Donnerstag, 18 Juli 2019
UNRIC logo - Deutsch
                

Schlagzeilen

Inklusion, Befähigung und Gleichberechtigung „müssen im Mittelpunkt unserer Bemühungen“ für nachhaltige Entwicklung stehen, sagt Guterres

GuterresSpeechHLPF17. Juli 2019 – Laut UN-Generalsekretär António Guterres fordern Menschen weltweit einen „transformativen Wandel, der fair und nachhaltig gestaltet ist". In seiner Rede zur Eröffnung des Ministertreffens im Rahmen des diesjährigen hochrangigen politischen Forum für nachhaltige Entwicklung (HLPF) rief er am Dienstag alle Regierungschefs dazu auf, "ein Jahrzehnt der Umsetzung und des Handelns für Menschen und den Planeten anzustoßen".

"Es ist bewiesen, dass Entwicklung nicht nachhaltig ist, wenn sie nicht auch fair und inklusiv ist, und dass wachsende Ungleichheiten langfristiges Wachstum verhindern", so Guterres. Er fügte hinzu, dass "es zunehmende Belege" für die "transformativen Auswirkungen von Gleichstellung und Inklusion" insbesondere von Frauen gibt, in Form eines höheren Bruttoinlandsprodukts, mehr Stabilität sowie einer verbesserten Leistung des Privatsektors und institutioneller Wirksamkeit, betonte er.

Das drei-tägige Ministertreffen endet morgen am letzten Tag des vom Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) einberufenen HLPF 2019 – der UN-Platform, welche die Maßnahmen der Mitgliedstaaten zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung und allgemeinen Fortschritt hin zur Erreichung der 17 Ziele dokumentiert und diskutiert.

Gespräche werden während des SDG Summit zur 74. Generalversammlung am UN-Haupsitz in New York vom 24. – 25. September 2019 weitergeführt.

Immer mehr hungrige Menschen, Millionen Kinder brauchen Impfstoffe, Kinder in Mali brauchen mehr Schutz

Hunger Impfungen16. Juli 2019 – Null Hunger zu erreichen ist eine „immense Herausforderung“, da die Zahl der Hungernden steigt. 20 Millionen Kindern fehlen potenziell lebensrettende Impfstoffe. Die Ermordung von Gesundheitspersonal in der Demokratischen Republik Kongo zeigt, dass eine stärkere Reaktion auf Ebola erforderlich ist; Ein UN-Experte fordert ein Ende der Missachtungen der Rechte für Kinder in Mali; und eine bessere Ausbildung ist erforderlich, um die weltweite Jugendarbeitslosigkeit zu senken.

Immer mehr Menschen hungern auf der ganzen Welt, teilte ein neuer UN-Bericht am Montag mit, der den Stand der Ernährungssicherheit und der Ernährung in der Welt im Jahr 2019 darlegt. Dies bedeutet, dass das Erreichen des Null-Hunger-Vorgabe der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bis 2030 eine „immense Herausforderung“ wird.

Laut einer gemeinsamen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF) fehlen 20 Millionen Kindern lebensrettende Impfstoffe. Die meisten nicht geimpften Kinder stammen aus den ärmsten Ländern der Welt, und eine unverhältnismäßig hohe Anzahl lebt in fragilen oder konfliktträchtigen Gebieten von betroffenen Staaten.

Tödliche Angriffe auf UN-Gesundheitspersonal in von Ebola betroffenen Gebieten der Demokratischen Republik Kongo zeigen – darunter einer am Wochenende, bei dem zwei Mitarbeiter starben – dass die Bekämpfung des Krankheitsausbruchs eine weitaus stärkere internationale Unterstützung erfordert. Die Notwendigkeit einer stärkeren Unterstützung für die Ebola-Antwort wurde damit unterstrichen.

Die Bedeutung der Bildung wurde von der hochrangigen UN-Beamtin Virginia Gamba hervorgehoben, indem sie ein strengeres Kinderschutzgesetz forderte, das Bestimmungen für von Konflikten betroffene Kinder enthält. Gamba betonte, dass jedem Kind das Recht auf Identität durch Registrierung der Geburt eingeräumt werden sollte und es ein Ende der "(Rechts-)Verstöße gegen Kinder" in Mali geben muss.

UNICEF startet neues Bildungszugangsprogramm in Somalia

Somalia UNICEF Bildung15. Juli 2019 – Mehr als 50 Prozent der Kinder in Somalia gehen nicht in die Schule. Der Zugang zu Bildung ist äußerst begrenzt. Um das Problem anzugehen, hat sich der UN-Kinderfonds UNICEF mit der Regierung und dem globalen „Education Cannot Wait“ Fond zusammengetan, um ein Programm zu starten, das Kindern, die von anhaltenden Krisen im Land betroffen sind, helfen soll.

