Sonntag, 18 Februar 2018
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Schlagzeilen

Proteste im Iran: Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats gefordert

746561Die USA streben eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats zur Lage im Iran an. Die amerikanische UN-Botschafterin Haley sagte in New York, die Vereinten Nationen sollten Stellung beziehen - und zwar im Sicherheitsrat und auch im Menschenrechtsrat in Genf. Deshalb werde man Sondersitzungen beantragen. 

Neujahrsbotschaft von UNICEF: Mehr Neugeborene müssen ersten Tag überleben

UNICEF UN0154492 NewYears baby1. Januar 2018 – Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat Länder dazu aufgerufen, mehr dafür zu unternehmen, dass Neugeborene die ersten Tage ihres Lebens überleben. Am gestrigen Neujahrstag waren rund 386,000 Kinder zur Welt gekommen – 90 Prozent davon in weniger entwickelten Ländern.
 „An diesem Neujahrstag ist es UNICEF’s Vorsatz, dabei zu helfen jedem Kind, mehr als eine Stunde, mehr als einen Tag, mehr als einen Monat – mehr als bloßes Überleben zu geben“, sagte der UNICEF-Gesundheitsdirektor Stefan Peterson am Montag.
UNICEF zufolge wurde das erste Kind des Jahres 2018 auf der zu Kiribati zählenden Weihnachtsinsel erwartet. Mehr als die Hälfte der Geburten am Neujahrstag fanden in neun Ländern statt:


• Indien – 69,070
• China – 44,760
• Nigeria – 20,210
• Pakistan – 14,910
• Indonesien – 13,370
• USA – 11,280
• Demokratische Republik Kongo – 9,400
• Äthiopien – 9,020
• Bangladesch – 8,370


Während viele dieser Kinder überleben werden, sind einige an ihrem ersten Lebenstag verstorben. Im Jahr 2016 starben täglich schätzungsweise 2,600 Kinder innerhalb der ersten 24 Stunden ihres Lebens.
„Wir rufen alle Regierungen und Partner dazu auf, das Leben von Millionen Kindern durch bewährte und kostengünstige Maßnahmen zu retten“, sagte Peterson.

Jemen: Über 100 Zivilisten durch Luftangriffe getötet

48586129.12.2017 - Bei Luftangriffen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen sind nach UN-Angaben in den vergangenen zehn Tagen 109 Zivilisten getötet worden. UN-Koordinator Jamie McGoldrick sprach von einem "sinnlosen und absurden Krieg". Unter Berufung auf das UN-Menschenrechtsbüro verwies McGoldrick darauf, dass bei einem Angriff auf einen Markt in Al-Hajma am Dienstag 54 Menschen getötet und 32 verletzt worden seien. Acht der Toten und sechs der Verletzten seien Kinder. Am selben Tag seien beim Angriff auf einen Bauernhof im Bezirk Attohajta 14 Menschen ums Leben gekommen. An weiteren Orten starben den UN-Informationen zufolge bei Luftangriffen 41 Zivilisten. “Diese Zwischenfälle zeigen, dass alle Kriegsparteien einschließlich Saudi-Arabiens weiterhin Menschenleben völlig missachten”, erklärte der UN-Koordinator. “Es zeigt sich, dass dieser absurde Krieg nur zur Zerstörung des Landes führt und den Menschen unvergleichliches Leid bringt.” McGoldrick wies darauf hin, dass nach dem Völkerrecht die Kriegsparteien Zivilisten verschonen müssten. Die Jemeniten erleben nach UN-Angaben wegen des Krieges weltweit die schlimmste Krise: Rund acht Millionen Menschen hungern, eine Million leidet an Cholera. Die Wirtschaft des schon früher armen Landes ist zusammengebrochen.

UN-Generalsekretär António Guterres: Neujahrsbotschaft

744918Liebe Freunde aus aller Welt,

Ein glückliches Neues Jahr.

Als ich vor einem Jahr mein Amt antrat, erbat ich für 2017 ein Jahr des Friedens.

Leider ging die Welt grundlegend in die umgekehrte Richtung.

Am Neujahrstag 2018 rufe ich nicht dazu auf. Ich warne – Alarmstufe rot für unsere Welt.

Konflikte haben sich vertieft und neue Gefahren sind aufgetreten.

