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Schlagzeilen

Facebook Debatte über Privatsphäre zeigt: Mehrzahl der Länder nicht auf digitale Wirtschaft vorbereitet

digital economy globalization un privacy data unctad unric29. März 2018 - Die Zahl der Internetnutzer steigt rasant. Vor dem Hintergrund, dass mehr Menschen als je zuvor online einkaufen und Dienstleistungen erwerben, muss der Schutz ihrer Privatsphäre höchste Priorität haben, sagten die Vereinten Nationen in einer Stellungnahme.

Nach Enthüllungen über den unzulässigen Zugriff eines politischen Datenanalyse-Unternehmens auf private Daten von Facebook Nutzern sind in der vergangenen Woche in vielen Ländern Datenschutzbedenken aufgekommen. Die mit der Ökonomie der Globalisierung befasste UN-Organisation UNCTAD teilte am Mittwoch mit, dass dies „deutlich mache, dass die meisten Länder schlecht auf die digitale Wirtschaft vorbereitet sind.“ 

Dies sei umso besorgniserregender, als dass mehr als 90% aller in den letzten fünf Jahren hinzugekommenen Internetnutzer in Entwicklungsländern leben. Davon genießen nur ungefähr die Hälfte die Vorteile einer Datenschutzgesetzgebung.

Im Jahr 2016 hat der Umfang des Onlinehandels 26 Billionen Dollar erreicht. Insbesondere aus diesem Grund sei es von enormer Bedeutung, niemanden von den Vorteilen des E-Commerce auszuschließen.

„Wir wissen, dass die digitale Wirtschaft große Vorteile für Entwicklungsländer mit sich bringen kann, aber wir müssen uns mit einigen wichtigen Fragen auseinandersetzen, um sicherzustellen, dass die Digitalisierung uns in eine Zukunft führt, in der wir leben möchten,“ sagte Mukhisa Kituyi, Generalsekretär der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD). 

Kituyis Forderung fällt mit der von UNCTAD veranstalteten E-Commerce Woche zusammen - dem führenden Forum für Diskussionen zwischen Regierungen, Privatsektor, Entwicklungsbanken, Wissenschaft und Zivilbevölkerung rund um die Entwicklungschancen und Herausforderungen der sich entfaltenden digitalen Wirtschaft.

Die vom 16. bis 20. April in Genf stattfindende Konferenz, die unter der Überschrift „Entwicklungsdimensionen digitaler Plattformen“ stehen wird, widmet sich Technologien, die eine nachhaltige Entwicklung fördern können. 

Zu den erwarteten Highlights zählt neben hochrangigen Dialogen ein ministerieller runder Tisch. Im Laufe der Woche werden auch Themen wie digitale Identitäten, Online-Verbraucherschutz, Handel und E-Commerce in der digitalen Ära, Blockchain-Technologien und die Rolle regionaler Banken behandelt. 

Syrien: Wenn Waffen sprechen, zahlen Zivilisten den Preis

28. MärzDer UN-Sicherheitsrat befasst sich mit dem Konflikt in Syrien 2018 - Über 1700 Menschen sind Berichten zufolge seit Ende Februar durch militärische Operationen und Luftangriffe gestorben, berichtete UN-Notfallkoordinator Mark Lowcock dem UN-Sicherheitsrat am Dienstag. Er betonte, dass die letzten Monate durch unerbittliches Blutvergießen gekennzeichnet waren.

Laut Lowcock wird weiterhin von Angriffen auf kritische zivile Infrastruktur wie medizinische Einrichtungen berichtet, mit mindestens 28 Berichten zu Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen seit Mitte Februar und über 70 geprüften Zwischenfällen seit Beginn des Jahres.

„Zehntausende Menschen wurden aufgrund des andauernden Kriegs aus ihrer Heimat vertrieben und leben in überfüllten und schlecht ausgestatteten Notunterkünften. Es gibt Mangel an Wasser und Sanitäranlangen, sowie vermehrte Sicherheitsprobleme", sagte Lowcock weiter.

„Uns werden eigentlich nur Krümel gereicht – gelegentlich ein Hilfskonvoi hier, ein Hilfskonvoi dort, meist kurz vor der monatlichen Sitzung des UN-Sicherheitsrats", sagte der UN-Notfallkoordinator.

