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Vereinte Nationen: Der IS bringt die Zivilbevölkerung bewusst in Gefahr

Iraq Mosul UNHCR 201630. November 2016 – Dem Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) zufolge gibt es weiterhin Berichte über schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen des Islamischen Staates in der umkämpften irakischen Stadt Mossul.
„Wir sind zutiefst besorgt über das Schicksal hunderter Menschen, die Berichten zufolge vom IS entführt und an unbekannte Orte verschleppt wurden. Der IS zwingt Zivilisten weiterhin zur Umsiedlung und ermordet Menschen, die unter Verdacht stehen, Informationen an die irakischen Sicherheitskräfte weitergegeben zu haben“, sagte OHCHR-Pressesprecherin Ravina Shamdasani während einer Pressekonferenz in Genf.
Sie fügte hinzu, dass der IS, unter der Drohung nicht kooperierende Zivilisten umzubringen, Raketenwerfer und Scharfschützen auf den Dächern ziviler Häuser platziert hat. „Diese Familien werden als menschliche Schutzschilder benutzt und bewusst in Gefahrt gebracht“, so Shamdasani.
Vor zwei Wochen hatte der IS in Bakir 12 Zivilisten hingerichtet, die sich angeblich geweigert hatten, Raketen von ihren Hausdächern starten zu lassen. Des Weiteren sei ein 7-jähriges Kind erschossen worden, nachdem es in Richtung der irakischen Sicherheitskräfte gelaufen war.

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