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Schlagzeilen

Ukraine: Wegen sinkender Temperaturen erhöhen UN Organisationen ihre Hilfeleistungen

Ukraine Winter RF290829 fil20. Dezember 2017 – Wegen sinkender Temperaturen in der Ukraine sagten die UN Organisationen für Flüchtlinge und Migration am Dienstag, dass sie Ihre Hilfeleistungen an die am meisten von dem Konflikt betroffenen Menschen im Osten des Landes erhöhen.

"Im Winter ist die Lage der Menschen noch schwieriger,” sagte der Sprecher des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR), Andreij Mahecic, bei einer Pressekonferenz in Genf, und erklärte dass die Temperaturen im Dezember bis zu minus zehn Grad sinken können, und im Januar sogar bis zu minus 20 Grad.

“Die meisten Menschen leben in schlecht isolierten Häusern und einige wenige auch in Sammelunterkünften. Sie können die anfallenden Zusatzkosten nicht tragen“, sagte er.

Hilfsgüter umfassen Kleidung, wie warme Jacken und Stiefel, Kohle zum Heizen, sowie Barzuwendungen, um die zusätzlich anfallenden Kosten zu decken. Sie werden verteilt an rund 15,300 Menschen, hauptsächlich alleinerziehende Eltern, alte Menschen, Familien mit Kindern und Menschen mit Behinderung oder chronischen Krankheiten.

Die meisten von Ihnen wurden von ihren Häusern in der Ostukraine durch den Konflikt in der Region Donetsk und Luhansk vertrieben, welcher jetzt in das vierte Jahr geht. An der Grenze zwischen den von der Regierung und anderen Truppen kontrollierten Regionen werden Häuser oft zerstört.

In manchen Dörfern wurden Gasleitungen beschädigt, und Kohle und Feuerholz sind dort die einzigen Mittel um Häuser zu heizen. UNHCR Mitarbeiter berichten davon, dass Menschen häufig gezwungen sind sich zu entscheiden, ob sie ihr Geld in Nahrungsmittel, Medizin oder Beheizung investieren.

In den nicht von der Regierung kontrollierten Regionen, in denen 40 Prozent der Haushalte Beheizung und fast 90 Prozent der Haushalte Winterkleidung benötigen, stellt UNHCR 9,000 Tonnen Kohle für 3,000 Haushalte, sowie 7,500 Kleidungsstücke zur Verfügung. 

In von der Regierung kontrollierten Regionen liefert UNHCR bedingungslose Barzuwendungen an 1,000 Haushalte, und Winterjacken an mehr als 4,700 Kinder.

Die UN Organisation für Migration (IOM) hat begonnen, Kohle an die Menschen in Not zu verteilen. 

"Rund 3,4 Millionen Männer, Frauen udn Kinder stecken in einer schrecklichen humanitären Situation", sagte Thomas Weiss, Leiter der IOM Mission in der Ukraine, während eines Besuchs vor Ort.

Naher Osten: Verabschiedung von Jerusalem-Resolution scheitert im UN-Sicherheitsrat

SC MiddleEast 746047 201719. Dezember 2017 – Der Entwurf einer Resolution, welche das Bedauern der Ratsmitglieder über „die jüngsten Entscheidungen zum Status der heiligen Stadt Jerusalem“ ausdrückt, konnte am Montag im UN-Sicherheitsrat auf Grund des Vetos der Vereinigten Staaten nicht verabschiedet werden.

Der Text, vorgelegt von Ägypten, wiederholte die Position der UN zu Jerusalem und hätte bestätigt, „dass Entscheidungen und Maßnahmen, die vorgeben den Charakter, den Status oder die demographische Zusammensetzung Jerusalems verändert zu haben, keine legale Grundlage haben und ungültig sind, und somit laut relevanter Sicherheitsratsresolutionen aufgehoben werden müssen.“ Der Text hätte auch alle Staaten aufgerufen, „vom Aufbau diplomatischer Vertretungen in der heiligen Stadt Jerusalem abzusehen.“

Die Nein-Stimme – oder das Veto – eines der fünf ständigen Ratsmitglieder – China, Frankreich, Russland, Großbritannien und die Vereinigten Staaten – blockiert die Verabschiedung einer Resolution. Somit wurde der Entwurf abgelehnt, trotz der Unterstützung der anderen vier ständigen und aller zehn nichtständigen Mitglieder.

Nach der Abstimmung teilte Nickolay Mladenov, Sonderkoordinator für den Friedensprozess im Nahen Osten, mit, dass es im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern keine signifikanten positiven Schritte zum Frieden in der Zeit vom 20. September bis 18. Dezember gab.

Er sagte, dass sich die Sicherheitssituation in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten weiter angespannt hat, seit der Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump am 6. Dezember, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Er berief sich auf den Anstieg von Vorfällen, insbesondere von Raketenabschüssen aus Gaza und Zusammenstöße zwischen palästinensischen und israelischen Sicherheitskräften.