Zum Abschluss seines Briefings erinnerte Lowcock an die im letzten Monat verabschiedete Resolution 2401, in der die sofortige Beendigung aller Feindseligkeiten und Zugang für humanitäre Hilfslieferungen gefordert wird, und rief die UN dazu auf, die Resolution in die Tat umzusetzen.

Seit Beginn des Konflikts im März 2011 sind mehr als 13 Millionen Syrer abhängig von humanitärer Unterstützung, mehr als 6,1 Millionen Syrer gelten als Binnenvertriebene und über 5,5 Millionen sind ins Ausland geflohen. Außerdem wurden ein Drittel aller Häuser und ungefähr die Hälfte aller medizinischen Einrichtungen im Land zerstört. Circa zwei Drittel der syrischen Kinder haben durch den andauernden Konflikt Verletzungen erlitten, einen Familienangehörigen oder ihr Zuhause verloren.

Der scheinbar endlose Krieg in Syrien hat bereits die Dauer des Zweiten Weltkrieges überschritten.

Die Vereinten Nationen bekräftigen ihre Forderung nach einer politischen Lösung im Jemen-Konflikt, der sich diese Woche zum dritten Mal jährt

Krieg und Zerstörung im Jemen dauern an27. März 2018 - Drei Jahre nachdem die saudi-arabisch geführte Koalition im Jemen intervenierte und nur Stunden nachdem Berichten zufolge die Houthi-Rebellen Raketen auf Städte in Saudi-Arabien feuerten, sagte UN-Generalsekretär António Guterres, dass die Eskalation der Gewalt keine Lösung sei und forderte alle Parteien zur Zurückhaltung auf.
Der UN-Generalsekretär betone, dass eine politische Lösung nur durch einen inklusiven Dialog mit den innerstaatlichen jemenitischen Akteuren erzielt werden könne, so Farhan Haq, stellvertretender Sprecher der Vereinten Nationen.
Um eine politische Lösung für den andauernden kriegerischen Konflikt zu finden, haben die UN einen Unterhändler in die Region entsendet, der sich mit den kriegsführenden Parteien treffen wird.
Die Kämpfe dauern seit drei Jahren an und haben zu einer humanitären Krise im Land geführt, die sich stetig verschlimmert. Der Konflikt hat Schätzungen zufolge 22,2 Millionen Menschen von humanitären Hilfslieferungen abhängig gemacht.
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hatte am Montag berichtet, dass während des Krieges tausende Kinder getötet und schwer verletzt wurden. Über 2500 Schulen wurden durch den Krieg teilweise zerstört und dienen zurzeit als Auffanglager für Vertriebene.
Neben der eskalierenden Gewalt sind die Menschen im Jemen durch sich ausbreitende Krankheiten bedroht. 2017 sind hunderte Kinder an Cholera und Diphterie gestorben.
Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition war am 26. März 2015 in den innerstaatlichen Konflikt interveniert, nachdem sich der jemenitische Präsident Abd Rabbuh Mansour Hadi an sie gewandt hatte, um seine Rückkehr in die von Houthi-Rebellen besetzte Hauptstadt Sanaa zu ermöglichen.

Die Vereinten Nationen schließen sich der Earth Hour an und rufen zum Umweltschutz auf

