Montag, 16 September 2019
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Südsudan: Waffenstillstand hält an – UN fordert sichere Passage für geflohene Zivilisten

Tomping12. Juli 2016 – Die Mission der Vereinten Nationen im Sudan (UNMISS) hat berichtet, dass der Waffenstillstand im Südsudan, abgesehen von gelegentlichen Schusswechseln, hält. Der Waffenstillstand wurde beschlossen, nachdem in der Hauptstadt Juba Kämpfe zwischen Soldaten der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) und deren Opposition tagelang angehalten hatten. Dem UN-Menschenrechtsbüro zufolge seien seit dem 7. Juli mindestens 272 Menschen getötet worden; unter ihnen 33 Zivilisten. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat derweil die umliegenden Länder dazu aufgerufen, ihre Grenzen offen zu lassen, damit Menschen, die aus Juba geflüchtet sind, diese passieren können. Ersten Schätzungen zufolge sind mindestens 36.000 Menschen durch die Kämpfe vertrieben worden und suchen nun in UNMISS Unterkünften im In- und Ausland Schutz. Die Missionsleiterin Ellen Margrethe Løj appellierte an die verschiedenen Konfliktparteien, sich an die Waffenruhe zu halten und diesen Befehl an alle Sicherheitskräfte weiterzugeben, sodass alle Soldaten in ihre Kasernen zurückkehren. UNMISS berichtete zudem, dass der Flughafen wieder geöffnet sei. Kommerzielle Flüge gebe es aber noch nicht. Ebenso konnten Friedenstruppen in Juba patroullieren. Trotz allem sei man sich sicher, so die Vertreterin des Hohen Kommissars für Menschenrechte, Cécile Pouilly, “dass sich die menschenrechtliche Situation im Südsudan weiter verschlechtern wird.“

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