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Chemiewaffenvernichtung in Syrien braucht mehr Unterstützung

HomsDer Generaldirektor der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) hat Regierungstruppen und Rebellen in Syrien dazu aufgerufen, die Mission zur Chemiewaffenvernichtung zu unterstützen. Die Experten wollen ihren Einsatz in Syrien auf 20 Orte ausweiten, dafür seien jedoch Vereinbarungen über zeitlich begrenzte Feuerpausen zwischen Regierungstruppen und Rebellen erforderlich.

Die syrische Führung habe sich bisher "sehr kooperativ" verhalten, sagte OPWC-Generaldirektor Ahmet Üzümcü am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in The Hague. Die Organisation sei zudem "gut gerüstet" um bis Mitte 2014 das gesamte syrische Arsenal an Kampfstoffen zu vernichten. Bei dem Einsatz, der am 6. Oktober begonnen hat, sind bereits erste Waffensysteme zerstört worden. Allerdings sei die Mission mit einigen Unsicherheiten verbunden. Ob sich die Chemiewaffenkontrolleure in ein Gebiet vorwagen, hänge davon ab, ob die Vereinten Nationen die Lage als sicher einschätzten. Ein derzeit 15-köpfiges Vorausteam ist bereits in Syrien aktiv. Üzümcü erklärte, dass die Verbrennungsanlagen rund um die Uhr überwacht werden müssten, während die geschätzt 1000 Tonnen Kampfstoffe vernichtet werden. Das könnte einige Monate dauern und die Arbeit von rund 100 OPCW- und UN-Spezialisten erfordern.

(UNRIC, 10.10.2013)

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