Sonntag, 22 September 2019
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Sicherheitsrat erteilt Mandat für internationale Schutztruppe für Afghanistan

UNIC/442

Großbritannien zunächst Führungsnation
Resolution 1386 (2001) einstimmig angenommen

Der Sicherheitsrat hat am Donnerstagnachmittag den sechsmonatigen Einsatz der sogenannten Internationalen Sicherheits-Unterstützungstruppe (ISAF) beschlossen, um die afghanische Übergangsregierung beim Erhalt der Sicherheit in Kabul und den benachbarten Regionen zu unterstützen. Er begrüßte das Angebot Großbritanniens, die Führung und Organisation einer solchen Truppe zuerst zu übernehmen.

Der Sicherheitsrat hat die Resolution 1386 (2001) einstimmig angenommen. Er hat die Mitgliedstaaten gebeten, Personal, Ausstattung und anderes Material für die Truppe bereitzustellen und die aktiv beteiligten Staaten ermächtigt, alle nötigen Schritte zu unternehmen das Mandat zu erfüllen. Die Resolution enthält zudem die Aufforderung an die Truppe, bei der Umsetzung des Mandats eng mit der Übergangsregierung zusammenzuarbeiten sowie mit dem Sonderbeauftragten des UNO-Generalsekretärs, Lakhdar Brahimi.

Ferner ruft der Sicherheitsrat alle afghanischen Bürger auf, mit der Truppe und allen relevanten zwischenstaatlichen und nichtstaatlichen Organisationen zu kooperieren. Er ermutigt die Nachbarstaaten und die anderen Mitgliedstaaten, die Truppe bestmöglich zu unterstützen, zum Beispiel durch Überfluggenehmigungen und Transiterleichterungen.

Die Resolution betont, dass die Kosten für die Truppe von den betroffenen und beteiligten Mitgliedstaaten getragen werden. Der UNO-Generalsekretär wird um die Einrichtung eines Treuhandfonds gebeten, durch den das Geld an die betroffenen Staaten oder operierenden Organe fließen kann. Die Mitgliedstaaten werden aufgerufen, zu diesem Fonds beizutragen.

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