UN drängen auf internationale Kooperation für sichere Migration in einer Welt in Bewegung

Migrants Amman 2015 2407117538018. Dezember 2017 – Am Internationalen Tag der Migranten rufen die Vereinten Nationen zu Kooperation bei der Bewältigung der Migration auf, um zu gewährleisten, dass ihr Nutzen weitestmöglich verteilt wird und dass die Menschenrechte aller Betroffenen geschützt werden – wie in der 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung anerkannt.

„Es gibt überwältigende Beweise dafür, dass Migranten wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Nutzen für Gesellschaften überall bringen", sagt UN-Generalsekretär António Guterres in seiner Erklärung zum Internationalen Tag, welcher jährlich auf den 18. Dezember fällt. „Trotzdem steigen die Feindseligkeiten gegenüber Migranten auf der ganzen Welt. Solidarität mit Migranten war niemals dringlicher.“

Guterres sagt auch, dass es Migration wegen Klimawandel, Instabilität, und wachsenden Ungleichheiten weiter geben wird, und ruft zur effizienten internationalen Kooperation im Migrationsmanagement auf, um zu gewährleisten, dass ihr Nutzen weitestmöglich verteilt wird und dass die Menschenrechte aller Betroffenen geschützt werden – wie in der 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung anerkannt.

Der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM), William Lacy Swing, machte einen dringenden Aufruf für sichere Migration in einer Welt in Bewegung, was gleichzeitig das Motto am diesjährigen Internationalen Tag ist. „Während wir in einer Zeit leben, in der eine privilegierte Elite die globale Mobilität geradezu als ihr Geburtsrecht empfindet, wird sie unzähligen anderen verwehrt, die in hoffnungslosen Situationen feststecken“, betonte er.

Swing nannte Migration eine humanitäre Realität, die gemanaged werden muss, und nicht ein zu lösendes Problem. Er hebte die Vorteile des ‚Global Compact for Migration‘ hervor, welcher nach den Verhandlungen der Mitgliedsstaaten Ende 2018 fertiggestellt werden soll.

Audrey Azoulay, Generaldirektorin der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) sagte indessen, dass „UNESCO daran arbeitet, die Erfolge der migrationsbezogenen Verpflichtungen der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung voranzutreiben."

Parallel erklärten UN Menschenrechtsexperten, dass “Staaten eine signifikante Rolle spielen können bei der Verbreitung positiver Wahrnehmungen von Migranten in der breiten Öffentlichkeit, durch einen positiven Diskus und die Kommunikation von Fakten und Studien, unter anderem zu den Beiträgen die Migranten an Gesellschaften leisten.“

UN-Generalsekretär: Koreanische Halbinsel darf nicht in einen Krieg schlafwandeln

12 14 Guterres Japan Press Club15. Dezember 2017 – Während eines kurzen Besuchs in Tokio am Donnerstag hat UN-Generalsekretär António Guterres Nordkorea und andere Länder dazu aufgefordert, die Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel voranzutreiben und entsprechende UN-Resolutionen umzusetzen.
„Ich denke, wir alle wollen verhindern, dass die Lage außer Kontrolle gerät und dass wir durch Fehleinschätzungen und eine falsche Handhabe der Situation in einen Krieg mit schrecklichen Konsequenzen schlafwandeln“, sagte Guterres während einer Pressekonferenz in Japans nationalem Presseclub.
„Das Ziel ist die Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel und die Einheit des UN-Sicherheitsrats ist dafür enorm wichtig“, fügte Guterres hinzu. Angesprochen auf das Ergebnis des kürzlichen Besuchs des Untergeneralsekretärs für politische Angelegenheiten, Jeffrey Feltman, in Pjöngjang, sagte Guterres: „Im Bereich der Diplomatie - und insbesondere der diskreten Diplomatie – ist es sehr schwierig, ein umittelbares Ergebnis einer Initiative zu messen. Aber die Nachricht wurde übermittelt.“
Feltman habe erneut die Dringlichkeit bei der Herstellung eines bedeutungsvollen Dialogs zur Denuklearisierung der Halbinsel unterstrichen, sagte Guterres.
Der Generalsekretär wird den UN-Sicherheitsrat im Laufe des Tages über die Situation in Nordkorea informieren.

UNICEF: Tausende Kinder brauchen Hilfe nach Wirbelstürmen in der Karibik

TurksCaicos Irma UN012187314. Dezember 2017 – Drei Monate nachdem die Karibik von zwei Kategorie-5 Wirbelstürmen getroffen wurde sind dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF zufolge Tausende Kinder in der Region auf Unterstützung angewiesen.
„UNICEF war bereits vor Ort, bevor die Wirbelstürme die Inseln trafen, um gemeinsam mit Regierungen und lokalen Partnern die am stärksten gefährdeten Gemeinschaften vorzubereiten und mit Hilfsgütern zu versorgen“, sagte die UNICEF-Regionaldirektorin für Lateinamerika und die Karibik, Maria Cristina Perceval, am Mittwoch.
Irma, der stärkste jemals über dem Atlantik aufgezeichnete Wirbelsturm, hatte auf Haiti, Kuba und den östlichen Karibikinseln für erheblichen Schaden gesorgt. Durch Wirbelsturm Maria verschlechterte sich die Situation im Anschluss weiter, sodass UNICEF-Schätzungen zufolge 350,000 Kinder auf humanitäre angewiesen waren.
„Nach drei Monaten ist UNICEF immer noch vor Ort in diesen Ländern und Regionen, um Kinder und Familien bei dem Wiederaufbau ihrer Leben zu helfen und zu einem Gefühl der Normalität zurückzukehren“, sagte Perceval.
Allerdings gibt es weiterhin große Herausforderungen, da viele der besonders schutzbedürftigen Familien weiterhin unter den Konsequenzen des Sturms leiden. So sind mehr als 35 Prozent der Kinder auf Dominica nicht in Bildungsprogramme eingeschrieben, während auf Antigua und Barbuda weiterhin viele der Familien in Notunterkünften leben.

