Samstag, 24 Februar 2018
UNRIC logo - Deutsch
                

Schlagzeilen

UNRWA wirbt für finanzielle Unterstützung

unrwa23 Januar 2018 - Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) hat am Montag eine weltweite Fundraising- Kampagne ins Leben gerufen.

Die Kampagne #DignityIsPriceless kommt nach der Ankündigung der US-Regierung, mehr als die Hälfte ihrer Hilfsmittel an die Organisation zurückzuhalten.

„An dieser Stelle möchte ich allen Betroffenen versichern, dass unsere Schulen [...] weiter geöffnet bleiben (und) die medizinische Versorgung sowie weitere Unterstützungsmaßnahmen weiterlaufen werden. Dies ist zwingend notwendig, auch wenn es sicherlich eine große Herausforderung darstellt,“ äußerte sich der Chef des Hilfswerkes, Pierre Krähebühl, während der Veröffentlichung der Kampagne.

Nach Angaben des UNRWA könnten die jüngsten Budgetkürzungen verheerende Auswirkungen haben auf das Leben von Millionen Flüchtlingen in Jordanien, dem Libanon, Syrien, im Gaza-Streifen sowie im Westjordanland. Sie gefährden die Durchführung von Hilfsmaßnahmen, wie unteranderem die Finanzierung von Bildungseinrichtungen für über 525.000 Kinder in über 700 UNRWA-Schulen sowie grundlegende medizinische Versorgung und Lebensmittelrationen.

Der Chef des Hilfswerkes betonte, dass das Mandat des UNRWA durch eine Resolution der Generalversammlung geschützt sei und rief gleichzeitig jeden dazu auf, die Kampagne zu unterstützen.

Jemen: Die UN und humanitäre Partner rufen dringend zur Unterstützung des größten humanitären Hilfsplans für Jemen auf

2Yemen Saada 2017 UN0739592. Januar 2018 – Aufgrund der sich verschlechternden Lage im Jemen veröffentlichten die Vereinten Nationen und ihre Partner einen etwa 3 Milliarden Dollar schweren Hilfsplan, um über 13 Millionen Menschen mit dringend benötigter Hilfe zu erreichen.

Am Sonntag wurde der humanitäre Hilfsplan für Jemen für 2018 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um den bisher größten gemeinsamen Aufruf für Jemen, wo wegen des zweijährigen Konflikts drei Viertel der Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Davon befinden sich rund 11 Millionen in akuter Lebensgefahr.

“Humanitäre Hilfe ist keine Lösung für die Notlage der Menschen im Jemen, aber es ist die einzige Rettungsleine für Millionen von ihnen“, bekundete Jamie McGoldrick, humanitärer Koordinator im Jemen, in einer Pressemitteilung zur Veröffentlichung des Hilfsplans. „Heute rufen die humanitären Partner die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung dieser Rettungsleine auf“.

Nach Geldkürzungen: Gesundheits- und Ausbildungsprogramme für palästinensische Flüchtlinge gefährdet

18Damascus UNRWA 2015 23961 . Januar 2018 – Mit der Entscheidung mehr als die Hälfte der Summe ihrer Investitionen für das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) einzustellen, bedrohen die Vereinigten Staaten “einen der erfolgreichsten Entwicklungshilfe-Einsätze im Nahen Osten“, erklärte der Generalkommissar der UNRWA, Pierre Krähenbühl, in einer Stellungnahme am Mittwoch.
Die USA hatten angekündigt, ihre Unterstützung von 350 Millionen auf gerade mal 60 Millionen Dollar zu reduzieren. Dieser Einschnitt bedrohe die Arbeit des Programms in der gesamten Region, fügte Krähenbühl hinzu.
“Auf dem Spiel stehen der Zugang von 525,000 Jungen und Mädchen an 700 UNRWA Schulen und deren Zukunft. Auf dem Spiel stehen die Würde und die Sicherheit von Millionen palästinensischer Flüchtlinge, der Zugang zu ärztlicher Versorgung, unter anderem Geburtshilfe und weitere lebenswichtige Leistungen“.
Die Kürzungen erhöhen zudem das Risiko erneuter regionaler Destabilisierung und Radikalisierung. Der Generalkommissar forderte daher alle anderen Partner und Spender dazu auf, ihre Unterstützung fortzuführen und neue Spendegemeinschaften und Initiativen zu gründen, um die Effektivität des Programms weiterhin zu gewährleisten.
Die Arbeit der UNRWA sei unerlässlich für die Sicherheit in der Region, unterstrich auch UN-Generalsekretär António Gutteres: „Wenn die UNRWA die Kapazität verliere, für die lebenswichtigen Leistungen und Nothilfebeiträge aufzukommen, wäre das ein sehr ernstes Problem. Und wir werden alles tun, um eine solche Situation zu verhindern.“