Hauptsitz der UN schaltet die Lichter für eine Stunde aus26. März 2018 - Die Vereinten Nationen haben am Samstagabend an ihrem Hauptsitz in New York sowie einigen Büros weltweit das Licht ausgeknipst. Damit folgten die UN zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Welt, denen für eine Stunde der Strom abgestellt wurde. Die Earth Hour ist ein internationales Ereignis, das auf den Klimawandel und den massiven Energieverbrauch aufmerksam machen soll.
In einer Videobotschaft hat UN-Generalsekretär António Guterres Menschen aus aller Welt dazu aufgefordert, ihm zu folgen und die Lichter für eine Stunde auszuschalten, um ein Zeichen für einen gesünderen Planeten zu setzen.
„Der Klimawandel schreitet schneller voran als erwartet. Die besorgniserregenden Auswirkungen treffen uns alle: Ressourcen und Ökosysteme stehen unter dauerhaftem Druck.“ Die Earth Hour sei deshalb eine gute Möglichkeit, unsere Entschlossenheit für Veränderung zu zeigen, so Guterres. Der Umweltschutz sei Selbstschutz, betonte er.
Vom World Wildlife Fund (WWF) organisiert, sollte die Earth Hour Individuen, Unternehmen, Organisationen und Regierungen auf der gesamten Welt dazu ermutigen, um 20:30 Uhr Ortszeit alle Lichter für eine Stunde auszuschalten.
Dieses Jahr wurde im Rahmen der Earth Hour der direkte Zusammenhang zwischen Klimawandel und Verlust an Biodiversität betont. Als Folge der globalen Klimaerwärmung sind tausende Pflanzen- und Tierarten vom Aussterben bedroht.

 LINK: https://bit.ly/2Gqlmnv

Erste SDG Action Awards verliehen

Group photo of the SDG Awards winners 2018 Bonn22. März 2018 - Die Gewinner der SDG Action Awards wurden am Mittwoch von der UN SDG Action Campaign bekannt gegeben. Im Rahmen der Preisverleihung während des Global Festival of Action in Bonn wurde deren Engagement und Einsatz für eine nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt gestellt.

„Es handelt sich hier um „Action“ Awards, weil wir mehr als Worte brauchen: unsere Gewinner haben es gewagt, an Wandel zu glauben und sich für ihn einzusetzen. Sie sind ideale Beispiele für die wunderbare Arbeit, die auf der ganzen Welt von Tausenden, wenn nicht Millionen getan wird“, sagte Mitchell Toomey, Direktor der SDG Action Campaign.

Die Siegerteams kämpfen gegen Korruption in Nigeria, mobilisieren Belgier für die Umsetzung der Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs) im Alltag, stärken Kinder mit den Mitteln der Fotografie und Informatik in Bangladesch, fördern Aufklärung über Menschenrechte in Sri Lanka und vieles mehr. Damit stehen sie exemplarisch für die Bedeutung sektorübergreifenden Engagements bei der Umsetzung der SDGs.

Über 700 Nominierungen aus 125 Ländern auf sieben Kontinenten waren eingegangen.Ein Expertengremium bewertete die Bewerbungen unter Berücksichtigung der Kriterien Veränderung, Inklusion und Wirksamkeit.

Zusätzlich wurde eine offene Abstimmung über die Webseite der UN SDG Action Campaign abgehalten, in welcher die Besucher des Festivals ihrem Favoriten unter den 38 Finalisten mit ihrer Stimme zum Sieg des Public Choice Awards verhelfen konnten.

Mehr Informationen zu den Siegern finden Sie hier: http://sdgactioncampaign.org

Neue und innovative Wege, die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen – Das Global Festival of Action in Bonn

Das Gruppenfoto der Teilnehmer vom Global Festival of Action 201821. März 2018 – Das Global Festival of Action for Sustainable Development hat heute in Bonn begonnen und dauert noch bis zum 23. März. Die zweite Auflage des Festivals bringt ein breites Spektrum an Akteuren und Organisationen in Bonn zusammen. Das internationale Event bietet einen dynamischen und interaktiven Raum für die Präsentation von Innovationen und Ansätzen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung. 

Während der Eröffnungszeremonie begrüßten hochrangige Redner aus aller Welt und unterschiedlichen Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit die Teilnehmer des Festivals, die aus etwa 150 Ländern nach Bonn angereist sind. 

Unter anderem können sich Teilnehmer des Festivals an dem vom Regionalen Informationszentrum für Westeuropa (UNRIC) entwickelten Spiel „Go Goals“ ausprobieren. 

Das Global Festival of Action ist eine unkonventionelle Konferenz für nachhaltige Entwicklung und zeichnet sich vor allem durch seine Offenheit und Inklusion aus. 

Unter Berücksichtigung der fünf Schlüsselthemen Innovation, Bürgerbeteiligung, Kommunikation, Mobilisierung und interessengruppenübergreifende Zusammenarbeit liegt in diesem Jahr der Fokus auf der Frage, wie die Entwicklungsziele der UN am besten umgesetzt werden können. 

