Dienstag, 17 September 2019
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Menschenhandel: UN stellen Guidelines für Flugpersonal fertig

AirlinePassenger AdobeStock5. Januar 2018 – Die Vereinten Nationen verstärken den Kampf gegen Menschenhandel in der internationalen Luftfahrt. Ein gemeinsames Training der UN-Büros für Menschenrechte (Genf) und Zivile Luftfahrt (Montreal) soll Bordpersonal dabei helfen, potenzielle Opfer zu identifizieren.
Nach dem Handel mit Drogen und Waffen gilt Menschenhandel als das illegale Geschäft mit dem weltweit dritthöchsten Umsatz. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) schätzt, dass im Jahr 2017 40,3 Millionen Opfer von Zwangsarbeit und moderner Sklaverei wurden.
Vor diesem Hintergrund haben das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR) und die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) Richtlininen erarbeitet, die Fluggesellschaften dabei helfen sollen, ihre Mitarbeiter auf Fälle von Menschenhandel vorzubereiten.
„Das Bordpersonal ist in der einzigartigen Situation, Passagiere über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Dies ermöglicht es Mitarbeitern ihre Beobachtungsfähigkeiten einzusetzen und potenzielle Opfer zu identifizieren“, heißt es in den Richtlinien.
Youla Haddadin, Berater bei OHCHR für Menschenhandel, betonte in einem Interview mit UN News, dass dabei sichergestellt werden müsse, dass potenzielle Opfer nicht in noch größere Gefahr geraten.

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