Warnung vor „brüchigem Frieden“- UN-Generalsekretär skizziert Handlungsfelder für 2018

17. Jgutianuar – UN-Generalsekretär António Guterres hat während eines informellen Treffens der UN-Generalsversammlung auf die größten Herausforderungen für das Jahr 2018 hingewiesen. Dabei rückte er den Nuklearstreit auf der koreanischen Halbinsel, den Klimawandel sowie die Konflikte im Nahen Osten und die Rohingya-Krise in den Fokus.
„Bei meinem Amtsantritt letztes Jahr habe ich dazu aufgerufen, das Jahr 2017 zu einem Jahr des Friedens zu machen. Ein Jahr später müssen wir uns eingestehen, dass dieser Frieden nicht erreicht wurde“, so Guterres.
Die Bedrohung durch Nuklearwaffen sei die höchste seit dem Ende des Kalten Krieges und der „Klimawandel schreitet schneller voran als unsere Gegenmaßnahmen“, sagte Guterres in seiner Ansprache.
Neben wachsender Ungleichheit und Menschenrechtsverletzungen verwies Guterres auch auf den weltweiten Anstieg von Xenophobie, unverhohlenem Rassismus und nationalistischen Tendenzen. „Der einzige Weg diesen Veränderungen nachhaltig entgegenzutreten ist es, gemeinsam für eine bessere und sichere Zukunft einzutreten,“ so Guterres.
In diesem Zusammenhang begrüßte er die Wiederaufnahme von Gesprächen zwischen den beiden Parteien auf der Koreanischen Halbinsel und lobte die entschlossene Haltung des Sicherheitsrates gegenüber Nordkorea. „Wir müssen auf diesen kleinen Zeichen der Hoffnung aufbauen und unsere diplomatischen Bemühungen zur Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel ausbauen“, sagte Guterres. In diesem Zusammenhang zeigte sich Guterres erfreut bezüglich der Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen.
Die verfahrene Situation im Mittleren Osten beschrieb er als „Gordischen Knoten“, den es im Namen der Sicherheit und der Stabilität zu entflechten gelte. Im Palästinakonflikt seien die Fronten hingegen klar, es führe kein Weg an einer Zweistaaten-Lösung vorbei. Auf dem Europäischen Kontinent sei die dringendste Herausforderung das Erstarken des Nationalismus, wie etwa im Westbalkan. Diese Tendenz bringe gefährliche Implikationen für eine langfristig stabile Sicherheitsarchitektur mit sich und müsse daher eingedämmt werden, so Guterres.
Auf die Attacken gegen die Rohingya müsse mit einer klarer humanitären Antwort reagiert werden. Daher rief er abermals zur Unterstützung der bereits nach Bangladesh Geflohenen auf.