Der erste Tag des Festivals war mit zahlreichen Aktivitäten, Workshops und Podiumsdiskussionen gefüllt, die sich mit Fragen zur Umsetzung der Agenda 2030 befassten.

Am Abend wird die erste SDG Action Award Preisverleihung stattfinden, bei der unter 48 Finalisten acht Gewinner gekürt werden. 

Syrien: Tausende leiden unter verheerenden humanitären Bedingungen in Ost-Ghouta und Afrin

afrin ostghouta syria conflict refugeesTausende Menschen sind weiterhin in den Gebieten Ost-Ghoutas und Afrins eingeschlossen. Die Kämpfe an beiden Orten haben dazu geführt, dass in den letzten Monaten tausende Zivilisten getötet und hunderttausende vertrieben wurden.

Angesichts des desolaten Zustandes in Ost-Ghouta und Afrin müsse man schnellst möglich humanitäre Hilfe in den Gebieten leisten, so der UN-Koordinator in Syrien, Ali Al-Za’tari am Montag. Die Zivilisten vor Ort seien verheerenden humanitären Bedingungen ausgesetzt.

UN-Generalsekretär António Guterres hatte die Situation in Ost-Ghouta vor einiger Zeit als „Hölle auf Erden“ bezeichnet. Seit dem 11. März haben nahezu 25.000 Menschen die Region Ost-Ghouta verlassen. Der Großteil der Flüchtenden habe sich in den ländlichen Gebieten um Damaskus niedergelassen, so Ali Al-Za’tari weiter.

Aus Afrin sind inzwischen mehr als 100.000 Menschen aufgrund andauernder Kämpfe geflohen.
Die UN und ihre Partner, allen voran der Syrische Rote Halbmond, versuchen unentwegt Lieferungen zu den Notleidenden zu bringen.
Um einen sicheren Zugang zu ermöglichen sowie die Zivilbevölkerung zu schützen, forderten die UN nochmals alle Konfliktparteien auf, die Feindseligkeiten einzustellen.

UNHCR intensiviert humanitäre Unterstützung für Flüchtende aus der Demokratischen Republik Kongo (DRC)

drkongo flucht uganda unhcr vertreibung konfliktIn den letzten drei Tagen sind mehr als 4.000 Personen, hauptsächlich Frauen und Kinder, vor der eskalierenden Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo über die Grenze nach Uganda geflohen, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) am Freitag mitteilte.
Barbar Baloch, Sprecher des UNHCR, berichtete Journalisten, dass das UN-Flüchtlingshilfswerk mit Partnern in Uganda versuche, den Zustrom von Flüchtenden aus dem Nachbarland zu koordinieren. Zahlreiche Flüchtende seien erschöpft und traumatisiert. Darüber hinaus berichteten sie über zunehmende interethnische und sexuelle Gewalt.
Seit Beginn des Jahres sind mehr als 57.000 Menschen aus dem Land geflohen. Bei der überwiegenden Mehrheit (77,5%) handelt es sich um Frauen und Kinder,
Aufgrund fehlender Zugangsmöglichkeiten sei es schwer, ein detailliertes Bild über die aktuelle Lage abzugeben, so die UN-Nebenorganisation weiter. Im Zusammenhang mit dem zunehmenden innerstaatlichen und interethnischen Konflikt in DRC liegen dem UNHCR Berichte über systematische Vergewaltigungen und Tötungen vor. Den Schilderungen zufolge hätten bewaffnete Gruppierungen Dörfer angegriffen, Häuser geplündert und niedergebrannt und zahlreiche Zivilisten getötet oder gekidnappt.
Das Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat aus diesem Grund das Personal und die Ressourcen vor Ort aufgestockt. Dabei besteht deren Aufgabe vor allem in der Aufnahme und Betreuung von Flüchtenden.
Dem UN-Flüchtlingshilfswerk und seinen Partnern fehlen noch mehr als 95% des Flüchtlingsfonds für Uganda, der sich auf 180 Millionen US Dollar beläuft.

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