwicklungsländern ist diese negative Entwicklung spürbar, da dort jeder zweite Beschäftigte in SMEs arbeitet.
„Um der Tendenz der aktuellen Arbeitsstagnation, vor allem in kleinen und mittelgroßen Unternehmen entgegenzuwirken, brauchen wir stärkere Anreize, bessere Geschäftsbedingungen sowie finanzielle Förderungen für junge Unternehmen“, bekräftigte Deborah Greenfield, Vizegeneraldirektorin für die Politik der ILO.

Laut dem ILO-Bericht Weltbeschäftigung und soziale Perspektiven 2017: Nachhaltige Unternehmen und Jobs, sind private Unternehmen für den Hauptteil der globalen Beschäftigung in 2016 verantwortlich gewesen. Sie haben 2,8 Milliarden Personen angestellt und 87 Prozent der Gesamtbeschäftigung ausgemacht.

Dominica möchte das erste klimaresistente Land werden

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9. Oktober 2017 - UN-Generalsekretär António Guterres hat die Vision des Inselstaates Dominica gelobt, das erste klimaresistente Land der Welt​ zu werden. Am Sonntag besuchte er Dominica, die Insel wurde am 18. September vom Hurrikan Maria erschüttert. Zuvor hatte sich Guterres schon auf den Inseln Antigua und Barbuda ein Bild über die Zerstörungskraft des Hurrikans Irma gemacht.
„Nirgendwo anders auf der Welt habe ich zuvor einen Wald gesehen, der bis auf das letzte Blatt der Bäume dezimiert wurde", sagte Guterres, der mit einem Hubschrauber über die am stärksten betroffenen Gebiete flog. "In jeder Gemeinde sind die meisten Gebäude zerstört oder schwer beschädigt."

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz unterstrichen Generalsekretär Guterres und der Ministerpräsident der Karibikinsel, Roosevelt Skerrit, die Dringlichkeit, den Klimawandel ernst zu nehmen: "Unsere Verwüstung ist so umfassend, dass unsere Wiederherstellung dem ebenbürtig sein muss", erklärte Skerrit. "Und so haben wir eine einmalige Gelegenheit, ein Beispiel für die Welt zu sein, ein Beispiel dafür, wie sich eine ganze Nation von einer Katastrophe erholt und wie eine ganze Nation für die Zukunft klima​r​esistent gestaltet werden kann.“

„Ich bin sehr stolz, in diesen schwierigen Zeiten ihr Kollege zu sein“, antwortete Guterres.

Hier kannst du dir ein kurzes Video über den Besuch von António Guterres auf Dominica anschauen.

"Das Interesse an Flüchtlings- und Asylthemen darf nicht verloren gehen"

UN News 6 oktober6. Oktober 2017 - Der Beigeordenete Hohe Kommissar des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) Volker Türk hat die Bedeutung eines nachhaltigen Engagements der internationalen Gemeinschaf hervorgehoben und gefordert Flüchtlinge weiterhin als Priorität auf der politischen Agenda zu behandeln.
"Das Interesse an flüchtlings- und vertreibungsbezogenen Herausforderungen schwankt zwischen steigendem und schwindendem Interesse. Wir beobachten heute schon heute eine andere Dynamik als im Jahr 2015, als die Flüchtlinge an erster Stelle auf der politischen Agenda standen ", so Türk in einer Rede vor dem Exekutivkomitee von UNHCR in Genf.
"Asyl und Flüchtlingsschutz sind Werte, die die Menschheit von ihrer besten Seite zeigen, sie stehen fuer den gegenseitigen Respekt der Menschen", sagte er.
Der 2018 stattfindende Globale Pakt zu Flüchtlingen soll dazu beitragen, dieses dringend benötigte Interesse an Flüchtlingen zu bewahren. Mehr zum Global Compact: http://refugeesmigrants.un.org/refugees-compact .

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