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UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Internationalen Tag gegen Atomtests, 29. August 2019

29. August 2019 - Der Internationale Tag gegen Atomtests markiert die 1991 vollzogene Schließung des Atomtestgeländes in Semipalatinsk, Kasachstan, dem größten der ehemaligen Sowjetunion. Dort fanden mehr als 450 Tests statt, deren Auswirkungen noch Jahrzehnte später spürbar waren.

Dieses Gedenken hat aber auch eine breitere Botschaft. Es erinnert an alle Opfer von Atomtests, wo immer sie durchgeführt wurden. Betroffene Gemeinden müssen sich noch immer vollständig von den Umwelt-, Gesundheits- und Wirtschaftsschäden erholen.

Um diese Opfer zu ehren, müssen die Atomtests endgültig eingestellt werden. Ein wirksames und rechtsverbindliches Verbot bleibt jedoch eines der längsten unerfüllten Ziele der nuklearen Abrüstung. Der Vertrag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBT) ist eine zentrale Säule der internationalen Bemühungen, dieser ist trotz seiner breiten Unterstützung - mit 184 Unterzeichnern und 168 ratifizierenden Staaten – mehr als 20 Jahre nach seiner Annahme noch nicht in Kraft getreten.

Das Erbe der Atomtests ist nichts als Zerstörung. Der CTBT ist von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass es keine Opfer mehr gibt. Dies ist auch für die Weiterentwicklung der nuklearen Abrüstung von entscheidender Bedeutung.

Am Internationalen Tag gegen Atomtests fordere ich erneut alle Staaten auf, die dies noch nicht getan haben, den Vertrag zu unterzeichnen und zu ratifizieren, insbesondere diejenigen, deren Ratifizierung für das Inkrafttreten des Vertrags erforderlich ist. In einer Welt zunehmender Spannungen und Spaltungen hängt unsere kollektive Sicherheit davon ab.

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