UN bieten Unterstützung für rückkehrende Rohingya an

Rohingya October UN013620913. Dezember 2017 – Der Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für politische Angelegenheiten, Jeffrey Feltman, hat Unterstützung für die Rückkehr der aus Myanmar vertriebenen Rohingya-Flüchtlinge angeboten. Während eines Briefings gegenüber Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates sagte Feltman, dass die Vereinten Nationen helfen könnten, interkommunale Spannungen abzubauen und eine sichere Umgebung für die Rückführung zu schaffen.
„Wir hoffen, dass Myanmar sich die jahrelangen Erfahrungen der Vereinten Nationen zunutze macht“, sagte Feltman. Er verwies außerdem auf die Möglichkeit, UN-Kapazitäten in anderen Bereichen wie beispielsweise der demokratischen Konsolidierung des Landes, in Anspruch zu nehmen.
Seit dem 25. August dieses Jahres haben Schätzungen zufolge mehr als 626,000 Flüchtlinge die Grenze nach Bangladesch überschritten. In diesem Zusammenhang bedankte sich Feltman im Namen der Vereinten Nationen für die Großzügigkeit der Regierung und Bevölkerung in Bangladesch.
„Aber die Ursprünge und Lösungen für die Krise der Rohingya liegen in Myanmar“, fügte Feltman hinzu. „Ohne Rechenschaftspflicht und Rechtsstaatlichkeit wird eine Rückführung und Versöhnung unmöglich sein“.

Vereinte Nationen: Globales Wirtschaftswachstum bietet neue Möglichkeiten zur Lösung von Entwicklungsproblemen

12 11 2017 WB Rwanda12. Dezember 2017 – Der Aufschwung der Weltwirtschaft um drei Prozent bietet die Möglichkeit, die Gesetzgebung im Hinblick auf längerfristige Entwicklungsthemen wie Klimawandel, Ungleichheit oder die Beseitigung institutioneller Hürden anzupassen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Vereinten Nationen zu globalen Konjunkturaussichten.
Der Bericht zur „Weltwirtschaftssituation und Prognosen für 2018“ (WESP) wurde gestern in New York vorgestellt und bietet politische Empfehlungen für die Bekämpfung von Ungleichheiten und der Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltschädigung.
„Die Weltwirtschaftssituation und die Aussichten für das 2018 zeigen, dass derzeitige makroökonomische Entwicklungen den Gesetzgebern große Möglichkeiten bieten, einige der grundlegenden Hürden auf dem Weg zur Erfüllung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu beseitigen“, schreibt UN-Generalsekretär António Guterres im Vorwort des Berichts.
Der Bericht stellt fest, dass im Jahr 2017 das größte Wirtschaftswachstum seit 2011 erreicht wurde und die krisenbedingten Unsicherheiten sowie die negativen Effekte anderer Zwischenfälle nachgelassen haben. Die Prognosen gehen davon aus, dass sich dieses positive Momentum im kommenden Jahr fortsetzt.

DR Kongo: Schwerer Anschlag auf UN-Blauhelme

DRCongo11. Dezember 2017 – UN-Generalsekretär António Guterres hat den Anschlag auf UN-Blauhelmsoldaten in der Demokratischen Republik Kongo als den „schwersten Angriff“ der jüngeren UN-Geschichte bezeichnet. Bei der Attacke waren mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen.
Am späten Donnerstag hatten die Angreifer eine Einsatzbasis der Stabilisierungsmission im Kongo (MONUSCO) angegriffen. Der Angriff auf die im Norden des Landes gelegene Station resultierte in Kämpfen zwischen der Rebellengruppe, den Blauhelmsoldaten und den Streitkräften der DR Kongo.
Am gestrigen Sonntag veröffentlichen die Vereinten Nationen Informationen, denen zufolge 14 Blauhelmsoldaten aus Tansania getötet und 44 weitere Blauhelme verletzt wurden. Ein weiteres Mitglied der Mission gilt als vermisst.
„Diese vorsätzlichen Angriffe auf UN-Friedenstruppen sind inakzeptabel und stellen ein Kriegsverbrechen dar“, sagte Generalsekretär Guterres in einer Stellungnahme. Er rief die Regierung der DR Kongo auf, den Vorfall umgehend zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. „Weder hier noch irgendwo anders darf es Straflosigkeit für solche Angriffe geben“, so Guterres.

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