Dienstag, 17 September 2019
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Ban fordert Palästinenser zu Verhandlungen mit Israel auf

altUNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die Palästinenser aufgefordert, die Verhandlungen mit Israel wieder aufzunehmen. Die seit einem Jahr anhaltende Blockade des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses schade dem gesamten Nahen Osten, sagte Ban in New York. Beide Seiten müssten Zugeständnisse machen, um eine Wiederaufnahme von konstruktiven Verhandlungen zu ermöglichen. Die internationale Gemeinschaft solle dafür günstige Bedingungen schaffen. Ban fügte hinzu, Israels Zustimmung zum Bau neuer Siedlungen in den von ihm besetzten Gebieten sei "nicht hilfreich gewesen". Auch die Verschlechterung der türkisch-israelischen Beziehungen nannte der UNO-Generalsekretär "sehr negativ" und den Angriff auf die israelische Botschaft in Kairo "sehr besorgniserregend". Die palästinensische Seite strebt die Anerkennung eines Palästinenserstaats durch die UNO in den Grenzen vor dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 an - also mit dem Westjordanland, dem Gazastreifen und Ost-Jerusalem. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas will Ban ein entsprechendes Gesuch am Freitag kommender Woche in New York übergeben. Israel und die USA lehnen die Anerkennung eines Palästinenserstaates durch die UNO entschieden ab.

 

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