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UN-Migrationsbehörde: Kinderhandel beginnt oft mit der Beteiligung von Familienmitgliedern

ch20172228 trafficking29. November 2017 - Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat neue Daten zum Thema Menschenhandel veröffentlicht. Demnach beginnt bei fast der Hälfte aller Fälle der Kinderhandel mit der Beteiligung von Familienmitgliedern.

Die Statistiken zu diesen Fällen basieren auf den Aussagen von fast 12.000 Überlebenden. „Unsere Organisation spielt eine führende Rolle bei der Verbesserung des Zugangs zu diesen kritischen Informationen, um Maßnahmen gegen den Menschenhandel zu ergreifen", sagte William Lacy Swing, Generaldirektor der IOM.

Kinder sind am häufigsten Opfer von sexueller Ausbeutung und häuslicher Arbeit und werden durch physische, sexuelle und psychologische Misshandlungen in den Handel gezwungen.

Als Reaktion auf diese Statistiken betont die IOM, dass mehr Forschung erforderlich sei, um die Risiken, die Kinder für Menschenhandel anfällig machen, besser zu verstehen. Außerdem sollten Kinderstimmen stärker gehört und anerkannt werden.

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