Nach Afghanistanbesuch: UN-Sicherheitsrat verspricht Unterstützung für Friedensprozess

16. 01 15 S Council AfghanistanJanuar 2018 – Zum Abschluss des dreitägigen Besuchs in Afghanistan haben die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats versichert, dem Land bei der Wiederherstellung von Frieden und Stabilität zu helfen.
Einer Einschätzung der UN-Abteilung für Politische Angelegenheiten (DPA) zufolge, bestehen in Afghanistan trotz fortlaufender internationaler Bemühungen weiterhin große Konflikte. Die Verhandlungen zwischen Regierung und oppositionellen Gruppen sei jedoch der einzige Weg, um den Konflikt zu beenden.
Der Besuch des Sicherheitsrats am vergangenen Wochenende war der Erste dieser Art seit 2010. In Kabul traf sich die Delegation unter Anderem mit Präsident Ashraf Ghani und Generaldirektor Abdullah Abdullah. Im Februar will die Afghanische Regierung im Rahmen des Kabul-Prozesses neue Pläne für eine verbesserte Friedens- und Stabilisierungspolitik vorstellen.
Im Verlaufe des Besuchs kam die Delegation außerdem mit der Unterstützungsmission der UN in Afghanistan (UNAMA) zusammen. Einer Mitteilung von UNAMA zufolge drehten sich die Gespräche um politische Belange, Sicherheit, Soziales, Wirtschaft und die Menschenrechtssituation in Afghanistan. Alle Parteien unterstrichen die Notwendigkeit einer von Afghanistan angeführten Friedenskonsolidierung.
Die Delegation betonte, dass der Sicherheitsrat das Land weiterhin in ihren Reformbestrebungen unterstützen werde. Die Präsenz von Al-Qaida, Taliban und ISIL-Khorasan fordere einen regionalen und integrierten Ansatz im Bereich Sicherheit und Entwicklung. Mit Blick auf die anstehenden Parlaments- und Regionalwahlen unterstrichen die Mitglieder des Sicherheitsrates, die Notwendigkeit einer größeren Beteiligung von Frauen an den Wahlen.

Bangladesch: UN impfen 500,000 Kinder gegen Diphtherie

 rohynga15. Januar 2018 – Aufgrund des Ausbruchs von Diphtherie in den Rohingya Flüchtlingslagern läuft derzeit eine von den UN geleitete Impfaktion für 475,000 Kinder, die in Lagern und Siedlungen in der Gegend um Cox Bazar in Bangladesch untergebracht sind.

 „Wir unternehmen alles um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu stoppen“, sagte Bardan Jung Rana von der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

 Zwischen dem 8. November 2017 und dem 11. Januar 2018 waren in der Gegend um Cox's Bazar mehr als 30 Menschen an Diphtherie gestorben. WHO, UNICEF und andere Gesundheitspartner arbeiten gemeinsam mit dem Ministerium für Gesundheit und Soziales, um eine feste Anlaufstelle zu schaffen, die für die Immunisierung in den Rohingya Lagern verantwortlich sein soll.

 „Durch die starke Zunahme an Geflüchteten in der letzten Zeit ist die Versorgung mit grundlegendsten Hilfsmitteln in den Siedlungsgebieten in Gefahr geraten. Die aktuellen Lebensbedingungen haben nachhaltige Auswirkungen auf ihre Gesundheit“, sagte der UNICEF Landesbeauftragte Edouard Beigbeder. Um das Übergreifen der Erkrankungen auf andere Siedlungsgebiete und somit die weitere Ausbreitung von Diphterie einzudämmen, wurden jetzt 160.000 Kindern aus den Vororten rund um die Flüchtlingslager mit dem Impfstoff versorgt.

 Die UN schätzen, dass im vergangenen Jahr etwa 655,000 Menschen von Burma nach Bangladesch geflohen sind. Im vergangenen Dezember waren im Rahmen einer Immunisierungskampagne bereits mehr als 300,000 Kinder geimpft worden.

 


UN-Generalsekretär: Migration sollte ein Akt der Hoffnung, nicht der Verzweiflung sein

 

12. Janmigrantseuropeuar 2018 –  Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat einen neuen Bericht mit dem Titel „Making Migration Work For All“ vorgestellt. In dem Papier stellt der Generalsekretär seine Vision für ein besseres Management der weltweiten Migration dar. Dabei sollen konkrete Schritte unternommen werden, um den Beitrag, den Migranten in Gesellschaften leisten, zu maximieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Rechte von Migranten überall respektiert werden.

