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Schlagzeilen

Hungersnot jetzt Realität für vertriebene Syrer

asd17. Mai 2019 – In einem Lager für Vertriebene in Südostsyrien hat die Hungersnot ‚schon begonnen‘, sagte ein hoher UN-Beamter. Er verurteilte die anhaltenden Luftangriffe und Vergeltungsbomben in den von der Opposition besetzten Gebieten im Nordwesten.

Nach nunmehr neun Jahren hat der Konflikt Hunderttausende Menschenleben gefordert und Millionen zur Flucht gezwungen. Syrische Regierungstruppen und Verbündete gewinnen momentan Gebiete zurück, die zuvor von oppositionellen Kräften besetzt waren.

Im Lager Rukban, das sich in der Nähe der jordanischen Grenze befindet, haben humanitäre Hilfskräfte der Vereinten Nationen wiederholt einen besseren Zugang gefordert, denn der letzte Hilfskonvoi hatte den Ort im Februar erreicht.

Najat Rochdi, humanitäre Beraterin des UN-Sonderbeauftragten für Syrien sagte, dass mehr als 12.000 Menschen das Lager auf Grund sich verschlechternder Bedingungen und dem Mangel an Grundversorgung verlassen hätten.

„Die UN setzten sich weiterhin für einen dritten humanitären Konvoi und für die Anlieferung von Lebensmittel und Treibstoff über Handelsrouten nach Rukban ein", sagte sie und fügte hinzu, dass 29.000 Menschen noch dort sind. „Diese Menschen werden das Lager ebenfalls verlassen wollen, wenn sie keine humanitäre Hilfe und keinen dritten Konvoi erhalten“, ergänzte sie.

Länder müssen mehr tun, um Geburtenrate mit geringem Geburtsgewicht zu senken

Geburtsgewicht16. Mai 2019 - Am Mittwoch wurde ein von den Vereinten Nationen unterstützter Bericht veröffentlicht, in dem Länder dazu aufgerufen werden, größere Anstrengung zur Steigerung der Geburtsraten zu unternehmen. Auch müsse von vielen Länder mehr investiert werden, um die Anzahl an Babys mit einem niedrigem Geburtsgewicht zu verringern.

Jedes siebte Baby weltweit ist laut der Studie des Londoner Instituts für Hygiene und Tropenmedizin, des UN-Kinderhilfswerks UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation bei der Geburt zu leicht. Mehr als 20 Millionen Neugeborene wurden 2015 mit einem niedrigen Geburtsgewicht von weniger als 2.500 Gramm geboren.

Die Studie zeigt nicht nur, dass in diesem Jahr mehr als 20 Millionen Babys mit niedrigem Geburtsgewicht geboren wurden, sondern auch, dass 80 Prozent der 2,5 Millionen Neugeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht jedes Jahr sterben, weil sie entweder vorzeitig geboren wurden und / oder zu klein waren. Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht leiden auch unter einem höheren Risiko für Entwicklungsbeeinträchtigungen sowie Krankheiten im späteren Leben - darunter chronische Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Drei Viertel dieser Kinder kamen der Studie zufolge in Südasien und in afrikanischen Ländern südlich der Sahara zur Welt. Aber auch in wohlhabenden Ländern Europas, in Nordamerika, Australien und Neuseeland hat es demnach seit dem Jahr 2000 kaum Fortschritte bei der Verringerung des Anteils von Geburten mit niedrigem Geburtsgewicht gegeben.

„Wir haben in den letzten 15 Jahren kaum Veränderungen erlebt“, sagte die Hauptautorin, Hannah Blencowe. Sie fügte weiter hinzu, „dass die nationalen Regierungen zu wenig tun, um geringes Geburtsgewicht zu senken.“

Im Jahr 2012 hatten die 195 WHO-Mitgliedstaaten beschlossen, den Anteil der Geburten mit niedrigem Geburtsgewicht bis 2025 um 30 Prozent zu verringern. Die neuen Schätzungen dokumentieren laut UNICEF aber einen leichten Rückgang der weltweiten Häufigkeit von niedrigem Geburtsgewicht.