Dürre, Ernährungsunsicherheit, Armut und Ungleichheit sind einige der Herausforderungen, wegen denen weniger Kinder in die Schule gehen. Die Bildungsaussichten für Kinder in Somalia in ländlichen Gebieten und für Binnenvertriebene im schulpflichtigen Alter sind besonders schlecht: Nur 26 Prozent der Kinder in ländlichen Gemeinden und 16 Prozent der Binnenvertriebenen gehen in die Grundschule.

Das Programm hat eine Laufzeit von drei Jahren und ist mit einem Budget von 64 Millionen US-Dollar ausgestattet. Es soll mehr als 54.000 Kindern eine Ausbildung ermöglichen.

In einer am Samstag veröffentlichten UNICEF-Erklärung wurde gesagt, dass das Ziel darin besteht, „verbesserte Lernergebnisse für Kinder im schulpflichtigen Alter zu erzielen, die von Notfällen betroffen sind“, indem der Zugang zu qualitativ hochwertiger, integrativer, geschlechtsspezifischer, kinderfreundlicher und nachhaltiger Bildung verbessert wird.

UN-Generalsekretär António Guterres besucht Mosambik

Mozambique Zyklone Guterres Besuch 11. Juli 2019 – UN-Generalsekretär António Guterres hat seinen zweitägigen Besuch in der südafrikanischen Nation Mosambik angetreten. Er wird sich vor Ort ein Bild von den Schäden machen, die die tödlichen Wirbelstürme Anfang dieses Jahres hinterlassen haben.

Nach Angaben der Vereinten Nationen waren 1,85 Millionen Menschen in den Provinzen Inhambane, Manica, Tete, Zambézia und Sofala, vom Zyklon Idai betroffen. Insbesondere in der geschäftigen Küstenstadt Beira wurden 90% der gesamten Infrastruktur beschädigt.

Nur sechs Wochen später traf ein zweiter verheerender Sturm – Zyklon Kenneth – die nördlichen Provinzen Cabo Delgado und Nampula. Mehr als 400.000 Menschen waren davon betroffen.

Auf beide Zyklone folgten wochenlange Regenfälle, die für verehrende Sturmfluten und massive Überschwemmungen sorgten. Ein Mitarbeiter der Vereinten Nationen beschrieb das überflutete Gebiet einmal als "Binnenmeer", das so groß wie Luxemburg war, etwa 125 km mal 25 km breit.

Generalsekretär Guterres wird seine Mission am Donnerstag mit einem Treffen mit Präsident Filipe Nyusi beginnen. Vor dem Treffen wird er aktuelle Informationen zur Lage und Arbeit von den UN-Agenturen vor Ort erhalten.

Im vergangenen Monat veranstaltete das Land eine Spendenkonferenz, auf der 3,2 Milliarden US-Dollar gesammelt werden sollten, um den Wiederaufbau der betroffenen Gebiete zu erleichtern. Internationale Spender haben nur 1,2 Milliarden US-Dollar zugesagt.

Damals erklärte der UN-Generalsekretär: "Dies ist der Moment, um unsere Solidarität mit einem Land, das von einer der schlimmsten wetterbedingten Katastrophen in der afrikanischen Geschichte betroffen ist, in konkrete Gesten umzusetzen." Weiter betonte er die Dringlichkeit der Bekämpfung des Klimawandels.

UN-Generalsekretär Guterres: Globale Reaktion auf Armut und Umweltziele ist "nicht ehrgeizig genug"

SDG report guterres 201910. Juli 2019 – Nach Ansicht von UN-Generalsekretär António Guterres muss weltweit viel mehr getan werden, um Armut zu bekämpfen und die Umwelt zu schützen. Die bisherigen Maßnahmen, die die Staats- und Regierungschefs im Jahr 2015 vereinbart haben, seien nicht „ehrgeizig genug“.

In seinem neuen Bericht über die Fortschritte bei der Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) erklärte der UN-Chef, dass die Regierungen auf der ganzen Welt zwar eine „Vielzahl an Maßnahmen“ ergriffen hätten, die am stärksten gefährdeten Menschen und Länder jedoch weiterhin am meisten leiden. "

Die 17 SDGs verpflichten die Länder, Anstrengungen zu unternehmen, um alle Formen der Armut zu beenden und Ungleichheiten, sowie den Klimawandel zu bekämpfen.

Neue UN-Studie: Durch Mord verlieren weit mehr Menschen ihr Leben als durch bewaffnete Konflikte

Homicide Report09. Juli 2019 – Eine Studie des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hat herausgefunden, dass 2017 ungefähr 460.000 Menschen auf der ganzen Welt Opfer mörderischer Gewalt geworden sind. Das ist mehr als das Fünffache an Menschen, die im selben Zeitraum in bewaffneten Konflikten getötet wurden.