 “Lassen Sie mich unterstreichen: Migration ist ein positives globales Phänomen. Sie fördert Wirtswchaftswachstum, reduziert Ungleichheit, verbindet Gemeinschaften und hilft uns mit der Herausforderung des demografischen Wandels umzugehen,” erklärte Guterres bei der Vorstellung des Berichts in New York.

Der beste Weg das Stigma illegaler Einwanderung und des Missbrauchs zu bekämpfen, liege in der Errichtung legaler Einwanderungswege und die Einbeziehung internationaler Mobilität in der Entwicklungspolitik, so der Bericht.

In dem Bericht, der gleichzeitig den Ausgangspunkt für die finalen Verhandlungen zum „Globalen Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration“ bildet, verspricht Guterres außerdem, das UN-System besser auf die Herausforderungen der Migration vorzubereiten:

An dieser Stelle möchte ich erneut meinem Willen Ausdruck verleihen, die von mir angekündigten Managementreformen in die Tat umzusetzen und das Entwicklungssystem der UN nachhaltig zu stärken”, so  Guterres.

Tragischer Start ins neue Jahr: Laut UN vermutlich Hunderte Migranten im Mittelmeer ertrunken

Libya rescue IOM 2018 pbn0110. Januar 2018 – Nach nur etwas mehr als einer Woche im neuen Jahr sind fast 200 Migranten und Flüchtlinge auf dem Mittelmeer ums Leben gekommen oder verschollen – das Schicksal von 100 Menschen ist seit Samstag ungeklärt, bestätigte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch.
“Es ist sehr besorgniserregend, dass während der ersten 10 Tage in diesem Jahr schon fast 800 Migranten vor der lybischen Küste gerettet oder aufgefangen wurden, und weitere Ihr Leben im Meer verloren haben“ sagte Othman Belbeisi, Leiter der IOM Mission in Libyien.
“Es muss mehr unternommen werden, um die irregulären, unsicheren Bewegungen von Menschen entlang der zentralen Mittelmeerroute zu verringern,” fügte er hinzu.
Während im Januar 2017 etwa 254 Tode verzeichnet wurden, lassen die Berichte in dieser Woche einen noch verheerenderen Jahresbeginn vermuten.
Die IOM berichtete am Dienstag von 81 Toten Migranten oder Flüchtlingen auf dem Mittelmeer innerhalb der ersten acht Tagen diesen Jahres - fünf im westlichen Mittelmeer zwischen Spanien und Marokko, und der Rest zwischen Italien und Libyen.
Bei dem jüngsten Schiffsunglück im Mittelmeer konnte die libysche Küstenwache in einer 12-stündigen Operation drei Schlauchboote mit 279 Migranten retten – unter ihnen 19 Frauen, 243 Männer, 13 Jungen und vier Mädchen.
Nach Angaben der Überlebenden, und einer Pressemitteilung der libyschen Küstenwache, blieben aber etwa 100 Personen vermisst.
Laut IOM’s Christine Petré hatten die Boote in den Küstenstädten Azzawiyah und Al Khums abgelegt. Die meisten Überlebenden stammen aus afrikanischen Ländern, darunter Senegal, Mali und Nigeria. Die libysche Küstenwache berichtete, dass auch acht Bangladeschi und zwei Pakistani an Bord waren.
Die IOM bleibt weiterhin vor Ort und versorgt die Überlebenden mit Hilfsmitteln. Ein Großteil von ihnen befindet sich momentan im libyschen Auffanglager in Tajoura.

Seite 4 von 175

4

Praktikant/-in für Bonner UNRIC-Büro gesucht

UNRIC bietet im Bonner Büro ein 8- bis 12-wöchiges Praktikum ab November 2018 an.
Bewerber/-innen sollten sich noch im Studium befinden, oder vor kurzem ihr Studium beendet haben und erste Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder im Journalismus besitzen.
Sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse sind Voraussetzung. Das Praktikum ist unbezahlt.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an:
[email protected]

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777

UN Card 2016 DE 250px front