Die Studienautoren riefen dazu auf, weltweit jedes Baby sofort nach der Geburt zu wiegen und besser zu versorgen. Mit Gesundheitsmaßnahmen wie Aufklärungskampagnen sollten die Ursachen für niedriges Geburtsgewicht bekämpft werden.

Jemen: UN-Monitoring-Team überprüft Abzug der Streitkräfte aus wichtigen Hafengebieten

foto un news 215.05.2019 - Das zur Überwachung der Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den Kriegsparteien im Jemen eingesetzte UN-Team hat den Abzug der Ansar Allah und Houthi-Truppen aus den wichtigen Hafengebieten des Landes formell überprüft und die bisherige Zusammenarbeit als „sehr gut" bezeichnet.

Der Vorsitzende der UN-Unterstützungsmission (UNMHA), Generalleutnant Michael Lollesgaard, gab am Dienstag eine Erklärung ab. Er bestätigte, dass der Abzug der Streitkräfte aus den Häfen Hudaydah, Salif und Ras Issa, der Teil des Abkommens zwischen den Houthi-Führern und der jemenitischen Regierung gewesen war, wie vereinbart vonstatten gegangen sei.

Der Generalleutnant bekräftigte, dass die Handlungen der Houthi-Truppen erste Schritte in Richtung der Umsetzung des Abkommens seien, das beide Parteien im Dezember 2018 unterzeichnet hatten und welches von den Vereinten Nationen unterstützt wird.

Die nächsten Schritte bei der Umsetzung des Abkommens von Hudaydah durch die Vereinten Nationen werden voraussichtlich eine verstärkte Präsenz der Vereinten Nationen umfassen, um die Verwaltung von Hudaydah, Salif und Ras Issa zu gewährleisten. Zudem wird UNVIM, das UN-Büro zur Überwachung von Schiffen, die versuchen in den Häfen anzulegen, in diesen Aufgaben verstärkt Unterstützung erhalten.

Die vollständige Umsetzung des Abkommens sei laut Generalleutnant Lollesgaard entscheidend für die Rückkehr zu Frieden und Stabilität im Jemen. Zudem betonte er, dass „die Gewährleistung eines effektiven humanitären Zugangs zu dem Land, in dem Millionen von Menschen weiterhin lebensnotwendige Hilfe benötigen" eine Priorität sein muss.

Am Dienstag trat Martin Griffiths, der UN-Sondergesandte für den Jemen, mit den Kriegsparteien in der jordanischen Hauptstadt Amman zusammen, um mit den Verhandlungen über die Umsetzung der wirtschaftlichen Bestimmungen des Abkommens von Hudaydah zu beginnen. Diskutierte Themen umfassen die Verwaltung der Einnahmen aus den Häfen Hudaydah, Ras Issa und Salif sowie deren Verwendung für die Zahlung von Gehältern des öffentlichen Dienstes im ganzen Land.

Hass im Internet: In Christchurch ruft Guterres zu Toleranz und Solidarität auf

guterres newzeeland14. Mai 2019 - Bei seinem dreitägigen Besuch in Neuseeland sprach UN-Generalsektretär António Guterres den Opfern des Moscheeangriffs in Christchurch seine Anteilnahme aus. Bei zwei Anschlägen auf Moscheen wurden am 15. März während der Freitagsgebete 51 Muslime erschossen. Per Livestream übertrug der Täter die Anschläge im Internet.

In der Al Noor Moschee am Dienstag sagte Guterres der muslimischen Gemeinde, dass es keine Worte gebe, um ihre Schmerzen und Kummer zu lindern. Er wollte daher an den Ort des Geschehens kommen, „um Liebe, Unterstützung und völlige Bewunderung zu verbreiten.“

Bei dem Treffen mit Überlebenden des Anschlags prangerte der UN-Generalsekretär besonders die Ausbreitung von Hassbotschaften im Internet an. Diese verbreiten sich wie ein „Lauffeuer in den sozialen Medien“. Der UN-Generalsekretär fügte hinzu, dass dieses Feuer gelöscht werden müsse, denn „es gibt keinen Raum für Hassrede – weder online noch offline“.

Guterres bekräftigte im Zuge dessen seine Pläne für die globale UN-Initiative zur Bekämpfung von Hass im Internet und zum Schutz von heiligen Stätten.