Laut der UNODC-Studie ist Mittelamerika die gefährlichste Region, in der die Zahl der Morde oder rechtswidrigen Tötungen auf 62,1 pro 100.000 Menschen angestiegen ist. Die sichersten Orte befinden sich in Asien, Europa und Ozeanien wo die Mordraten bei 2,3; 3,0 und 2,8 liegen.

 

Die Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das organisierte Verbrechen für fast jeden fünften Mord verantwortlich ist. In allen Regionen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Jungen Opfer von Mord werden, mit zunehmendem Alter, während Jungen im Alter zwischen 15 und 29 Jahren das weltweit höchste Mordrisiko haben.

 

Während Frauen und Mädchen einen weitaus geringeren Anteil an Opfern haben als Männer, tragen sie nach wie vor „die größte Last“ eines Mordes, da diese häufig von vertrauten Partnern und Familienmitgliedern begangen werden. Dem Bericht zufolge sind bei Mordfällen neun von zehn Verdächtigen Männer.


Die Studie unterstreicht auch, wie wichtig es ist, Korruption zu bekämpfen, die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und in öffentliche Dienstleistungen zu investieren - insbesondere in das Bildungswesen. Dies sei „entscheidend“ bei der Reduzierung von Gewaltverbrechen, heißt es in dem Bericht.

Syrien: Mindestens sieben Kinder bei Luftangriff getötet

Syria 7 Killed UNICEF08. Juli 2019 - Laut dem UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) wurden am Samstag mindestens sieben Kinder bei einem Luftangriff auf das Dorf Mhambel am Stadtrand von Idlib im Nordwesten Syriens getötet.

"Die offensichtliche Missachtung der Sicherheit und des Wohlbefindens von Kindern bei diesen Angriffen ist entsetzlich", erklärte UNICEF-Chefin Henrietta Fore. Sie fügte hinzu: "Mein Herz ist gebrochen für die jungen Menschen, die ihr Leben verloren haben, und für alle Kinder in der Region, die in Gefahr sind.“

Insgesamt sollen bei dem von Regierungstruppen verübten Angriff mit Raketen und Fassbomben mindestens 20 Zivilisten getötet worden sein. Seit Anfang dieses Jahres wurden bereits 140 Kinder im Nordwesten Syriens getötet.

Venezuela: UN fordern Ende der Menschenrechtsverletzungen

Bachelet Venezuela05. Juli 2019 – Die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hat die venezolanischen Behörden dazu aufgefordert, umgehend Maßnahmen gegen die weitverbreiteten Rechtsverletzungen gegen die Bevölkerung des Landes zu ergreifen. Weiter sagte sie, dass die Behörden in Venezuela daran arbeiten sollen, „diese alles verzehrende Krise“ zu lösen.

Michelle Bachelets Appell an die Regierung von Nicolas Maduro geht ihrer Rede vor dem Menschenrechtsrat am Freitag voraus und folgt ihrem offiziellen Besuch in Venezuela vom 19. bis 21. Juni.

Mit Ihren Ausführungen reagiert sie auch auf die Veröffentlichung eines neuen Berichts des Amtes des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) zu Venezuela. Dieser wurde von den Mitgliedern des Menschenrechtsrats beauftragt, wegen bestehender Bedenken zur Situation in Venezuela.

Frühere OHCHR-Berichte sprachen von Tötungen, der Anwendung übermäßiger Gewalt gegen Demonstranten, willkürliche Inhaftierungen, Misshandlungen und Folter. Die neueste Veröffentlichung warnt: "Wenn sich die Situation nicht verbessert, wird der beispiellose Zustrom venezolanischer Migranten und Flüchtlinge anhalten und die Lebensbedingungen der verbleibenden Menschen werden sich verschlechtern."

In Anbetracht der Notlage der venezolanischen Zivilbevölkerung berichtet OHCHR, dass „große Teile der Bevölkerung keinen Zugang zur Verteilung von Nahrungsmitteln haben. Besonders betroffen seien Frauen, die "durchschnittlich 10 Stunden pro Tag in der Warteschlange stehen", für Nahrungsmittel die "zunehmend knapp und unerschwinglich werden".

Die Gesundheitsversorgung wird auch als „katastrophal“ bezeichnet, da es in Krankenhäusern an Personal, Versorgung, Medikamenten und Elektrizität mangelt, um lebenswichtige Maschinen am Laufen zu halten. Zwischen November 2018 und Februar 2019 starben 1.557 Menschen aufgrund mangelnder Versorgung in Krankenhäusern, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf eine nationale Krankenhausumfrage.

Seite 1 von 216

Start
Zurück
1

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2778

UN Card 2016 DE 250px front