Globale Ängste vor Atomwaffen sind am stärksten seit dem Kalten Krieg.

Der Klimawandel bewegt sich schneller als wir.

Ungleichheiten wachsen.

Wir sehen schreckliche Menschenrechtsverletzungen.

Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit steigen.

Am Beginn von 2018 rufe ich zur Einheit.

Ich glaube ehrlich, dass wir unsere Welt sicherer machen können.

Wir können Konflikte lösen, Hass überwinden und gemeinsame Werte teilen.

Aber wir können es nur gemeinsam machen.

Ich bitte alle Führenden überall um diesen Neujahrvorsatz:

Verringert die Schere. Überbrückt die Gräben.

Baut Vertrauen wieder auf, indem ihr die Menschen für die gemeinsamen Ziele zusammenbringt.

Geschlossenheit ist der Weg.

Unsere Zukunft hängt davon ab.

Ich wünsche Ihnen für 2018 Frieden und Gesundheit. Thank you. Shokran. Xie Xie. Merci. Spasiba. Gracias. Obrigado.

 

UNICEF: Kinder werden immer öfter Opfer in Konflikten

55987828.12.2017 - Kinder in Kriegsgebieten werden nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef weltweit immer stärker zur Zielscheibe. Die Konfliktparteien missachteten offensichtlich das Völkerrecht, durch das die Wehrlosesten geschützt werden sollten, sagte Manuel Fontaine, Unicef-Direktor für Nothilfe-Programme. In Konflikten in aller Welt seien Kinder zu Zielen an der Front geworden, würden als menschliche Schutzschilde verwendet, getötet, verstümmelt und für den Kampf angeworben. Vergewaltigung, Zwangsheirat, Verschleppung und Versklavung seien in Konflikten im Irak, Syrien, Jemen, in Nigeria, im Südsudan und Myanmar Taktik. Viele Millionen Kinder zahlten zudem einen indirekten Preis und litten an Mangelernährung, Krankheiten und Traumata. Kindern würden Angriffen und brutaler Gewalt in ihren Häusern, Schulen und auf ihren Spielplätzen ausgesetzt, beklagte Fontaine. Diese Angriffe setzten sich Jahr für Jahr fort. "Wir dürfen nicht taub sein. Solche Brutalität darf nicht die neue Normalität sein." Allein in Afghanistan kamen in den ersten neun Monaten 2017 nach Unicef-Angaben fast 700 Kinder ums Leben. In Nigeria und Kamerun habe die Terrorgruppe Boko Haram mindestens 135 Kinder gezwungen, als Selbstmordattentäter zu agieren. Im Irak und Syrien würden Kinder als menschliche Schutzschilde eingesetzt. Im Jemen seien nach fast 1000 Tagen Krieg mindestens 5000 Kinder getötet oder verletzt worden. Mehr als elf Millionen Kinder benötigten Hilfe.

UN-Generalversammlung stimmt für Budget-Kürzung

746398Das Budget der Vereinten Nationen wird nächstes Jahr um mehr als 285 Millionen Dollar (rund 240 Millionen Euro) zurückgehen. Das läuft auf eine Kürzung von fünf Prozent hinaus. Die UN-Generalversammlung genehmigte das reguläre Betriebsbudget für 2018 bis 2019, das eine Höhe von knapp 5,4 Milliarden Dollar (etwa 4,5 Milliarden Euro) hat. Nach Angaben des Büros von Generalsekretär António Guterres beinhaltet das neue Budget Kürzungen bei den meisten Abteilungen und Büros. Mit dem regulären Budget werden viele Aktivitäten der Vereinten Nationen bezahlt, aber nicht Friedensmissionen. Die USA leisten den größten Beitrag zu diesem Budget, sie zahlen rund 25 Prozent davon. US-Präsident Donald Trump hatte sich dafür eingesetzt, US-Beitragszahlungen an die UN zu kürzen.

UN-Generalversammlung fordert alle Staaten auf sich an die Resolutionen zum Status von Jerusalem zu halten

GA Jerusalem 746609 201722. Dezember 2017 – Mit überwältigender Mehrheit „forderten“ die Mitglieder der UN-Generalversammlung am Donnerstag alle Staaten auf, sich an die Resolutionen des Sicherheitsrats zum Status von Jerusalem zu halten. 