Dazu hat er den Hohen Vertreter der Allianz der Zivilisationen der Vereinten Nationen, Miguel Moratinos gebeten, einen Aktionsplan zu entwickeln, der es den Vereinten Nationen ermöglicht, sich voll und ganz für den Schutz religiöser Stätten einsetzen zu können. Auch der Sonderbeauftragte für die Völkermord-Prävention, Adama Dieng, wurde damit beauftragt, ein UN-Team zusammenzubringen, um die Reaktion auf Hassreden zu verstärken und ebenfalls einen Aktionsplan vorzulegen.

Der Besuch des Generalsekretärs in Neuseeland ist Teil einer Reise durch die pazifischen Inselstaaten, bei der das dringende Problem des Klimawandels eine wichtige Rolle spielt. Am Mittwoch wird er bei Pacific Islands Forum sprechen, das dieses Jahr in Fidschi stattfindet, bevor er in Tuvalu und Vanuatu Halt macht.

Guterres beruft für September einen großen UN-Klimagipfel ein, der im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York stattfinden soll.

UN-Generalsekretär: Neuseeländische Jugendliche an vorderster Front im Kampf gegen den Klimawandel

New Zealnd13. Mai 2019 – UN-Generalsekretär António Guterres hat am Montag vor jungen Māoris und den Einheimischen der Pazifischen Inseln in Neuseeland gesprochen. Er drückte der Jugend seinen Dank für ihre Führungsposition im Kampf gegen den Klimawandel aus. 

Guterres würdigte auch die wichtige Rolle der Generation Zero, einer neuseeländischen Jugend-Organisation. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung von Lösungen für das Land zur Verringerung der Kohlenstoffbelastung durch intelligente Verkehrsmittel, lebenswerte Städte und die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Der UN-Generalsekretär erinnerte daran, dass er auf der COP24, der UN-Klimakonferenz 2018, auf Widerstand gestoßen sei. Regierungen weltweit haben nach wie vor Angst vor dem Fortschritt und vergessen, dass die Kosten der Untätigkeit viel höher sind als die Kosten des Klimaschutzes. 

Rund 52 Millionen Menschen im Nahen Osten und Nordafrika leiden unter chronischer Unterernährung

9. Mai 2019 – rfdifowdfwDer Hunger nimmt weiter zu, da sich Konflikte und langwierige Krisen in der Region Naher Osten und Nordafrika (NENA) verschärft haben. Die Ernährungssicherheit für die kommenden Jahre wird durch diese Entwicklung beeinträchtigt werden, warnte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). 

„Konflikte und zivile Instabilität haben nachhaltige Auswirkungen auf die Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit der betroffenen und umliegenden Länder in den Regionen", sagte Abdessalam Ould Ahmed, stellvertretender Generaldirektor und NENA-Vertreter der FAO. Er stellte fest, dass die Verwirklichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, einschließlich des Hauptziels zwei: von Zero Hunger, gefährdet sein könnte. 

Der regionale Überblick der FAO über Ernährungssicherheit im Nahen Osten und Nordafrika unterstreicht, dass seit 2011 52 Millionen Menschen in der Region an chronischer Unterernährung leiden. Der Bericht hebt auch hervor, dass die Arbeitslosigkeit in NENA, insbesondere für Jugendliche und Frauen, eine große regionale Herausforderung darstellt.

UN starten innovatives Programm zur Aufdeckung und Störung terroristischer Reisen

UNRIC8. Mai 2019 – Das Büro der Vereinten Nationen für Terrorismusbekämpfung (UNOCT) hat am Dienstag ein neues Programm zur Verbesserung der Verfolgung mutmaßlicher Terroristen mit modernster Software gestartet.

Der Start des Programms der Vereinten Nationen zur Bekämpfung terroristischer Reisen erfolgt nach der territorialen Niederlage der irakischen und syrischen ISIL-Terrorgruppe. Tausende von ausländischen terroristischen Kämpfern (FTFs) versuchen nach Hause zurückzukehren oder sich zurückzuziehen. Dies stellt eine große Bedrohung für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit dar.

Das Programm soll den Ländern helfen die Aufdeckung von FTFs und Schwerverbrechern durch die Erhebung, Identifizierung und Analyse ihrer Passagierdaten zu erleichtern.

