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UNO - SCHLAGZEILEN

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Guterres: Angriffe auf Zivilisten und Blauhelme zählen zu Kriegsverbrechen

Guterres, UN-Friedensmission, Zentralafrikanische Republik19. November 2018 – UN-Generalsekretär António Guterres hat sich sehr besorgt über die zunehmende Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik geäußert. Er zeigte sich solidarisch zu dem krisengeschüttelten Land und stellte klar, dass Angriffe auf Zivilisten und UN-Blauhelme als Kriegsverbrechen geahndet werden können.

Damit reagierte Guterres unmittelbar auf einen Angriff auf ein Aufnahmelager im Landesinneren vergangenen Donnerstag, bei dem 35 Menschen ums Leben kamen. Eine weitere Attacke ereignete sich gestern auf ein Lager der UN-Friedenstruppen in Gbambia, während Soldaten Zivilisten schützten, die im Lager der Stadt Zuflucht gesucht hatten. Ein stark verwundeter Blauhelmsoldat aus Tansania erlag später seinen Verletzungen.

UN-Generalsekretär António Guterres sprach sowohl den Familien der Opfer als auch der Regierung sein tiefes Mitgefühl aus. Die Machthaber der Republik rief er dazu auf, Untersuchungen anzustellen, damit die Verantwortlichen schnell zur Rechenschaft gezogen werden könnten.

Seit der Kampf zwischen der christlichen Anti-Balaka Miliz und den vorwiegend muslimischen Séléka Rebellen im Jahr 2012 eskaliert ist, leidet das Land unter wiederkehrenden Gewaltausbrüchen. Obwohl 2013 ein Friedensvertrag zustande gekommen war, übernahmen die Rebellen diesen März die Hauptstadt des Landes und zwangen Präsident Bozizé zur Flucht.

Die UN-Friedensmission MINUSCA arbeitet seit 2014 auf Beschluss des UN-Sicherheitsrates im Land und trägt zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Stabilisierung der Situation bei.

„Lasst die Kinder leben“: Jemen droht Hungersnot, UN müssen Lebensmittelhilfe ausweiten

Jemen UN WFP16. November 2018 - Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) bereitet sich angesichts der drohenden Hungersnot im Jemen darauf vor, die Lebensmittelhilfe für das Land weiter aufzustocken. WFP versorgt bereits jetzt jeden Monat sieben bis acht Millionen Menschen im Jemen mit Nahrungsmitteln, in Zukunft könnten es bis zu zwölf Millionen werden. David Beasley, Exekutivdirektor von WFP, forderte alle Parteien dazu auf, „diesen schrecklichen Krieg“ zu beenden.

Die Hilfslieferungen der UN werden durch die Kämpfe rund um die Hafenstadt Hudaydah, welche kritisch für die Einfuhr von 70 Prozent der Nahrungsmittel-, Medizin- und Benzinimporte ist, massiv erschwert. Bei seinem dreitägigen Besuch im Jemen sagte Beasley in einer Videobotschaft: „Wir müssen diesen Hafen mit aller Kraft schützen und sicherstellen, dass er funktional bleibt. Wenn wir das nicht tun, werden Menschen sterben.“

Er habe mit eigenen Augen die schrecklichen Auswirkungen des Krieges auf die Jemeniten gesehen, als er ein Krankenhaus in Hudaydah besuchte. Dort lägen „kleine Kinder, so unterernährt, dass sie kaum mehr als Haut und Knochen sind, fast zu schwach um zu atmen.“ Er forderte: „Lasst die Kinder leben und die Menschen ihre Leben neu aufbauen.“ Die Wirtschaft des Landes, die aufgrund des Krieges zum Erliegen gekommen sei, müsse sich erholen, damit die Menschen das nötige Geld hätten, um Lebensmittel und andere essentielle Güter zu kaufen. Das sei jedoch nur möglich, wenn Frieden einkehre, so Beasley.

UN-Konferenz zu Biodiversität: Korallenriffe sind massiv bedroht

Korallenriff, Rotes Meer15. November 2018 - Die globale Gemeinschaft muss dringend aktiv werden, wenn sie das Aussterben von Korallenriffen in den nächsten Jahrzehnten verhindern will. Unter diesem Ziel haben sich bei der UN-Konferenz zu Biodiversität in Ägypten am Mittwoch acht internationale Organisationen zusammengeschlossen: das Umweltprogramm der UN (UNEP), die International Coral Reef Initiative, der World Wildlife Fund, die Wildlife Conservation Society, The Nature Conservancy, Vulcan Inc., die Ocean Agency, sowie das Sekretariat der UN-Konvention zu Biodiversität (CBD).

„Jedem, der einmal unter die Wasseroberfläche geschaut hat, ist sofort klar, dass die Zukunft der Korallenriffe massiv bedroht ist“, sagte UNEP-Chef Erik Solheim. „Diese Explosion von Farben und Leben sieht momentan einer sehr bleichen Zukunft entgegen.“

Korallenriffe versorgen hunderte Millionen von Menschen mit Nahrung und Lebensgrundlagen, ernähren über ein Viertel der Meereslebewesen und schützen Menschen und Küstenlinien vor Naturkatastrophen. Wenn jetzt keine Maßnahmen ergriffen würden, könnten sie für immer verloren sein, so Solheim. Neben der Klimaerwärmung stellen auch Überfischung, Verschmutzung und Küstenbebauung große Gefahren für die Riffe dar.

UN bemühen sich um Deeskalation im Gazastreifen

gaza strip14. November 2018 - UN-Generalsekretär António Guterres verfolgt aufmerksam die angespannte Situation im Gazastreifen. Er forderte alle Parteien zu „maximaler Zurückhaltung“ auf und wies darauf hin, dass die palästinensische Hamas und die israelische Regierung mithilfe Ägyptens als Vermittler Verhandlungen über einen Waffenstillstand führten. Der UN-Sonderbeauftragte für die Region, Nickolay Mladenov, arbeite mit allen Beteiligten daran, die Lage zu deeskalieren.

Laut Medienberichten brach der jüngste Konflikt am Sonntagabend aus, nachdem bekannt geworden war, dass eine israelische Sondereinheit tief im Gazastreifen mindestens sechs Palästinenser getötet hatte. Die Hamas reagierte darauf mit mehreren hundert Raketenabschüssen Richtung Israel. Daraufhin bombardierten israelische Truppen mehrere Ziele im Gazastreifen, unter anderem die Station des Hamas-geführten Fernsehsenders Al-Aqsa TV.

Die Hamas drohte damit, die Raketenangriffe weiter zu verstärken, sollte Israel sein aggressives Verhalten fortsetzen. Die seit Monaten andauernden Friedensverhandlungen zwischen den Konfliktparteien, angeleitet von den UN und Ägypten, drohen damit zu scheitern.
Die Situation im Gazastreifen ist extrem heikel, seit im März dieses Jahres 150 Palästinenser bei Demonstrationen am Grenzzaun zu Israel von israelischen Sicherheitskräften getötet und über 10.000 verletzt wurden.

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