128 Mitgliedstaaten stimmten für die Resolution, neun dagegen (Guatemala, Honduras, Israel, Marshallinseln, Föderierte Staaten von Mikronesien, Nauru, Palau, Togo, Vereinigten Staaten), und 35 enthielten sich.

Mit der Resolution drückte die Generalversammlung „tiefes Bedauern“ über jüngste Entscheidungen zum Status von Jerusalem aus, und betonte, dass "die Frage Jerusalems eine Angelegenheit ist, über die durch Verhandlungen über den endgültigen Status im Einklang mit den einschlägigen Resolutionen der Vereinten Nationen zu entscheiden ist."

Das Vorgehen der Generalversammlung heute folgt einem gescheiterten Versuch des UN-Sicherheitsrats am Montag, einen ähnlichen Text zu verabschieden, welcher das Bedauern der Ratsmitglieder zu den „jüngsten Entscheidungen zum Status von Jerusalem“ ausdrückte. Dieser konnte wegen eines Vetos der Vereinigten Staaten, einem ständigen Ratsmitglied, nicht verabschiedet werden.

Status Jerusalems (A/ES-10/L.22)

Migration, UN-Reform und nachhaltige Entwicklung sind Prioritäten für 2018, sagt Präsident der UN-Generalversammlung

746477 Press Lajcak21. Dezember 2017 – Sichere Migration, Konfliktprävention, nachhaltige Entwicklung und UN-Reform sind die Prioritäten der 72. Generalversammlung im nächsten Jahr, sagte der Präsident der Vollversammlung, Miroslav Lajčák, am Mittwoch.

„Wir werden weiter an dem Globalen Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration arbeiten“, sagte Lajčák in einer Pressekonferenz im UN Hauptquartier. Er begrüßte die kontruktiven Debatten und die positive Atmosphäre während der ersten konsultativen Phase der Initiative.

„Die nächsten Schritte werden die zwischenstaatlichen Verhandlungen sein, welche im Februar beginnen und vor Juli abgeschlossen sein sollen“, erklärte er und teilte mit, dass er parallel Treffen mit Schlüsselakteuren aus der Wissenschaft, dem Nichtreigerungssektor und dem Privatsektor zu drängenden Fragen zum Thema sichere Migration plant, um alle Ansichten in der Gesellschaft zu berücksichtigen.

Lajčák sagte, dass er am 24. und 25. April 2018 ein hochrangiges Treffen zu Friedensförderung einberuft. „Dies wird eine gute Gelegenheit sein, um uns auf die Arbeit der UN für nachhaltigen Frieden und Konfliktprävention zu konzentrieren.“

Um mit dem globalen Momentum rund um die Agenda 2030 und die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) mitzuhalten, wird die Generalversammlung drei Verantstaltungen zwischen März und Juni organisieren.

Im Mai organisiert sie eine Veranstaltung, bei der die Jugend im Fokus steht, besonders die Themen Bildung, Beschäftigung, und Vorbeugung von Radikalisierung unter Jugendlichen. „Dies soll kein regelmäßiges Treffen werden. Wir wollen das Programm zusammen mit jungen Menschen gestalten“, sagte Lajčák, und fügte hinzu, dass es wichtig sei „nicht nur mit jungen Menschen zu reden [sondern auch] zuzuhören, was sie über die Arbeit der UN zu sagen haben.“

Im Juni wird der Präsident der Generalversammlung ein Treffen zu Entwicklungsfinanzierung einberufen. „Wir müssen die beachtlichen Finanzierungslücken für die Implementierung der SDGs ansprechen,“ erklärte Lajčák. „Die Wahrheit ist, mit dem derzeitigen Budget und Tempo werden wir die SDGs bis 2030 nicht erreichen können. Deswegen müssen wir die SDGs stärker mit den finanziellen Möglichkeiten im Privatsektors verknüpfen“, fügte er hinzu.

Er sagte, dass die vom UN-Generalsekretär initiierten Reformen auch zentraler Teil der Agenda im nächsten Jahr sind. Lajčák verkündete, dass die Generalversammlung am Mittwoch einstimmig eine Resolution zur Überholung der UN Friedens- und Sicherheitsagenda verabschiedet hat. Der Text fordert den Generalsekretär auf, einen zweiten umfangreichen Bericht zu der Reform, und zu der Entwicklung und dem Managementsystem der Organisation bereitzustellen.

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