Mehrere UN-Terrorismusbekämpfungsabteilungen sowie die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) werden bei der Umsetzung der Initiative eng zusammenarbeiten. Sie gewähren Ländern freien Zugang zur fortschrittlichen „goTravel"-Software, die Reisedaten analysiert, um den Ländern zu helfen Terroristenbewegungen aufzudecken und zu stören.

Die Welt ist "in Alarmbereitschaft" – UN-Bericht warnt vor Aussterben von einer Million Arten

biodiversity report7. Mai 2019 - Ein erschütternder Bericht über die Auswirkungen des Menschen auf die Natur zeigt, dass fast eine Million Arten bedroht sind, innerhalb von Jahrzehnten auszusterben, während derzeitige Artenschutzbemühungen ohne radikalere Schutzmaßnahmen wahrscheinlich scheitern werden, sagten UN-Biodiversitätsexperten am Montag.

Audrey Azoulay, Generaldirektorin der UNESCO, sagte in Paris anlässlich der Veröffentlichung der globalen Studie, der ersten dieser Art seit 2005, dass ihre Ergebnisse die Welt „in Alarmbereitschaft versetzen.“ "Nach der Unterzeichnung dieses historischen Berichts kann niemand mehr behaupten, er hätte nichts gewusst", sagte die Leiterin der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESSCO). „Wir können die Vielfalt des Lebens nicht länger zerstören. Dies ist unsere Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen.“ Mit Hinweis auf die universelle Bedeutung der biologischen Vielfalt – die Vielfalt innerhalb der Arten, zwischen Arten und von Ökosystemen - sagte Frau Azoulay, dass ihr Schutz „genauso wichtig ist wie die Bekämpfung des Klimawandels.“

Der Bericht, der mehr als 130 Regierungsdelegationen im UNESCO-Hauptquartier zur Annahme vorgelegt wurde, umfasst die Arbeit von 400 Experten aus mindestens 50 Ländern, die von der in Bonn ansässigen Plattform für zwischenstaatliche Wissenschaftspolitik zu Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (IPBES) koordiniert werden.

In der Studie werden nicht nur umfassende Einblicke über den Zustand der Natur, der Ökosysteme und wie die Natur alle menschlichen Aktivitäten untermauert, dargelegt, sondern auch Fortschritte entlang wichtiger internationaler Ziele wie den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs), den Aichi Biodiversity Targets und dem Pariser Klimaabkommen verdeutlicht.

In Bezug auf die gefährdete Tier- und Pflanzenwelt legt die Studie dar, dass menschliche Aktivitäten „heute mehr Arten als je zuvor bedrohen“ – ein Befund, der auf der Tatsache beruht, dass rund 25% der Arten in Pflanzen- und Tiergruppen anfällig sind. Dies bedeutet, dass rund eine Million Arten "bereits innerhalb von Jahrzehnten vom Aussterben bedroht sind, es sei denn, es werden Maßnahmen ergriffen, um die Intensität der Treiber für den Verlust der biologischen Vielfalt zu reduzieren.“ Ohne solche Maßnahmen wird es zu einer "weiteren Beschleunigung" der globalen Artensterbenrate kommen, die bereits "mindestens zehn- bis hundertmal höher ist als im Durchschnitt der letzten 10 Millionen Jahre", heißt es im Bericht.

Der globale Bewertungsbericht 2019 über Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen ist auch der erste seiner Art, der indigenes Wissen über Probleme, Fragen und Prioritäten untersucht und einbezieht, erklärte IPBES in einer Erklärung. IPBES‘ Ziel ist es, die Politik für eine nachhaltige Nutzung der Biodiversität, ein langfristiges menschliches Wohlergehen und eine nachhaltige Entwicklung zu stärken. "Der Verlust von Arten, Ökosystemen und genetischer Vielfalt ist bereits eine globale Generationsbedrohung für das menschliche Wohlbefinden", betonte Sir Robert Watson, IPBES-Vorsitzender. „Der Schutz der unschätzbaren Beiträge der Natur für die Menschen wird die entscheidende Herausforderung der kommenden Jahrzehnte sein. Politik, Bemühungen und Maßnahmen auf jeder Ebene werden jedoch nur dann Erfolg haben, wenn sie auf bestem Wissen und Evidenz basieren.“

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