Mittwoch, 16 Oktober 2019
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Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer: UN fordert EU-Rettungsmissionen

Flüchtlingskatastrophe, LampedusaDas Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat angesichts des Schiffsunglücks im Mittelmeer verstärkte Maßnahmen gefordert, um weitere Katastrophen zu verhindern. „Wir brauchen dringend mehr Seenotrettungsmissionen und legale Routen, um nach Europa zu gelangen", teilte UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, mit. Die Europäische Union spiele eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Ursachen des Flüchtlingsproblems.

Am 18. April war ein Flüchtlingsboot mit mehr als 700 Menschen an Bord, zwischen der libyschen Küste und der italienischen Insel Lampedusa, gekentert. Nach UN-Informationen handelt es sich um das „schlimmste Massensterben, das es jemals im Mittelmeer gegeben hat."

Italiens und Maltas Marine suchen am Unglücksort nach Überlebenden. Dennoch konnten laut UN-Angaben bislang nur 50 der rund 700 vermissten Flüchtlinge gerettet werden. UN-Berichten zufolge sind 2015 bereits 31.500 Migranten nach Italien und Griechenland geflohen. 1600 Menschen sind allein in diesem Jahr bei dem Versuch gestorben, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

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